Sachsenheim Helfer vor Ort – eine Erfolgsgeschichte

Von Martin Hein
Der DRK-Vorsitzenden Dr. Achim Ziegler (von links), André Lux, Bürgermeister Holger Albrich, Jutta Berkemer-Ziegler sowie Taja Gutekunst, Thorsten Müller und Daniel Fella. Foto: Martin Hein

Im Kleinsachsenheimer Ortschaftsrat zieht die Bereitschaftsleiterin eine positive Bilanz.

Helfer vor Ort sind ehrenamtliche gut ausgebildete Ersthelfer, deren Aufgabe es ist, bei medizinischen Notfällen die kritische Zeit zu überbrücken, bis der Rettungsdienst beim Patienten eintrifft. Jeder Helfer vor Ort absolviert eine medizinische Ausbildung, eine Grundausbildung für Einsatzkräfte sowie Einsätze mit dem Rettungswagen. Neben der persönlichen Schutzausstattung hat jeder zusätzlich einen Einsatzrucksack.

Im Februar 2025 warb die DRK-Bereitschaftsleiterin Jutta Berkemer-Ziegler beim Kleinsachsenheimer Ortschaftsrat für Helfer vor Ort, die es bis dahin im zweitgrößten Stadtteil noch nicht gab – mit Erfolg.

Schon im Oktober 2025 konnte die Bereitschaftsleiterin drei Helfer vor Ort vorstellen, die die umfangreiche und anspruchsvolle Ausbildung erfolgreich absolviert haben. Thorsten Müller, Taja Gutekunst und Daniel Fella können bereits jetzt eine beeindruckende Einsatzbilanz vorweisen. Jutta Berkemer-Ziegler lobte die Unterstützung des Kleinsachsenheimer Ortschaftsrats sowie eines Kleinsachsenheimer Bürgers, der den Betrag für eine Ersthelferausrüstung spendete.

Von Kollapse bis Reanimation

Die Bereitschaftsleiterin erläuterte, dass die Helfer vor Ort in Kleinsachsenheim eine Erfolgsgeschichte seien. Sie wurden bereits im dritten und vierten Quartal 2025 zu 25 Einsätzen in Kleinsachsenheim gerufen. Darunter seien sehr anspruchsvolle Einsätze wie beispielsweise vier Fälle von Bewusstlosigkeit, fünf Kollapse und ein Schlaganfall gewesen. Bei vier Einsätzen waren die Helfer vor Ort sogar bei Kreislaufstillstand und Reanimation gefordert.

In diesem Jahr verzeichnet Jutta Berkemer-Ziegler bereits 73 Einsätze der Helfer vor Ort in Kleinsachsenheim, darunter zehn Fälle akuter Atemnot, zehn kardiologische Notfälle, vier Schlaganfälle, acht Reanimationen bei Kreislaufstillstand, vier Fälle von Bewusstlosigkeit. Zudem waren die Helfer vor Ort bei drei Verkehrsunfällen im Einsatz.

Insgesamt gibt es aktuell zehn Helfer vor Ort in Sachsenheim. Jeweils drei in Großsachsenheim und Kleinsachsenheim, jeweils einen in Hohenhaslach und Ochsenbach sowie zwei in Spielberg. Die Helfer vor Ort sind auch stadteilübergreifend im Einsatz. Berkemer-Ziegler berichtete, dass vom 1. Januar bis 25. September , Helfer vor Ort bisher 289 mal im Stadtgebiet im Einsatz waren. Davon 148 mal in Großsachsenheim, 73 Einsätze in Kleinsachsenheim, 31 in Hohenhaslach, 19 in Ochsenbach, fünf in Spielberg und 13 in Häfnerhaslach.

„Wir legen großen Wert auf ständige Fortbildungen“ sagte die DRK-Bereitschaftsleiterin und wies darauf hin, dass die Ehrenamtlichen unentgeltlich arbeiten. Die Ausrüstung sowie die laufenden Kosten müsse man mit Spenden und Mitgliedsbeiträgen der passiven Mitglieder sowie durch Aktivitäten des Ortsvereins wie beispielsweise Bewirtungen erwirtschaften. Zu den laufenden Kosten gehöre, dass das Verbrauchsmaterial aus dem Einsatzrucksack nach Einsätzen erneuert werden müsse.

Material nur begrenzt haltbar

Teilweise sei das Material auch nur eine begrenzte Zeit haltbar und müsse dann ausgetauscht werden, erklärte Berkemer-Ziegler. Um diese Kosten zu stemmen, richtete die Bereitschaftsführerin die Bitte an den Ortschaftsrat, um einen festen jährlichen Zuschuss in Höhe von 500 Euro der gewährt wurde.

Ortsvorsteher André Lux dankte und auch Bürgermeister Holger Albrich dankten den Ehrenamtlichen um Jutta-Berkemer-Ziegler für ihr Engagement.   Martin Hein

 
 
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