Sachsenheim Hohenhaslach war auf Deponie-Liste

Von Martin Hein
Der Kalkofen war als Deponiestandort im Gespräch. Foto: /Kalb

In etwa zehn Jahren braucht die AVL wohl eine neue Deponie. Hohenhaslach war ein möglicher Standort.

In gut zehn Jahren wird die AVL-Erddeponie Am Froschgraben nach aktuellem Stand verfüllt sein. Dann braucht die AVL eine neue Deponie für Bauschutt und Erdaushub. Bis vor Kurzem lief die Suche nach einem neuen Standort. Nach Auskunft von AVL-Pressesprecher Markus Klohr wurden alle Gebiete des Landkreises auf einer weißen Fläche betrachtet und anhand von Suchkriterien ausgeschlossen. Die noch verbliebenen Flächen habe man genauer betrachtet und zehn Standorte herausgefiltert. Mit dabei war auch der Kalkofen bei Hohenhaslach. Die potenzielle Fläche dort verfüge über eine gute Form, die Abstände zur Wohnbebauung und zu Aussiedlerhöfen seien gut. Die verkehrliche Anbindung an die L 1100 sei ebenfalls gut, so Markus Klohr, „die bei Hohenhaslach identifizierte Fläche hat eine Größe von 22 Hektar“.

Bürgermeister Holger Albrich wurde Ende Oktober von AVL-Geschäftsführer Tilmann Hepperle informiert, dass der Kalkofen unter zehn voruntersuchten Arealen war. „Ich war beruhigt, dass Hohenhaslach nicht einer weiteren Prüfung unterzogen wird“, sagte Albrich. Überrascht, dass Sachsenheim auf dieser Liste aufgetaucht war, war Albrich nicht, „dass Sachsenheim mit der zweitgrößten Gemarkung im Kreis unter zehn untersuchten Standorten dabei ist, kann kaum überraschen. Vaihingen etwa, war mit fünf Arealen unter den zehn voruntersuchten Arealen dabei.“

Gegen den Standort sprechen nach Auskunft von Albrich eine ganze Menge Gründe: „Einer der Hauptgründe, weshalb der Kalkofen bei der Vorauswahl ausschied, ist die Tatsache, dass von einem Deponiebetrieb dort gleich zwei Ortsdurchfahrten betroffen wären. Zudem befinden sich Naturdenkmale, Biotope, und mit der spätkeltischen Viereckschanze und dem Kloster Rechentshofen zwei Kulturdenkmale“ in unmittelbarer Nähe.  Martin Hein

 
 
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