Sachsenheim In der Sommerschule sind kreative Ferientage garantiert

Von Michaela Glemser
Gemeinsam kreativ: Verena Gebre (von links) übt mit kunterbunten Fingerfarben schon mit Erik Novikov, Artem Nazarenko, Johannes Notter und Nina Pfeifer für die „Sommerschule“ Foto:  

Ein anspruchsvolles Programm erwartet die Viert- bis Sechstklässler in der Woche vom 4. bis 10. September. 

Bunt, kreativ und vielfältig sollen die Tage der Sachsenheimer Sommerschule vom 4. bis 10. September dieses Jahres auf dem Gelände der Gemeinschaftsschule am Sonnenfeld sein.

Wie bereits in den Vorjahren haben sich die beteiligten vier Lehrkräfte unter der Federführung von Verena Gebre ein buntes Programm für die teilnehmenden Kinder von der vierten bis zur sechsten Klasse einfallen lassen.

Gebre ist Lehrerin an der Kirbachschule in Hohenhaslach und Referentin sowie Mitarbeiterin am Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung in Ludwigsburg und hat einst die Sommerschule in Sachsenheim initiiert. Unterstützt wird sie in diesem Jahr auch von ihrer Kollegin Nina Pfeifer, die als Kunstlehrerin vor allem für die kreativen Aufgaben bei der diesjährigen Sommerschule tätig sein wird.

Kreative Ader ausprobieren

„Die Kinder können ihre künstlerische Ader ganz vielfältig ausprobieren und eventuell streben wir dabei auch eine Kooperation mit dem benachbarten Kleeblatt-Pflegeheim im Großsachsenheim an“, erklärt Pfeifer. Auch dabei sollen die Toleranz und der Respekt der jungen Menschen gegenüber einer vielfältigen Gesellschaft gefördert werden.

„Dies ist ein Thema, das in der heutigen Zeit sehr wichtig ist, und deshalb haben wir es in den Fokus der Sommerschule gestellt“, betont Gebre. Natürlich stehen auch täglich jeweils 60 Minuten Mathematik-, Deutsch- und Englischunterricht auf dem Stundenplan. Doch im angeschlossenen Klassenlehrerunterricht bleibt genug Zeit für den Schwerpunkt „Vielfalt, Offenheit und Toleranz“. Im vergangenen Jahr haben rund 40 Kinder an der Sachsenheimer „Sommerschule“ teilgenommen. Längst sind die Veranstalter davon abgekommen, nur Schülerinnen und Schüler aufzunehmen, die tatsächlich aus schulischer Sicht einen Förderbedarf haben, denn diese wollen meist gar nicht freiwillig an der Sommerschule teilnehmen.

Auch Johannes Notter, Artem Nazarenko und Erik Novikov von der Kirbachschule machen in diesem Jahr mit. „Ich freue mich vor allem auf den Ausflug ins Schloss-Freibad. Aber ich will auch meine Fähigkeiten in Deutsch verbessern, denn das zählt nicht zu meinen Lieblingsfächern in der Schule“, sagt Erik. Das Frühstück, der Vespersnack und das Mittagessen werden von der Foodsharing-Initiative zur Verfügung gestellt und von zwei Hauswirtschafterinnen zubereitet.

Kooperationspartner mit an Bord

Die Stadt Sachsenheim mit der Stadtbücherei und dem Stadtmuseum kooperiert ebenfalls mit der Sommerschule, und zudem wird der Integrationsbeauftragte der Stadt, Dr. Abdoul-Kawihi Issaka, beim diesjährigen Programm mitwirken. Täglich von 8.30 bis 16.30 Uhr hat die Sommerschule ihre Türen geöffnet, um die Teilnehmer nicht nur individuell in Kleingruppen beim Lernen zu unterstützen, sondern auch ihre sozialen Kompetenzen zu fördern. „Die Bewegung kommt natürlich ebenso nicht zu kurz, denn ich denke an die Veranstaltung eines Spendenlaufs in Form eines Duathlons mit Schwimmen im Schloss-Freibad und Laufrunden im Schlossgarten für einen guten Zweck, den die Kinder gemeinsam selbst bestimmen können“, so Gebre.

Noch bis heute, Freitag, können die Kinder an den Grundschulen und den weiterführenden Schulen in Sachsenheim die Anmeldung bei ihrer Klassenlehrerin oder ihrem Klassenlehrer abgeben. Nicht beteiligt an der Sommerschule sind das Lichtenstern Gymnasium, da dies mit seinen „Lernbrücken“ etwas Ähnliches selbst auf die Beine stellt, und die Kraichertschule.

 
 
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