Sachsenheim In Häfnerhaslach ist viel zu tun

Von Michaela Glemser
Auf dem Häfnerhaslacher Friedhof gibt es für den städtischen Bauhof so einiges zu tun, so die Meinung im Ortschaftsrat. Foto: /Martin Kalb

Ortschaftsräte äußern Wünsche für Bereitstellung von Finanzmitteln im Haushalt 2024 der Stadt: Feldwege, Friedhof und der Verkehrslärm sind die Sorgenkinder. 

Die Feldwege haben tiefe Spurrillen und Schlaglöcher, das Gras und Unkraut im örtlichen Friedhof wuchert, und der Verkehrslärm nimmt immer mehr zu: Wenn es nach den Ortschaftsräten von Häfnerhaslach geht, gäbe es in ihrem Stadtteil im kommenden Haushaltsjahr 2024 so einige Projekte, die dringend zur Finanzierung und Umsetzung anstehen.

Feldwege

„Bei der Unterhaltung der Feldwege muss in Häfnerhaslach unbedingt Geld in die Hand genommen werden. Der Schotter beim Weg zum Schelling wäscht sich bei Regen immer mehr aus. Der alte Gündelbacher Weg ist selbst mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen kaum mehr zu befahren“, klagte Ortsvorsteherin Claudia Volk in der jüngsten Ortschaftsratssitzung. Daher genießt die Unterhaltung der Feldwege auf ihrer Liste zu Anmeldung der Finanzmittel für den Haushalt 2024 der Stadt Sachsenheim große Priorität.

Friedhof

Aber auch auf dem Häfnerhaslacher Friedhof, gebe es für die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs so einiges zu tun, das nach Meinung der Ortsvorsteherin bereits in der Vergangenheit immer wieder angemahnt worden war. So müsse, nach Ansicht der Häfnerhaslacher Ortschaftsräte, der Weg von der Aussegnungshalle zu den Urnengräbern etwas begradigt werden, damit er auch für Rollstuhlfahrer und Personen mit Rollator zu passieren ist. Zudem wuchert Unkraut und Gras an vielen Stellen des Friedhofsgeländes, sodass sich die Ortschaftsräte ebenso wie zahlreiche Bürger Pflegearbeiten wünschen. „Der TSV Häfnerhaslach wiederum braucht einen neuen Fangzaun am Hauptspielfeld, eine Bewässerungsanlage und der Verein dringt auf eine Erneuerung des morschen Holzzauns am Sportgelände, um bei Heimspielen einen kontrollierten Einlass durchführen zu können“, machte Volk deutlich.

Verkehrslärm

Ebenfalls ein Dauerbrenner-Thema im Sachsenheimer Stadtteil ist der Verkehrslärm und die Belastung durch Motorrad- und Sportwagenfahrer. „Die Straßen nach Gündelbach und Zaberfeld sind zu regelrechten Rennstrecken geworden. Der Verkehrslärm vor allem an den Wochenenden wird immer schlimmer“, monierte Volk. Bürgermeister Holger Albrich verwies darauf, dass die Stadtverwaltung alleine dabei wenig ausrichten könne, sondern auf die Mitwirkung der Verkehrsexperten vom Landratsamt angewiesen sei. „Wir haben dieses Thema immer wieder bei den Vertretern des Landratsamts angemahnt und bleiben auch weiterhin am Ball, um eventuell erneut Tempomessungen in Häfnerhaslach durchführen zu lassen“, erläuterte Albrich. Der Sachsenheimer Rathauschef erinnerte auch daran, dass die Stadt der Initiative „Lebenswerte Städte und Gemeinden durch angepasste Geschwindigkeiten“ beigetreten sei, um künftig eventuell Tempo-30-Beschränkungen im Stadtgebiet selbst umsetzen zu können.

Keltersanierung

Ortschaftsrat Marc Lorch stellte klar, dass auch die Kelter und ihre künftige Nutzung bei der Mittelanmeldung 2024 eine Rolle spielen müsse, denn die als Schutz an dem in die Jahre gekommenen Gebäude angebrachten Stahlbänder könnten nicht fortdauernd so belassen werden. Ortsvorsteherin Volk mahnte in diesem Zusammenhang an, dass auch an der Verwaltungsstelle der Putz erheblich bröckele.

Nahversorgung

Die örtliche Nahversorgung in Häfnerhaslach kam im Rahmen der Mittelanmeldungen für den Etat 2024 ebenfalls zur Sprache. Ortsvorsteherin Volk regte an, dass eine geeignete Fläche für einen sogenannten „Tante M-Laden“ gefunden werden könne. Diese Nahversorgungseinrichtungen haben an 365 Tagen im Jahr von fünf bis 23 Uhr geöffnet und bieten zu marktüblichen Preisen alle Waren des täglichen Bedarfs. Die kleinen Läden kommen ohne Personal aus, die Kunden zahlen selbstständig an der Kasse. Bürgermeister Albrich versprach, dass sich der Sachsenheimer Wirtschaftsförderer Arved Oestringer mit dieser Idee näher beschäftigen werde. Ortsvorsteherin Volk schlug zudem vor, zu prüfen, ob eine Förderung einer Fläche für einen solchen Laden auch über Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) möglich sei.

Weiterhin forderten die Ortschaftsräte hinter dem Neubaugebiet „Talaue“ einen vor den Erschließungsarbeiten bestehenden Fußweg auch nach dem Abschluss der Bauarbeiten wieder herzustellen, da dies im Ort ein beliebter Spazierweg sei.

 
 
- Anzeige -