Sachsenheim Initialzündung für schnelles Internet

Von Markus Wirth
Der Spatenstich für die Versorgung mit Glasfaser war der Start für schnelles Internet in Hohenhaslach. Foto: /Martin Kalb

Telekom, Stadt und deren Partner geben beim Spatenstich das Startsignal.

Auf halber Strecke zwischen Mittel- und Niederhaslach, an der Vaihinger Straße direkt neben dem alten Umspannhäuschen, liegt die Zukunft des Sachsenheimer Teilorts. Zumindest, was die Versorgung mit schnellem Internet durch Glasfaser anbelangt.

Dort wurde nun mit dem symbolischen Spatenstich auf den Weg gebracht, was sich in baulicher Hinsicht schon in den vergangenen Monaten mit der Trassierung der Leitung von Sachsenheim aus angedeutet hatte – der Breitbandausbau für all jene Haushalte in Hohenhaslach, aber auch in Spielberg, die derzeit noch als „weiße Flecken“ gelten. So werden jene Nutzer genannt, denen im Schnitt weit weniger als 30 Megabit pro Sekunde im Download zur Verfügung stehen.

Bürgermeister Holger Albrich freute sich über den symbolischen Akt, „sieht ein Spatenstich doch immer auch ein bisschen nach Arbeit aus, und ein Bürgermeister mit Spaten in der Hand macht immer etwas her“, so der Rathauschef.

Freilich zeuge ein solcher Schritt auch vom Abschluss von zum Teil langwierigen Vorarbeiten, und so sei dieser Tag heute ein wichtiger für die Bewohner des Teilorts, denn: „die Versorgung der Haushalte mit stabilem Internet ist heutzutage so wichtig und eine Selbstverständlichkeit wie die Versorgung mit Wasser und Strom.“

ZBL bringt den Ausbau voran

Dass dieser Schritt vollzogen werden könne, sei in erster Linie dem Zweckverband Kreisbreitband Ludwigsburg (ZBL) zu verdanken, der sich 2018 gegründet und in den vergangenen Jahren dafür Sorge getragen habe, dass die Region bei der flächendeckende Internetversorgung vorankomme.

Der Rathauschef dankte Bund, Land und Kreis für die Förderung und Bezuschussung, konzedierte jedoch, auch der verbleibende Eigenanteil von zehn Prozent der zu stemmenden Gesamtsumme sei mit etwa 420.000 Euro in Zeiten sinkender Steuereinnahmen und leerer Kassen „ein schöner Batzen.“

„2018 hatten wir einen Versorgungsanteil von Glasfaserbreitband von fünf Prozent im Kreis, voriges Jahres erreichten wir erstmals 50, nun sind wir in einigen Teilen bereits bei 60 Prozent und mehr angelangt“, sagte Viktor Kostic vom Zweckverband KBL. Nun gelte es, im mittleren Kirbachtal die „weißen Flecken“ auszumerzen. Kostic wusste aber auch: „In einem ländlich geprägten Gebiet wie hier geht dies nicht ohne ausreichende Förderung von Bund und Land“.

Augenmerk auf Umweltbelange

Volker Ackermann von der Telekom erinnerte daran, dass der Weg bis zum heutigen symbolischen Start eine große Herausforderung gewesen sei – immerhin galt es, die Leitungstrasse auf einer Strecke von rund vier Kilometern größtenteils durch den Wald zu legen, „da galt es, einen 16 Punkte umfassenden Plan des Umweltministeriums einzuhalten, um den Anforderungen und Vorschriften gerecht zu werden.“ So musste man mit teils sumpfigem Gelände kämpfen und sich mit Brut- und weiteren Schonzeiten arrangieren.

Glücklicherweise sei im Bereich des künftigen Netzknotens bereits ein Schacht vorhanden gewesen, in den man die Leerrohre habe verlegen können, die einmal die Glasfasern in sich führen werden. Das habe den Fortgang der Arbeiten beschleunigt.

Im Lauf des kommenden Jahres, so Ackermann, würden nun an die 180 Haushalte in unmittelbarer Umgebung, zudem zahlreiche Unternehmen, Schulen und auch das Bildungszentrum „Kelterle“ der JVA von einem stabilen und schnellen Internet profitieren – dieser positiven Einschätzung schlossen sich auch die übrigen Redner an.

 
 
- Anzeige -