Sachsenheim Innenstadtsanierung gewinnt an Schwung

Von Markus Wirth
Das markante Mehrfamilienhaus gegenüber vom Bahnhof muss saniert werden, dafür gibt es Fördermittel. Foto: /Martin Kalb

Eigner des Gebäudekomplexes am Bahnhof erhalten Fördermittel.

Im Bereich der Innenstadt, vornehmlich in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof, wird sich in den kommenden Jahren in städtebaulicher Hinsicht einiges tun, denn hier – in einem Areal zwischen Bahnhof-, Schlossgarten-, Sersheimer und Hauptstraße - stehen umfassende Sanierungsarbeiten an, die das Quartier insgesamt attraktiver und zukunftsfähiger machen sollen.

In der jüngsten Sitzung befasste sich der Gemeinderat mit dem weithin sichtbaren Gebäude gegenüber des Bahnhofs, welches von der Bahnhof- und der Von-Koenig-Straße eingerahmt wird. 1974 fertiggestellt, ist es unübersehbar ein Kind seiner Zeit, im landläufigen Betonbrutalismus der 1960er- und frühen 1970er-Jahre erbaut.

Das siebenstöckige Anwesen, welches sich in privater Hand befindet, verfügt über 43 Wohneinheiten, eine Tiefgarage und im Erdgeschoss über Flächen für den Einzelhandel und die Gastronomie. Nach mehr als fünf Jahrzehnten ist das Anwesen in die Jahre gekommen, sowohl, was das ganze Erscheinungsbild anbelangt als auch in technischer und energetischer Sicht.

„Im Rahmen der Untersuchungen für das Sanierungsgebiet Innenstadt Großsachsenheim wurden die Gebäude Bahnhofstraße 8, Von-Koenig-Straße 16a und 16b als solche mit Modernisierungsbedarf eingestuft,“ sagte Bürgermeister Holger Albrich.

Aufwertung des Wohnraums

Die geplante Modernisierung diene Zielen wie der Anpassung und Instandsetzung der Immobilien an aktuelle Standards – hier vor allem hinsichtlich energetischer und wohnqualitativer Aspekte, berücksichtigt werde aber auch eine Aufwertung des Wohnraums sowie der Erhalt stadtbildprägender Gebäude. Die Eigentümer, so der Rathauschef, planten umfassende energetische Modernisierungsmaßnahmen, darunter die Beseitigung und Entsorgung von asbesthaltigen Baumodulen, weiter die Erneuerung des Dachrandes des über 50 Jahre alten Gebäudes, außerdem die Erneuerung der in die Jahre gekommenen Fassade inklusive einer zeitgemäßen Dämmung und die Erneuerung des Balkons und die Verkleidungen der Laubengänge.

Albrich: „Im vorliegenden Fall wird ein maximaler Kostenerstattungsbetrag von 300.000 Euro bei einem Fördersatz von 30 Prozent empfohlen. Die besondere städtebauliche Bedeutung des Gebäudes und der Modernisierungsbericht der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH vom 15. September dienen als Grundlage für die Zuschussgewährung.“

Dank an die Eigentümer

Die betreffenden Gebäude lägen im Geltungsbereich des städtischen Gestaltungsleitfadens, die Bereitstellung und Inanspruchnahme von Städtebaufördermitteln erfolge ausschließlich unter der Voraussetzung, dass dieser Leitfaden sowie sämtliche vereinbarte und künftig von der Stadt endgültig zu beschließenden Gestaltungsvorgaben eingehalten würden.

Man sei, hob Albrich hervor, den Eigentümern dankbar, dass diese sich an den Sanierungsmaßnahmen im Bereich des Innenstadtquartiers beteiligen wollten, und so schlug er dem Ratsgremium vor, mit diesen einen Modernisierungsvertrag abzuschließen und ihnen einen Fördersatz von 30 Prozent der berücksichtigungsfähigen Kosten, gedeckelt jedoch bei maximal 300.000 Euro, zu gewähren, was einer Förderung von im Höchstfall 120.000 Euro entspreche.

In den maßgeblichen Ausschüssen umfangreich vorberaten, glich die Zusage an Fördergelder einer reinen Formalität und wurde vom Rat einhellig stattgegeben. Markus Wirth

 
 
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