Sachsenheim Kinder erobern den Schlossgarten

Von Michaela Glemser
Unter anderem konnten die Kinder Riesenseifenblasen entstehen lassen. Foto: /Oliver Bürkle

Der Sachsenheimer Klopferlestag bot zum Abschluss der Ferien wieder Bastelspaß und Bewegungsfreude in Hülle und Fülle.

„Der Klopferlestag ist so ein schöner Abschluss der Sommerferien. Ich war auch schon im vergangenen Jahr im Schlossgarten und hatte viel Spaß. Besonders hat mir heute das Basteln einer Zahnbox gefallen“, schwärmte die zehnjährige Alessia, bevor sie beim Säckchen-Werfen der Schulsozialarbeit der Evangelischen Jugendhilfe Hochdorf ihr Glück versuchte.

An dieser Station konnten die jungen Besucher des diesjährigen Klopferlestags auch Riesenseifenblasen in die Luft steigen lassen, während sich die Eltern an Informationstafeln über die unterschiedlichen Aufgabenbereiche der Schulsozialarbeit erkundigen konnten. Nebenan demonstrierte Christina Roth von der Regionalen Arbeitsgemeinschaft Zahngesundheit im Landkreis Ludwigsburg am großen Teddybär Bruno, wie sich die Kleinen richtig die Zähne putzen. „Wichtig ist mindestens zweimal am Tag die Zähne zu putzen, gerne auch dreimal. Wir sind heute zum ersten Mal beim Klopferlestag vertreten und nutzen gerne die Gelegenheit, um mit Kindern und Eltern in Kontakt zu treten“, erklärte Roth.

Viele Spielstationen

An ihrer Station konnten die Kinder Streichholzschachteln mit unterschiedlichen Motiven bemalen, um darin zuhause ihre Milchzähne aufzubewahren. Verschiedene Bastelangebote gab es auch an den Ständen der Sachsenheimer Kindertagesstätten. Erzieher Sven Schwemmer vom Kinderhaus „Klopferle“ ließ mit den Kleinen mit einem Holzstab, einem Regenbogen-Flummi und bunten Bändern einen originellen Trommelschlegel entstehen.

Am Stand nebenan leitete Patricia Dieterle vom Kinderhaus „Pfiffikus“ die Kinder beim Basteln kleiner Tierfiguren wie Schildkröten, Marienkäfer oder Bienen an. Beim Kindergarten „Spatzennest“ erklärte die kleine Lilli, wie die Besucher aus Blumen- und Lehmerde sowie einer Samenmischung und Wasser kleine Kugeln formen konnten, um diese im heimischen Garten einzupflanzen. „Darüber werden sich besonders die Bienen freuen“, versprach Lilli. Auf die Geschicklichkeit und Bewegungsfreude kam es am Stand des Kinderhauses „Mobile“ an, wo die Kleinen mit Taucherflossen einen Hindernisparcours überwinden mussten und dabei ein kleines Ei auf einem Löffel balancieren sollten.

Spiele zum Austoben hatte auch Hobbykünstler Domenico Amelia in den Sachsenheimer Schlossgarten mitgebracht. „Bei uns können die Kinder die bereits stadtbekannten Spritzbilder mit Acrylfarben anfertigen, aber auch von mir selbst gebaute und bemalte Spiele aus Holz ausprobieren“, schilderte Amelia. Er hatte ein „Equilibrium“ mit bunten Kugeln aufgebaut, mit denen kleine Löcher getroffen werden mussten, während es beim „Pendulus“ galt, bunte Steine auf einer rotierenden Holzscheibe zu belassen. Amelia ist mit diesen vielfältigen Spielen auch regelmäßig im Jugendtreff in Häfnerhaslach zu Besuch.

400 Kinder bei 30 Veranstaltungen

Dörte Lange vom Sachsenheimer Jugendhaus hatte mit ihrem Team ebenfalls verschiedene Spielstationen aufgebaut. „Zusätzlich bastele ich für die Kinder Luftballontiere wie Hunde und Katzen“, erzählte Lange. Bürgermeister Holger Albrich und Stadtjugendreferent Alexander Ghazali waren begeistert vom kunterbunten Angebot im Schlossgarten zum Abschluss des Sachsenheimer Sommerferienprogramms.

„400 Kinder haben in diesem Jahr an den 30 Veranstaltungen des Ferienprogramms teilgenommen. 100 Kinder haben in der Stadtranderholung den Märchenwald unsicher gemacht“, betonte Ghazali und stimmte mit den Kindern den diesjährigen Hit „Rock´n Roll im Märchenwald“ auf der Bühne an. Neben dem „Stara-Chor“ sorgte auch ein Clown, die Tanzformationen der Dance Company Vaihingen sowie ein mittelalterlicher Schwertkampf für gute Unterhaltung der zahlreichen Besucher. Unter ihnen war auch Nadja Blum mit ihrem dreijährigen Neffen Felix. „Ich war schon als Kind immer beim Klopferlestag dabei und freue mich, dass ich dies jetzt Felix zeigen kann, und wir gemeinsam eine tolle Zeit haben. Schön, dass es dieses Angebot in der Stadt gibt“, machte Blum deutlich. Michaela Glemser

 
 
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