Stolz hielt Philipp Notz den roséfarbenen Vaihinger Löwen-Pokal in seinen Händen. Gemeinsam mit seinem Vater Martin hatte der Hohenhaslacher Wengerter mit seinem „Lemberger Rosé trocken“ des Jahrgangs 2024 den ersten Platz in der Kategorie „Rosé trocken“ bei der diesjährigen Preisverleihung des Vaihinger Löwen belegt. „Natürlich freuen wir uns immer, wenn die Leistung unserer Arbeit gewürdigt wird, aber in für den Weinbau schwierigen Zeiten wie diesen ist eine solche Auszeichnung natürlich ganz besonders schön“, erklärte Philipp Notz bei der Preisvergabe in Schmid’s Domino in Sachsenheim.
Sachsenheim Löwen-Pokal geht nach Hohenhaslach
Beim Wettbewerb „Vaihinger Löwen“ siegt das Weingut Notz in der Kategorie „Rosé trocken“. Die Veranstaltung fand bereits zum 34. Mal statt.
Bereits zum 34. Mal wurde in diesem Jahr der Wettbewerb in Kooperation zwischen den Vereinen „Der Lemberger“ und den „Weinlöwen“ aus Vaihingen/Enz ausgetragen. Die „Weinlöwen“ als Verein gibt es seit rund zwölf Jahren, einen Zusammenschluss der Wengerter aus der Stadt unter dem Kaltenstein bereits seit mehr als 35 Jahren.
Rund 100 Weine eingereicht
„Damals in der Generation unserer Väter ist dieser Wettbewerb der ‚Vaihinger Löwen‘ zur Prämierung für die besten Lembergerweine mit viel Mut initiiert worden. Im Laufe der Jahre haben wir unser Konzept immer wieder angepasst, und heute findet der Wettbewerb international statt, um die Winzer, beispielsweise aus dem österreichischen Burgenland, mit ins Boot zu holen“, erläuterte Mara Walz, die Sprecherin des Vereins „Weinlöwen“. Mit rund 100 Weinen aus württembergischen, badischen und österreichischen Anbaugebieten haben die Winzer in diesem Jahr am Wettbewerb teilgenommen. „Diese gute Teilnehmerzahl zeigt, mit welcher Passion für die Rebsorte des Lembergers gearbeitet wird“, betonte Ferry Wittchen, Vorsitzender des Vereins „Der Lemberger“.
Die amtierende Württembergische Weinprinzessin Manuela Breitmayer aus Ammerbuch-Breitenholz verwies darauf, dass die Lembergerweine sehr vielseitig seien und sich als spritzige Rosé-Weine als idealer Genuss für sommerliche Temperaturen eigneten, während sie im Barriquefass ausgereift auch als Rotwein zu jedem guten Essen passten.
„Vor allem bei den Rosé-Weinen hat sich beim Lemberger eine gewisse Entwicklung in den vergangenen Jahren vollzogen, denn die Trauben dafür werden inzwischen früher gelesen, denn der Zuckergehalt sollte noch moderat sein“, machte Philipp Notz deutlich. Dies ist auch eine Folge des Klimawandels und der heißeren Sommertemperaturen, welche die Lembergertrauben schneller reifen lassen.
Platz zwei geht nach Österreich
Der zweite Platz in der Kategorie „Rosé trocken“ ging an das Weingut von Juliana Wieder aus dem österreichischen Neckenmarkt, den dritten Platz erzielte die Genossenschaft „Lembergerland“ aus Roßwag.
In der Sparte „Blaufränkisch“ wurde das Weingut „Stephano“ aus Deutsch Schützen-Eisenberg in Österreich mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Auf den zweiten Platz kam das Weingut von Lisa Pfneisl aus dem österreichischen Deutschkreutz und auf den dritten Platz wiederum das Weingut „Stephano“. In der Kategorie „Blaufränkisch National“ landeten das Collegium Wirtemberg aus Stuttgart auf dem ersten Platz, das Weingut Schwarz aus der Landeshauptstadt auf dem zweiten und Weinfactum Bad-Cannstatt auf dem dritten Platz.
Die Sieger erhielten jeweils den Vaihinger Löwenpokal, dessen Original, wie Bürgermeister Klaus Reitze aus Vaihingen/Enz klarstellte, in seiner Stadt wie der „Heilige Gral“ gehütet werde und nur zu besonderen Festen wie dem alljährlichen Maientag aus dem Schatzkästlein hervorgeholt werde.
Im Anschluss Verkostung
Nach der Preisverleihung im Sachsenheimer Möbelhaus Schmids Domino konnten die zahlreichen Gäste noch ausgesuchte Weine von zwölf teilnehmenden Betrieben verkosten. „Uns ist die Regionalität sehr wichtig. Daher unterstützen wir diesen Wettbewerb zum wiederholten Mal“, erläuterte Martin Schmid, der an diesem Abend das Angebot auch um kulinarische Köstlichkeiten ergänzt hatte, die von den Mitgliedern der Initiative „Unser Bannkeller“ der Evangelischen Kirchengemeinde Sachsenheim zubereitet worden waren.
