Sachsenheim Müll-Posts sollen zum Umdenken führen

Von Martin Hein
Auf den Waldspielplätzen in Großsachsenheim (Foto) und Kleinsachsenheim gibt es oft Probleme mit dem Müll&x21e5; Foto: Martin Kalb

Müll auf den Waldwegen und an Feuerstellen auf den Waldspielplätzen sorgt für Unmut im Sachsenheimer Gemeinderat. Über die sozialen Medien will man die Verursacher sensibilisieren.

Zum Punkt Verschiedenes meldete sich bei der Sitzung des Gemeinderats Dr. Wolfgang Renz (GLS) zu Wort. Jetzt an den warmen Tagen habe er am letzten April-Wochenende und auch am Muttertag unliebsame Hinterlassenschaften auf dem Waldspielplatz Bannhalde vorgefunden, berichtete er. Müll, Plastikflaschen und ausgediente Grillschalen lagen dort an und in der Feuerstelle.

Anderer Müll habe sogar auf dem ganzen Waldweg entlang verstreut gelegen. Zudem sei das am Waldspielplatz stehende Toilettenhäuschen umgeworfen worden. Dies sei schlichtweg „respektloses Verhalten“, so der GLS-Stadtrat, er bitte die Stadtverwaltung um Vorschläge, wie man solche Vorkommnisse künftig verhindern könne.

Kämmerer Lars Roller bestätigte, dass es dort gelegentlich Probleme gebe und fügte an, dass Unbekannte in der Vergangenheit sogar einen Einkaufswagen eines ortsansässigen Supermarktes als Grillrost auf der Feuerstelle am Waldspielplatz benutzt haben. Die Waldspielplätze in Großsachsenheim und Kleinsachsenheim würden regelmäßig von Ordnungskräften kontrolliert. Ohnehin dürfe man die Waldspielplätze nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr benutzen.

Karl Willig (FDP) wies darauf hin, dass beim Radschuhstein und am „Brückenbauwerk Vier“ auch regelmäßig Müll herumliege. Zugleich lobte er den Bauhof, der den Müll immer wieder wegräume.

Franziska Müller (GLS) regte an, ob der Bauhof eventuell Fotos solcher Verwüstungen oder Müllansammlungen machen könne, um diese Fotos dann in den sozialen Medien hochzuladen. So könne man eventuell die Personen, die den Müll hinterlassen, erreichen und vielleicht etwas sensibilisieren.

Grundsätzliches Problem

Ralf Nägele (FWV) war der Ansicht, dass es sich dabei um ein grundsätzliches gesellschaftliches Problem handelt. „Manche Leute sehen nur sich selbst“, so Nägele und führte als Beispiel gefüllte Hundemülltüten an, die oft direkt neben dem Mülleimer liegen. Er griff die Idee von Franziska Müller auf und regte ebenfalls an, solche Fotos in die neuen Medien hochzuladen und zusätzlich im „Wochenblättle“ zu veröffentlichen.

 
 
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