Sachsenheim Neues Weindörfle begeistert

Von Michaela Glemser
Das neue Weindörfle im Schlosspark Sachsenheim gefiel den Besuchern und Organisatoren (von links): BDS-Chef Frank Clement, Wengerter-Vorsitzender Reinhard Baumgärtner, Weinprinzessin Henrike Heinicke und Bürgermeister Holger Albrich Foto: /Oliver Bürkle

Auch kühle Temperaturen und Regen im Vorfeld konnte die Freude über das neue Weindörfle – nun um Schlosspark – kaum schmälern. Die Wengerter hatten auch für dieses Wetter die passenden Tropfen im Angebot.

Genüsslich ließen sich Sonia und Joachim Dietterle ihren Rotwein an einer festlich beleuchteten Weinlaube schmecken. „Angesichts der kühlen Temperaturen haben wir uns für einen Lemberger trocken entschieden. Wir kommen aus Sachsenheim und bevorzugen bewusst die lokalen Weine. In den vergangenen zwei Jahren haben wir es schon vermisst, dass Sachsenheimer Weindörfle zu besuchen. Hier treffen wir viele Bekannte und können unterschiedliche Weine verkosten“, schilderte Joachim Dietterle, während seine Frau Sonia vom neuen Ambiente im Park des Wasserschlosses sehr begeistert war. Für sie hatte sich der Umzug des Weindörfles vom Schlosshof in den Schlosspark wirklich gelohnt.

Vereinsleben nimmt nach Corona nun wieder Fahrt auf

Auch Bürgermeister Holger Albrich hielt es für eine hervorragende Idee, in das Ambiente des Schlossparks zu wechseln. „Aus dem Veranstaltungstrio mit Kunst- und Handwerkermarkt, Weindörfle und verkaufsoffenem Sonntag zum Ausklang des Sommers ist nun ein Veranstaltungsduo geworden, da der Kunst- und Handwerkermarkt im Schlosspark leider nicht mehr stattfindet. Ich bin froh, dass das Fest- und Vereinsleben in der Stadt wieder Fahrt aufgenommen hat, denn dies hat uns allen in der Pandemiezeit so gefehlt“, betonte Albrich bei der Eröffnung des Weindörfles am Freitagabend.

Auch die Württembergische Weinprinzessin Henrike Heinicke aus Bopfingen war zu diesem Anlass nach Sachsenheim gekommen. „Ich weiß, dass die Gegend für ihre tollen Rotweine bekannt ist. Es ist für die Winzer sehr wichtig, dass jetzt wieder Weinfeste stattfinden können, damit sie in Kontakt mit ihren Kunden kommen und um Werbung für ihre Erzeugnisse machen zu können“, erklärte die Weinhoheit.

Dies konnte auch Wengerter Klaus Weiberle aus Hohenhaslach bestätigen, der beim Weindörfle viele bekannte Stammkunden, aber auch neue Gesichter an seinem Stand begrüßen konnte. „Die gegenwärtige Wirtschaftskrise macht uns Wengertern mehr zu schaffen als die Pandemiephase. Jetzt schauen die Leute mehr aufs Geld und versuchen zu sparen“, so Weiberle, der das Festwetter vor allem für ein tolles Rotweinwetter hielt.

Noch mehr Flair am neuen Standort

Sein Wengerterkollege Dietmar Ott aus Hohenhaslach empfahl seinen Gästen ebenfalls einen Muskattrollinger. „Dieser Wein erinnert an die vergangenen sommerlichen Temperaturen, und dies passt doch perfekt zu einem Sommerausklang. Unser ‚Pfirsichtraum‘ ist auch sehr gefragt. Dazu werden Weinbergpfirsiche in Riesling eingelegt und auf dem Weindörfle noch einmal mit Trollinger Weißherbst-Sekt frisch aufgegossen“, machte Ott deutlich.

Die beteiligten neun Weinbautriebe aus der Stadt verwandelten den Schlosspark in einen festlich geschmückten Weinbrunnen. „Das 20. Weindörfle hat mit dem neuen Standort noch mehr Flair“, unterstrich auch der Vorsitzende der Sachsenheimer Wengertergruppe, Reinhard Baumgärtner.

Am verkaufsoffenen Sonntag nutzten die Besucher die Gelegenheit durch die Geschäfte in der Innenstadt zu bummeln oder mit dem Oldtimerbus ins Gewerbegebiet „Holderbüschle“ zu pendeln, um dort die beteiligten Betriebe zu besuchen. Schnäppchenjäger und Raritätensammler konnten an diversen Flohmarktständen stöbern. Kulinarisch war an diesem Wochenende ebenfalls von Maultaschen mit Kartoffelsalat über deftige Wildwürste bis zu süßen Naschereien auf dem Weindörfle für viel Abwechslung gesorgt.  

 
 
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