Sachsenheim Nun fehlen nur noch die Kinder in den Räumen

Von Markus Wirth
Beste Stimmung herrschte bei der Übergabe der Kita durch „littlebigFuture“ an die Stadtverwaltung. Foto: Oliver Bürkle

Das gemeinnützige Unternehmen „littlebigFuture“ übergab gestern die Kita am Südring an die Stadt.

Vor knapp einem Jahr, Anfang Oktober, hatte der Gemeinderat einhellig beschlossen gehabt, dass am neu entstehenden Gebäude des Aldi-Discounters am Südring eine Etage aufgestockt und dort eine Kindertagesstätte untergebracht werden soll.

Und, auch ein Novum in der Stadt – das Gremium entschied sich, die Trägerschaft extern zu vergeben, und zwar an das gemeinnützige Unternehmen „littlebigFuture“ aus Nürnberg. Gestern nun wurde in bester Stimmung und voller Vorfreude auf den Beginn des Betriebs am 5. Oktober die Übergabe der Betreuungseinrichtung an die Stadt gefeiert.  

Ein Betreuungsplatz für jedes Kind

„Kinderbetreuung ist uns in Sachsenheim sehr wichtig. Wir können nach großen Anstrengungen in den letzten Jahren durch neue Kitas und Erweiterungen nun jedem Kind in Sachsenheim einen Betreuungsplatz anbieten, mit vielfältigen Betreuungsformaten und -zeiten“, hob Bürgermeister Holger Albrich hervor. Er freue sich, dass mit der neuen „littlebigFuture“-Kindertagesstätte ein attraktives Angebot mit einem neuen Träger dazukomme. Und weiter: „Wir haben ,littlebigFuture’ in einem sorgfältigen Verfahren ausgewählt und als jungen und innovativen Träger mit vielen guten neuen Ideen kennengelernt.“ Schwerpunkt der neuen Kita sei das Erleben in der Natur, das Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu entwickeln und kreatives Forschen im digitalen Raum. Die neuen Räumlichkeiten böten die besten Voraussetzungen, um dieses anspruchsvolle Konzept umzusetzen.

„Wir freuen uns auf eine langfristige Zusammenarbeit mit ,littlebigFuture’, die schon vom ersten Tag an sehr vertrauensvoll und produktiv war. Dasselbe gilt auch für die Zusammenarbeit mit unserem Vermieter Aldi.“ Hier lobte der Rathauschef explizit, dass man seitens des Mülheimer Discounters auf alle Wünsche und Anregungen eingegangen sei und auch hier eine Politik der kurzen Wege und ein Miteinander auf Augenhöhe geherrscht habe.

Keine Investitionskosten

Aber nicht nur das: „Auch damit, dass wir als Stadt nicht selbst eine benötigte Kita bauen, sondern sie für uns bauen lassen und für die benötigte Dauer anmieten betreten wir Neuland. So vermeiden wir hohe Investitions- und Planungskosten und können die erforderlichen baulichen Kapazitäten langfristig steuern.“ Durch die Nutzung des Daches auf dem Aldi-Markt müsse keine neue Fläche versiegelt und Parkplätze und die Zuwegung müssten nicht neu gebaut werden.

Auch in diesem Sinne sei dieses neue Kita-Projekt nachhaltig für die Stadt. Außerdem fielen die Kosten für das Personal weg, dazu habe man durch den Mietvertrag mit Aldi und dessen Mindestlaufzeit von 25 Jahren auch eine hohe Planungssicherheit. Der Vertrag mit „littlebigFuture“ laufe zehn Jahre – mit der Option einer jederzeitigen Verlängerung. Auch hier habe man also Planungssicherheit.

Die Chemie, bestätigte auch „littlebigFuture“-Geschäftsführer Michael Bergmann, habe von Anbeginn an gestimmt zwischen der Verwaltungsspitze und seinem fränkischen Start-up, welches erst seit 2021 am Markt ist und bis dato schon mehrere Kindergärten in Bayern, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg betreibt. Nun freue er sich auf die Eröffnung am Montag, 5. Oktober, wenn die ersten Kinder einziehen und ihre Kita in Beschlag nehmen werden, und am Samstag, 10. Oktober, findet dann ein Tag der offenen Tür statt.

Aktuell sind noch Plätze frei, Kurzentschlossene könnten sich also noch bewerben, für die Krippenplätze dürfen dies sogar auch Eltern, die nicht in Sachsenheim wohnen.

 
 
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