Sachsenheim Ratten sind allgegenwärtig

Von Martin Hein
Ein gefundenes Fressen für Ratten: Ein Beutel mit Biomüll. Foto: /Max Radloff

Die Ratten-Bekämpfung ist ein Dauerthema. Gegenwärtig werden die unliebsamen Nager in Großsachsenheim, Kleinsachsenheim und Hohenhaslach bekämpft.

Tuttlingen hatte vor kurzem monatelang mit einer Rattenplage zu kämpfen. Essensreste haben die unliebsamen Nager angelockt. Erst nachdem Giftköder ausgelegt wurden, konnten die Ratten dezimiert werden. Ratten sind sozusagen ein Dauerthema bei den Städten, so auch in Sachsenheim.

Nach Auskunft von Pressesprecher Arved Oestringer werden derzeit in Großsachsenheim, Kleinsachsenheim und Hohenhaslach Ratten bekämpft. Ratten treten gehäuft an Orten auf, an denen sie einfach an Futter herankommen. Ansonsten halten sich die Tiere häufig in der Kanalisation auf. Grundsätzlich sei es nicht möglich, das Auftreten von Ratten vollständig zu vermeiden, räumt Oestringer ein. Die Ratten werden mit speziellen Giftködern bekämpft. Für diese Maßnahme greift die Stadt auf spezialisierte Schädlingsbekämpfungsfirmen zurück.

Keine Meldepflicht

Eine Meldepflicht gibt es nach Auskunft von Arved Oestringer nicht, niemand sei verpflichtet, die Sichtung von Ratten zu melden. Trotzdem sei es wichtig und sinnvoll, das gehäufte Auftreten von Ratten zu melden. Dadurch könne man Problembereiche besser identifizieren und eine Bekämpfung gezielter vornehmen.

Ratten vermehren sich schnell. Man findet diese Tiere deutschlandweit in fast jeder Kanalisation. Ratten kommen weltweit überall vor und halten sich meistens in der Nähe von Futterquellen auf. In größeren Städten können in der Regel solche Orte als „Hotspots“ identifiziert werden, an denen sich auch viele Menschen aufhalten.

Hotspots beim Bahnhof

In Großsachsenheim betreffe das den gesamten Bahnhofsbereich und Teile der Innenstadt.

Um der Rattenvermehrung keinen Vorschub zu leisten solle man beispielsweise keine Speisereste über das WC entsorgen. Mülltonnen mit Essensresten sollten immer geschlossen bleiben. Futtermittel die für Haustiere im Freien gelagert werden, sollten nur verschlossen aufbewahrt werden. Holzlager oder auch Schuppen in denen Gartengeräte und dergleichen aufbewahrt werden, sollten aufgeräumt sein, damit sich die Tiere nicht so gut verstecken können, sagt der Sachsenheimer Pressesprecher, „die Bekämpfung von Ratten wird ein dauerhaftes Thema bleiben, da es die Tiere, selbst bei Einhalten aller Vorsichtsmaßnahmen in jedem Fall immer geben wird“.

Schätzung: Vier Ratten pro Einwohner

Schädlingsbekämpfer schätzen, dass in Deutschland fast vier Ratten pro Einwohner existieren.

Auch das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass sich Ratten im Kanalsystem von über die Toilette entsorgten Speiseresten ernähren. Dadurch wird den Ratten das Fressen sozusagen frei Haus geliefert.  

 
 
- Anzeige -