Die Feuerwache Kirbachtal ist ein ehrgeiziges Projekt, schon alleine deshalb, weil sie künftig die drei dann ehemaligen selbstständigen Feuerwehren von Spielberg, Ochsenbach und Hohenhaslach unter einem Dach vereinigen wird. Doch gingen diesem einige Vorarbeiten voraus, denn den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan sowie die Durchführung der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung hatte der Gemeinderat bereits Anfang Dezember 2020 gefasst.
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Im kommenden Februar soll der Baubeschluss für den gemeinsamen Standort der Feuerwehren aus Ochsenbach, Spielberg und Hohenhaslach gefasst werden.
Zielabweichung wegen FFH-Gebiet
Die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit wurde nach öffentlicher Bekanntmachung von Anfang Januar bis Mitte Februar 2021 in Form einer öffentlichen Auslegung vorgenommen. Im Nachgang hatte die Stadt mit dem Planungsbüro BIT-Architekten den Antrag auf die Zielabweichung erarbeitet. Damit wurde die Änderung des Flächennutzungsplans sowie der Bebauungsplan „Feuerwehr Kirbachtal“ und die Abweichung vom Planansatz „Regionaler Grünzug“ zugelassen. Wegen der Lage im Flora-Fauna-Gebiet, war ein Zielabweichungsverfahren notwendig geworden. Wichtig war seinerzeit auch der Passus, dass es am Standort keine Beeinträchtigung für die Landwirtschaft gibt. Auch war festgelegt worden, dass die Feuerwehr im Einsatzfall ohne Blaulicht und Martinshorn ausrücken und beides erst in einiger Entfernung zur Feuerwache aktivieren werde, außerdem werde man auf einen Übungsturm verzichten. „Dieses Vorhaben hat in zweierlei Hinsicht Modellcharakter“, sagt Bürgermeister Holger Albrich auf Anfrage der BZ, „der Wunsch und das Bestreben nach einem Zusammenschluss kam aus den Abteilungen selbst. Hier gibt es kein Kirchturmdenken. Darum beneiden mich viele Bürgermeisterkollegen im Land“. Mit dem gemeinsamen Feuerwehrstandort Kirbachtal könne man - gerade in Zeiten knapper Kassen - mit weniger personellen und finanziellen Ressourcen den Bevölkerungsschutz im Kirbachtal noch verbessern, so der Rathauschef.
Und weiter: „Mit dem im Architektenwettbewerb ausgewählten Entwurf können alle feuerwehrtechnischen Anforderungen, wie zum Beispiel die Rettungsfrist, zur Zu- und Abfahrt und zu den Stellplätzen und Laufwegen vollumfänglich erfüllt werden.“
Gleichzeitig greife, wie schon erwähnt, danach das Feuerwehrgerätehaus so wenig und so schonend wie möglich in das dort so sensible Natur- und Landschaftsbild ein, etwa durch die durchdachte Einpassung in die Topografie. „Die Stadtverwaltung arbeitet in einem kompetenten und motivierten Team mit den Architekten und den anderen beteiligten Unternehmen an der Umsetzung dieses wichtigen Vorhabens“, so der Bürgermeister über den aktuellen Stand der Dinge.
Bauzeit von rund 18 Monaten
„Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gehen wir von folgendem Zeitplan aus: Der Baubeschluss ist für den Februar 2027 vorgesehen.“ Der Baubeginn selbst hänge vom Vorliegen der Baugenehmigung ab, für die Bauzeit rechne er derzeit mit etwa 18 Monaten. Freilich – welches Unternehmen welches Gewerk ausführen werde, hänge von den Auftragsvergaben ab und könne daher jetzt noch nicht bestimmt werden. „Die drei Wehren hatten sich von Anbeginn an für eine Zusammenlegung ausgesprochen, schon alleine, um Synergien im Bereich Personaleinsatz, technischer Ausrüstung und Fahrzeugbestand zu erzielen und dabei die Sicherheitsversorgung der Bürger der drei Teilorte auf Grund der zentralen Erreichbarkeit wegen noch weiter zu verbessern“, sagt auch Feuerwehrkommandant Philipp Rousta, der die Gruppendynamik und das Zusammengehörigkeitsgefühl aller drei Wehren lobt. Und dieses sei schließlich „Geburtshelfer“ zur Idee gewesen, diese zusammenzulegen und die Kräfte an einem zentralen Standort zu bündeln.
