Sachsenheim Sozialen Medien mündig begegnen

Von Michaela Glemser
Der Jugendbeirat und die Stadtverwaltung brachten auf ihrer jüngsten Sitzung einen Medientag für die Schülerinnen und Schüler der vier weiterführenden Schulen auf den Weg. Foto: /Martin Kalb

Jugendreferent Alexander Ghazali und die Jugendbeiräte planen Aktionstag am 7. Mai zur Stärkung der Medienkompetenz für Schülerinnen und Schüler.

Fake News, Cybermobbing und der Einfluss von Influencern: Kinder und Jugendliche sind heute im Umgang mit den sozialen Medien den verschiedensten Risiken ausgesetzt. „Daher ist es wichtig, die jungen Menschen für einen reflektierten Umgang mit den sozialen Medien zu schulen und sie für Fragen der digitalen Meinungsbildung zu sensibilisieren“, betont Sachsenheims Stadtjugendreferent Alexander Ghazali. Deshalb will er in Zusammenarbeit mit den Fachleuten der Landesstelle für Kommunikation und der Landeszentrale für politische Bildung in Baden-Württemberg am 7. Mai dieses Jahres erstmals einen schulübergreifenden Medientag in der Stadt durchführen.

Konzertierte Aktion der Schulen

Dazu werden von allen vier weiterführenden Schulen in Sachsenheim jeweils rund zehn Schülerinnen und Schüler aus den siebten bis neunten Klassen entsendet, um an den angebotenen Vorträgen und Workshops teilzunehmen. „Ziel ist es, diese rund 40 Schülerinnen und Schüler zu sogenannten ‚Medienscouts‘ auszubilden, um an ihren Schulen das gewonnene Wissen zu Medienfragen und Meinungsbildung weitergeben zu können“, erläutert Stadtjugendreferent Ghazali. Die Medienscouts können sich auch im Anschluss an den diesjährigen Medientag fortlaufend über Angebote der Landesstelle für Kommunikation und die Anlaufstelle „Handysektor“ weiterbilden.

Angedacht ist, einen solchen Medientag künftig in Sachsenheim alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Jugendforum durchzuführen. Von dieser Idee zeigten sich auch die Jugendbeiräte in Sachsenheim in ihrer jüngsten Sitzung begeistert und wollen gerne am Medientag mitwirken. „In der heutigen Zeit ist es sehr wichtig, den jungen Menschen einen mündigen Umgang mit den Medien zu ermöglichen und sie in ihrer Medienkompetenz zu stärken. Daher wollen wir mit diesem Aktionstag einen wichtigen Impuls setzen“, schildert Jugendreferent Ghazali.

Nach einem Impulsvortrag über die Meinungsmache in den Medien können die jungen Teilnehmer schulübergreifend an Workshops mitwirken, die sich mit Fake News und Algorithmen beschäftigen, Hate Speech und Cybermobbing auf den Grund gehen oder die Frage erörtern, wie soziale Medien Einfluss auf Einstellungen nehmen. Zudem soll es im Sachsenheimer Jugendhaus im Abendprogramm des Aktionstages ein offenes Angebot zu Respekt und Vielfalt geben. Neben den Fachleuten werden die Jugendlichen bei diesem Programm auch Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter begleiten. „Wir haben bewusst Schüler dieser Klassen ausgewählt, damit sie als Ansprechpartner für jüngere und gleichaltrige Schüler an ihren Schulen noch längere Zeit fungieren können“, erläutert Ghazali. Das offizielle Programm am 7. Mai soll von 8 bis 13 Uhr andauern.

An Verantwortung weiterarbeiten

„Wir verstehen das Programm jedoch nicht als abgeschlossene, auf diesen einen Tag begrenzte Veranstaltung, sondern die Medienscouts sollen an ihren Schulen in der Verantwortung der jeweiligen Schule weiterarbeiten“, unterstreicht Ghazali. Er will mit seinem Team der kommunalen Jugendarbeit diesen Prozess unterstützen und bei Bedarf auch an externe Fachstellen vermitteln. Die am Medientag teilnehmenden Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Sachsenheimer Schulen sollten an Medien- und Demokratiethemen interessiert sein. Sie können von den Schulleitungen und Lehrern oder auch den Klassensprechern ausgewählt werden.

„Unter dem Motto ‚Medien, Macht, Meinung‘ erhoffen wir uns von diesem Aktionstag einen echtes Zeichen für einen mündigeren Umgang mit der Meinungsbildung in den sozialen Medien durch die jungen Menschen setzen zu können“, stellt der Sachsenheimer Jugendreferent klar.  

 
 
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