Trotz der schwierigen Haushaltslage der Stadt wollen die Ortschaftsräte von Spielberg, dass im Etatplan für das kommende Jahr 2027 auch bestimmte Maßnahmen in ihrem Stadtteil umgesetzt werden. Für die Anmeldung der finanziellen Mittel haben die Spielberger Gremiumsmitglieder in ihrer jüngsten Sitzung die Projektliste festgelegt. Unverändert im Fokus des Interesses steht der Spielplatz an der Freizeitanlage, für den immer noch die Anschaffung eines Kletterturms und die Versetzung des bestehenden Sandkastens geplant sind. Durch den gewünschten anderen Standort für den Sandspielbereich wäre auch kein Sonnensegel mehr erforderlich. Dessen Anschaffung konnten die Spielberger Ortschaftsräte von ihrer Liste streichen.
Sachsenheim Spielberg bekommt den Kletterturm
Die Verwaltungsstelle, die Montage des Kletterturms auf dem Spielplatz und ein Parkkonzept stehen unter anderem auf der Wunschliste der Spielberger Ortschaftsräte.
Montierung des Kletterturms
Der Erwerb des Kletterturms scheint dank Spendengeld und Mitteln aus dem Stadtteilbudget ebenfalls gesichert. Allerdings soll für die Montage und die entsprechenden Erdarbeiten ein Kostenersatz an den Sachsenheimer Bauhof geleistet werden. Daher wollen die Spielberger Ortschaftsräte im Zuge der Haushaltsplanungen 2027 erneut um Unterstützung des Bauhofteams bitten. „Wir würden die Arbeiten weitgehend in Eigenleistung durchführen, brauchen aber eine fachkundige Anleitung und die Gerätschaften vom städtischen Bauhof“, erklärte Ortsvorsteherin Viola Lepp.
Zwar gab es für die grundlegende Instandsetzung und Asphaltierung des Fuß- und Radwegs von Hohenhaslach nach Spielberg bereits eine Zusage der Stadtverwaltung bei den Haushaltsberatungen für dieses Jahr, aber da diese Maßnahme noch nicht realisiert wurde, setzten sie die Ortschaftsräte erneut auf ihre Vorhabenliste. „Es kommt dort bei Regen zu großen Auswaschungen und das stellt eine große Unfallgefahr da. Es muss dringend etwas passieren“, mahnte Ortschaftsrat Arnold Fischer.
Sanierung der Verwaltungsstelle
Die in die Jahre gekommene Verwaltungsstelle im Ortszentrum von Spielberg bedarf ebenso einer Sanierung. Zwar wurde inzwischen der fleckige Bodenbelag im Sitzungssaal gereinigt und muss nicht ausgetauscht werden, aber die Fenster müssen Schritt für Schritt ersetzt werden. „Auf der Westseite wurden schon zwei Fenster erneuert, aber auch die anderen müssen auf Vordermann gebracht werden“, sagte Lepp.
Zudem ist ein sorgfältiger Rückschnitt in der Außenanlage der Verwaltungsstelle notwendig, denn inzwischen wachsen die Grünpflanzen in die Fenster hinein. Ortschaftsrat Wolfgang Ott regte an, auch ein Nutzungskonzept für die Verwaltungsstelle entwickeln zu wollen und dafür die Unterstützung der Stadtverwaltung einzufordern. Er verwies darauf, dass die Mitglieder der Feuerwehrabteilung Spielberg nach ihrem Umzug in den gemeinsamen Feuerwehrstandort Kirbachtal als Nutzer der Verwaltungsstelle wegfallen würden.
Jugendcafé im Gerätehaus
Auch würde deren Gerätehaus frei. Dafür hatte eine Spielberger Bürgerin in der Einwohnerfragestunde der Sitzung bereits als Nachnutzungen einen Jugendtreff und ein Café für die Bürger vorgeschlagen. „Wir sind für alle Ideen offen und werden uns, sobald das Thema aktuell wird, intensiv mit den Ortschaftsräten darüber austauschen“, sagte Sachsenheims Bürgermeister Holger Albrich. Auch die Weiterverfolgung der Planung für das Baugebiet „In den Gärten“ in Spielberg setzten die Ortschaftsräte wie bereits im vergangenen Jahr auf die Liste ihrer Mittelanmeldungen. Das traf auch für ihren Wunsch nach der Überarbeitung des VVS-Zonenmodells im Öffentlichen Personen-Nahverkehr im Stadtgebiet zu. Dabei sollten alle Stadtteile, auch im Kirbachtal, in eine Tarifzone wie Groß- und Kleinsachsenheim eingegliedert werden. „Wir haben uns damals im Gemeinderat für die Einführung des Stadttickets und gegen das vereinfachte Zonenmodell entschieden. Beide Maßnahmen hätten wir finanziell nicht tragen können“, so Bürgermeister Albrich. Ortschaftsrat Gerhard Wenzelburger schlug vor, für die Ortsdurchfahrt in Spielberg und die Weinbergstraße auch ein Parkierungskonzept einzufordern.
Sein Ortschaftsratskollege Fischer regte an, in diesem Zusammenhang das gesamte Ortsgebiet unter verkehrsrechtlichen Gesichtspunkten genauer zu betrachten. Ott sagte, dass ein Parkierungskonzept einst gemeinsam mit dem Nachbarstadtteil Spielberg realisiert werden sollte, dieses aber schließlich nur in Ochsenbach umgesetzt wurde.
Konzept für Weinbergsflächen
Weiterhin wünschten sich die Spielberger Ortschaftsräte, dass ein Konzept für die brachliegenden Weinbergsflächen am Hohen Spielberg erarbeitet werden solle. „Die Verantwortlichen der Stadt sollten ihre eigenen Flächen zunächst einmal zur Pacht ausschreiben“, stellte Ortschaftsrat Michael Stierle klar. Auch Ortschaftsrat Wenzelburger verwies darauf, dass diese brachliegenden Weinbergsflächen und ihre zukünftige Nutzung sowie Pflege im gesamten Kirbachtal zu einem großen Problem werden könnten.
