Sachsenheim Stadtteile zufrieden mit Etatplanung

Von Michaela Glemser
In der alten Küche der Kirbachschule ging es beengt zu. Nach dem Umbau, der bald beendet ist, haben die Schüler und Schulleiter Rainer Graef wieder mehr Platz. Foto: /Martin Kalb

Die Ortsvorsteher der Sachsenheimer Gemeinden sind mit der Etatplanung 2023 zufrieden. Zwar gebe es noch nicht erfüllte Wünsche aus den Ortschaftsräten, doch viel sei umgesetzt worden.

Glücklich zeigte sich der Hohenhaslacher Ortsvorsteher Alfred Xander in der jüngsten Gemeinsamen Ortschaftsratssitzung mit den Projekten, welche der Sachsenheimer Kämmerer Lars Roller im Haushaltsplan 2023 berücksichtigt hat. „Die Küche in der Kirbachtalhalle wird gerade umgebaut, um sie übergangsweise für die Mensa der Kirbachschule nutzen zu können. Mit einer Fertigstellung ist in den kommenden Tagen zu rechnen. Das ist eine gute Sache“, erläutert Xander. Den Austausch der Fenster in der Hausmeisterwohnung der Kirbachschule hätte sich der Ortsvorsteher auch noch gewünscht. Damit wollen die Vertreter der Stadtverwaltung aber bis zur Sanierung und Erweiterung der Kirbachschule warten, welche in zwei Bauabschnitten bis zum Jahr 2030 umgesetzt werden sollen. Nur sicherheitsrelevante Maßnahmen zur Instandsetzung sollen am Schulgebäude vorgezogen werden.

Grundsatzentscheidung zu „Leimengrube“ kommt bald

Beim neuen Gewerbegebiet „Leimengrube“ in Hohenhaslach ist die Bewerbungsphase für die Grundstücke inzwischen abgeschlossen. Nach den Worten von Kämmerer Roller haben noch weitere Firmen ihr Interesse an einer Ansiedlung bekundet. „Unter den Interessenten sind unterschiedliche Firmen mit unterschiedlichem Flächenbedarf. Noch im ersten Quartal 2023 soll im Ortschaftsrat in Hohenhaslach eine Grundsatzentscheidung über die Vergabe der Grundstücke erfolgen“, erklärte Roller.

Die Erschließungsarbeiten im Gewerbegebiet sind inzwischen ebenfalls abgeschlossen. Mittelfristig soll zudem die marode Brücke über den Kirbach in der Unteren Au ersetzt werden. Doch eine Entscheidung darüber soll erst erfolgen, wenn die genauen Kosten dafür ermittelt wurden, was wahrscheinlich im Jahr 2025 erfolgen kann.

Für die Sanierung des Kunstrasenplatzes in Hohenhaslach rechnet Kämmerer Roller im zweiten Quartal dieses Jahres mit einem Förderbescheid der Sportstättenförderung des Landes. Erst danach kann mit den Arbeiten auch tatsächlich begonnen werden. Insgesamt 344 000 Euro sind für diese Erneuerungsmaßnahme im Haushaltsplan der Stadt vorgesehen.

Die Spielberger Ortsvorsteherin Viola Lepp freute sich sehr, dass der dringliche Wunsch der Ortschaftsräte nach einem Starkregenschutz für Spielberg endlich bei der Stadtverwaltung Gehör gefunden hat. So soll mittelfristig ein spezielles Starkregenkonzept erstellt werden. Bereits im Etat 2023 ist eine Planungsrate für einen Stauraumkanal in der Strombergstraße vorgesehen.

Kein Konzept für Solaranlagen auf städtischen Gebäuden

Weiterhin ist mittelfristig eine Erweiterung des Regenrückhaltebeckens angedacht, das in Spielberg in der Vergangenheit für Probleme sorgte. Ebenfalls in diesem Jahr soll der Feldweg Liebenberg mit seiner Entwässerung genauer unter die Lupe genommen werden. „Schade, dass unsere Wünsche nach einer Ertüchtigung des Holzzauns am Friedhof, nach einem Konzept für Solaranlagen auf städtischen Gebäuden in Spielberg und nach einer Überarbeitung des VVS-Zonenmodells im Öffentlichen Personennahverkehr keine Berücksichtigung finden konnten. Wir werden diese Vorschläge aber künftig weiter verfeinern“, betonte Lepp.

Dankbar ist sie für die administrative Unterstützung der Stadt bei der Verlegung des Bahnhöfles in den Ort zur Bewahrung des Kulturguts, wenn dies auch gänzlich aus dem Stadtteilbudget finanziert werden muss.

Ortsvorsteher Dieter Baum aus Ochsenbach wies noch einmal auf die Dringlichkeit der Sanierung der Straße „Neue Heimat“ hin. „Diese Erneuerung muss im nächsten Jahr erfolgen, denn das Vorhaben wird schon seit vielen Jahren verschoben. Die Straße ist in einem schlechten Zustand und hat eine hohe Verkehrslast zu tragen“, unterstrich Baum. Doch Kämmerer Roller plant erst im Jahr 2024 mit der Erneuerung der Straße.

Alle Wünsche erfüllt in Häfnerhaslach

Zufrieden zeigte sich Baum mit den Instandsetzungen an der Verwaltungsstelle in Ochsenbach, deren in die Jahre gekommenen Eingangsstufen 2023 erneuert werden sollen. Der Häfnerhaslacher Ortsvorsteher Valentin Stuber strahlte, denn alle Wünsche seiner Ortschaftsräte für den Haushalt 2023 konnten auch berücksichtigt werden. So erhält das Hauptspielfeld des TSV Häfnerhaslach einen neuen Ballfangzaun sowie neue bewegliche Tore. Außerdem wird die Kirlestraße mit dem Kreuzungsbereich der Kleeblatt- mit der Friedhofstraße saniert und der Eingangsbereich am Friedhof auf Vordermann gebracht. Am Ortseingang in Häfnerhaslach soll weiterhin eine mobile Geschwindigkeitsanzeige zum Einsatz kommen.

Nicht verstehen konnte André Lux vom Bezirksbeirat in Kleinsachsenheim, warum das dortige Backhaus erst saniert werden soll, wenn auch eine entsprechende Quartierskonzeption vorliegt. „Mit Hilfe des Vereins und Ehrenamtlichen kann die Sanierung auch kurzfristig und nicht erst mittel- bis langfristig umgesetzt werden“, machte Lux deutlich.

Bernd Lieb aus Kleinsachsenheim regte zum Abschluss der gemeinsamen Beratungen noch an, nach 50 Jahren als Gesamtstadt Sachsenheim die Eingliederungsverträge von damals zu überarbeiten und in ein aktualisiertes Gesamtwerk zu überführen.

 
 
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