Sachsenheim Stubentiger im Auge der Kunst

Von Markus Wirth
Auch „Die Gesellschaft“ des Künstlers Simon Dittrich aus dem Jahr 2023 wird bei der Ausstellung „Alles für die Katz? Künstler sehen Katzen“ im Stadtmuseum zu sehen sein. Foto: Joachim Wagenblast

Im Stadtmuseum beginnt am 3. Mai die Ausstellung „Alles für die Katz? Künstler sehen Katzen“.

Katzen sind in Deutschland die beliebtesten Haustiere, noch vor den Hunden, die gerne als „beste Freunde des Menschen“ tituliert werden. Auch in anderen Ländern erfreuen sich die Samtpfoten, Krallenträger, Stubentiger, Fellnasen – oder wie man sie anderweitig liebevoll nennen mag – großer Beliebtheit, im alten Ägypten galten sie gar als heilig.

Grund genug für Dr. Claudia Papp, die Leiterin des Sachsenheimer Stadtmuseums, den zwar gerne verschmusten, aber dennoch irgendwie immer etwas distanziert und geheimnisvoll bleibenden Vierbeinern eine eigene Ausstellung zu widmen.

Und so entstand aus einer Idee die Veranstaltung „Alles für die Katz? Künstler sehen Katzen“, die am Sonntag, 3. Mai, mit einer Vernissage beginnt und dann bis zum 11. Oktober im Stadtmuseum in der Oberriexinger Straße zu sehen sein wird. Papp, die selbst „Katzenmama“ ist, sagt im Gespräch mit der BZ, dass es eigentlich ein Paradoxon sei: „Katzen gelten als Schmusetiere, obwohl sie ihre Zuneigung und Gunst oft nur in homöopathischen Dosen vergeben.“

Über 100 Arbeiten aus allen Sparten

Aber gerade diese latente Unberechenbarkeit, die freilich von Katze zu Katze unterschiedlich ausgeprägt ist, macht diese herrlichen Wesen so spannend – daher nun die Ausstellung. Man habe über 100 Arbeiten aus allen Sparten der Bildenden Kunst mit einigen Texten berühmter Autoren kombiniert, verrät Papp. Auf diese Weise werde in dieser Wanderausstellung das besondere Verhältnis von Katze und Mensch vor Augen geführt. Dazu gibt es Exponate aus der Sammlung von Renate und Christian Reimann, auch diese vermitteln eine bemerkenswerte Bandbreite einer Sammelleidenschaft rund um die schnurrenden Vierbeiner.

Damit nicht genug: „Mir schwebt da auch ein interaktives Moment vor, welches die Ausstellung in ihrer Charakteristik noch vervollkommnen und ergänzen könnte“, sagt die Museumsleiterin. Und hier sollen nun die BZ-Leser ins Spiel kommen: „Ja, ich finde, diese sollten uns Fotos von ihren Schätzchen schicken, die wir dann in unsere Ausstellung mit einbetten werden“, so Papp.

Fotos von Katzen erwünscht

Die Leser können ihre Fotos ab sofort unter stadtmuseum@sachsenheim.de zusenden. Papp: „Da wir die Bilder alle auf unseren Großbildschirm im Eingangsbereich einspielen und diese dann als Diashow jeweils durchlaufen, wären Bilder im Querformat wünschenswert.“ Außerdem wäre es schön, wenn der Name und das aktuelle Alter der Katze, fakultativ gerne auch noch der Wohnort von Katze und Herrchen oder Frauchen dazukämen. Eine gewisse Größe sollte aber von Anfang an gewährleistet sein: „Für die Einsendung wäre eine Qualität ab 1 MB sehr hilfreich.“ Dr. Claudia Papp möchte, dass die Bilder bis spätestens Ende Juli eingesendet werden – mit Name, Anschrift, Kontakttelefonnummer, Name und Alter der Katze versehen.

„Wir werden dann über die Sommerferien die besten drei Bilder auswählen. Die Gewinner werden als Preis ihr Siegerbild auf Leinwand, groß gedruckt, erhalten“, erläutert die Museumsleiterin. Und auch alle anderen Teilnehmer werden nicht leer ausgehen: „Diese bekommen einen Trostpreis“, verspricht Papp. Die Übergabe der Preise werde dann voraussichtlich im Rahmen der letzten öffentlichen Führung Ende September stattfinden. Eines ist jedenfalls jetzt schon sicher: „Alle eingesendeten Bilder werden auf den Großbildschirm eingespielt und laufen dann immer während der Öffnungszeiten der Ausstellung durch.“ So werden Minka, Tommi, Charly, Molli, Fritzi und Paula dann, ganz nebenbei, einem größeren Publikum bekannt gemacht. Ganz ohne Kratzen und Beißen, und garantiert auch für Tierhaar-Allergiker geeignet.

 
 
- Anzeige -