Sachsenheim Weg frei für den Wettbewerb

Von Michaela Glemser
Der Feuerwehr-Standort im Kirbachtal wird ab Dezember nächsten Jahres neu gebaut. Die Arbeiten sollen dann starten. Foto: /Martin Kalb

Im Dezember 2026 könnte der Neubau des gemeinsamen Feuerwehr-Standorts Kirbachtal beginnen. 

Nach langen Verzögerungen nimmt das Projekt für den gemeinsamen Feuerwehrstandort im Kirbachtal nun endlich Fahrt auf. In der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses der Stadt Sachsenheim gab der Leiter des Teams Hochbau, Michael Miorin-Bellermann, den Zeitplan für die kommenden Projektschritte bekannt.

Planungswettbewerb für Feuerwehrneubau

Die Ausschussmitglieder beauftragten einstimmig das Stuttgarter Büro „FPZ Zeese Stadtplanung + Architektur“ mit der Begleitung des Planungswettbewerbs für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses. „Das Verfahren muss vor allem transparent sein und ebenso wichtig ist die Moderation des Wettbewerbs. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist bei diesem Büro sehr stimmig“, erläuterte Miorin-Bellermann. Insgesamt waren sechs Planungsbüros für die Wettbewerbsbetreuung angefragt worden, von denen drei ein entsprechendes Angebot abgegeben haben. In Gesprächen mit dem Projektteam um Miorin-Bellermann, Stadtkommandant Philipp Rousta und Joachim Mayer vom Team Hochbau konnten vor allem die Vertreter des Büros aus Stuttgart punkten, die sich sehr engagiert und kompetent gezeigt hatten, sowie bei den Referenzabfragen gute Bewertungen erhielten. Die Vertreter des beauftragten Planungsbüros werden nun gemeinsam mit dem Projektteam die Wettbewerbsunterlagen erstellen und ein Raumprogramm festlegen, um den Planungswettbewerb für den Neubau zeitnah ausloben zu können.

Miorin-Bellermann geht davon aus, dass das Preisgericht im Oktober dieses Jahres tagen wird und der Auftrag an das Architekturbüro, das den Wettbewerb gewinnt, im Januar 2026 erteilt werden kann. Der Baubeschluss für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses könnte dann im Juni 2026 gefasst werden, sodass die Bauarbeiten voraussichtlich im Dezember 2026 beginnen können. Die Bauzeit wird auf etwa 18 Monate geschätzt. Das gesamte Projekt hat ein Volumen von etwa sieben bis acht Millionen Euro, wobei ein Zuschuss von rund 730.000 Euro aus dem „Zuwendungsfonds für das Feuerwehrwesen“ des Landes Baden-Württemberg erwartet wird. Alle Belange des Arten- und Naturschutzes wurden bereits im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens berücksichtigt.

So ist in der Projektbeschreibung des gemeinsamen Feuerwehrstandorts ausdrücklich aufgeführt, dass sich die Eingriffe in den Naturhaushalt auf ein Minimum beschränken sollen. Der entsprechende Bebauungsplan „Feuerwehr Kirbachtal“ war bereits im Dezember 2023 rechtskräftig geworden. Zudem führten die langen Verhandlungen mit dem Land Baden-Württemberg über den Erwerb der rund 7209 Quadratmeter großen Fläche an der Landesstraße L1110 gegenüber dem Schülke`s Hof im Juni vergangenen Jahres zum Erfolg.

Bebauung festlegen und Feuerwehr fusionieren

Die Bebauung wird voraussichtlich einen Baukörper umfassen, der parallel zur Straße ausgerichtet ist und eine Bruttogrundfläche von rund 1490 Quadratmetern auf zwei Stockwerken hat. Zwei Drittel der Fläche sollen im Erdgeschoss untergebracht werden. „Wir hatten bisher einige Verzögerungen bei diesem einzigartigen Modellprojekt des freiwilligen Zusammenschlusses der Feuerwehr-Abteilungen Hohenhaslach, Spielberg und Ochsenbach, aber ich bin froh, dass wir jetzt einen wichtigen Schritt nach vorne machen können“, betonte Sachsenheims Rathauschef Holger Albrich. Ausschussmitglied Lothar Makkens regte noch an, dass sich die Konzeption des Neubaus am gelungenen Standort der Freiwilligen Feuerwehr Straubenhardt orientieren könne, wo sechs Abteilungen zusammengeschlossen sind.

 
 
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