Sachsenheimer Jugendbeirat Jugendliche wünschen sich eine Pumptrack

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Neben dem Kinderhaus Pfiffikus wird ein Jugendtreff gebaut. Dort könnte auch eine Pumptrackanlage errichtet werden.⇥ Foto: Martin Kalb

Jugendbeirat konstituiert sich und plant künftige Projekte in der Stadt. Das Gremium hat ein Anhörungs- und Vorschlagsrecht.

„Selten habe ich mich auf eine Gremiumssitzung so gefreut wie auf die konstituierende Sitzung unseres Jugendbeirats in Sachsenheim. Ich danke unserem kommunalen Jugendreferenten, Nico Blum, für den langen Atem bei diesem Vorhaben in all den Jahren. Im Jahr 2021 ist es absolut angezeigt, dass Jugendliche in unserer Stadt eine Stimme haben“, betonte Bürgermeister Holger Albrich zu Beginn der Online-Sitzung des Sachsenheimer Jugendbeirats am Montagabend.

Der Rathauschef ermunterte die Jugendlichen dazu, von ihrem Mitspracherecht bei bestimmten Themen in der Stadt rege Gebrauch zu machen und ihn sowie die anderen Vertreter der Gemeindeverwaltung gerne anzusprechen. Auch die jugendpolitischen Paten aus den Gemeinderatsfraktionen sicherten den neuen Jugendbeiräten ihre Unterstützung zu.

„Es ist eine spannende Sache, euch zu begleiten. Ich freue mich sehr auf die kommende Zusammenarbeit mit euch“, erklärte Peter Brosi. Seine Ratskollegin Helga Niehues verwies darauf, dass die Jugendlichen mit ihren Anliegen bei ihr jederzeit ein offenes Ohr finden würden. Dies stellte auch Gemeinderat Lars Weydt klar, der den Jugendlichen bescheinigte, schon jede Menge gute Ideen entwickelt zu haben. Unter anderem wurden die Wünsche der Sachsenheimer Jugendlichen im Rahmen eines Online-Workshops abgefragt, der in diesem Jahr das alljährlich stattfindende Jugendforum aus Pandemiegründen ersetzen musste. Die in diesem Workshop gemachten Vorschläge wurden anschließend noch einmal genau bewertet. Die Projekte, die auf den ersten drei Plätzen landeten und damit die meisten Stimmen erhielten, sollen künftig weiterverfolgt werden.

Wunsch nach Pumptrack

„Ich werde in der kommenden Sitzung des Gemeinderats auch über diese Projekte berichten. Vielleicht können wir uns schon darauf verständigen, wie wir dabei weiter verfahren wollen“, schilderte Jugendreferent Blum. So haben die Jugendlichen dafür votiert, dass Basketballkörbe in allen Stadtteilen Sachsenheims installiert werden, eine Pumptrack errichtet wird, und sogenannte „Calisthenics“- Fitnessgeräte an einem geeignete Standort in der Stadt aufgebaut werden. „Wir haben für die Basketballkörbe eine Unterschriftenaktion gestartet. Bei der Pumptrack wollen wir erst bei der Stadtverwaltung nachfragen, ob eine Realisierung des Projekts überhaupt möglich ist. Zudem wollen wir bei den Jugendlichen abfragen, welche Fitnessgeräte gewünscht werden. Dafür sollten wir auch auf Sponsorensuche gehen“, machte Jugendbeirat Laurin Schmid deutlich. Sein Beiratskollege Jan Reisinger ergänzte, dass die Jugendlichen motiviert werden sollten, bei der Verwirklichung der Pumptrack mitzuwirken. „Die Jugendlichen wissen selbst am besten, was sie wollen. Es könnte ein Projekt von Jugendlichen für Jugendliche werden“, unterstrich Jugendbeirat Jan Reisinger. Jugendreferent Blum regte an, ein Label zu entwickeln, das an der Pumptrack-Anlage angebracht werden könne und auf dem die Namen der beteiligten Jugendlichen und eventueller Sponsoren verzeichnet werden könnten. Bürgermeiste Albrich hielt dies für eine sehr gute Idee.

Suche nach Standort

Der Sachsenheimer Rathauschef will zunächst eine geeignete Fläche in der Stadt für eine solche Pumptrack-Anlage suchen und einen Kostenrahmen für dieses Projekt erstellen. „Wir haben als möglichen Standort das Grundstück des überdachten Jugendtreffs angedacht, denn dies gehört schon der Stadt. Aber wir benötigen jetzt ein Signal von der Gemeindeverwaltung und dem Gemeinderat, ob wir dieses Projekt weiterverfolgen können und ob wir dafür ein Budget zur Verfügung haben oder nicht“, erörterte Jugendreferent Blum.

Bürgermeister Albrich versprach, dem Jugendbeirat entsprechende Antworten zukommen zu lassen. Beim Wunsch nach den Basketballkörben und bei den Fitnessgeräten sollen nochmals Umfragen unter den Jugendlichen gestartet und die Planungen konkretisiert werden. Neben diesen Projekten will sich der Jugendbeirat künftig um Themen der Verkehrssicherheit, um den Ausbau und die Instandhaltung der Rad- und Fußwege, um die Fahrradmobilität, um die Gestaltung und Nutzung der öffentlichen Plätze, um Veranstaltungen und Kultur, um die Ausstattung der Schulen, um die Stadtplanung und die Mitwirkung an der Stadtputzede kümmern.

Die Sitzungen des Jugendbeirats sollen grundsätzlich öffentlich sein, und allen Jugendlichen zwischen 14 und 21 Jahren in der Stadt wird ein Anhörungs- und Vorschlagsrecht gewährt. ⇥⇥Michaela Glemser

 
 
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