Sachsenheimerin schreibt Yoga-Buch für Frauen Ein Bewusstsein schaffen für die Körpermitte

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Die Sachsenheimerin Gabi von Witzleben hat das Yoga-Buch „Venus Yoga“ herausgebracht. Der Fokus liegt auf dem Beckenboden. ⇥ Foto: Trias-Verlag/Simone Schneider

Die Yoga-Lehrerin Gabi von Witzleben hat ein Buch herausgebracht, das sich mit dem weiblichen Körper und besonders dem Beckenboden befasst.

Yoga lebt von der Menschlichkeit und davon, den einzelnen anzunehmen und zu begreifen“, sagt Gabi von Witzleben im Gespräch mit der BZ. Jeder dürfe kommen wie er ist, „niemand muss sich verbiegen“, das Eingehen auf die Menschen sei ihr wichtig.

Die Sachsenheimerin gibt seit elf Jahren Yoga-Kurse, seit sechs Jahren auch in der Yoga-Werkstatt Sachsenheim. Das Eingehen auf Menschen hat die Yoga-Lehrerin in einem anderen Lebensabschnitt erlernt und nun in ihre Yoga-Stunden einfließen lassen. Von Witzleben war viele Jahre als Obergerichtsvollzieherin im Justizdienst tätig, bevor sie Yogini wurde.

Unterschiedliche Gruppen

Aktuell gebe sie coronabedingt viel Einzelunterricht, sonst aber auch Kurse in Firmen oder auch Stunden für Senioren. Neben ihrer Ausbildung zur Yoga-Lehrerin, absolvierte von Witzleben auch eine Zusatzausbildung in Yoga-Therapie. Sie erschuf ihren ganz eigenen Yoga-Stil. Darauf aufbauend gab die 49-Jährige Kurse für Frauen in der zweiten Lebenshälfte, die sich viel mit dem Beckenboden befassten. „Viele junge Teilnehmerinnen waren aber auch an den Kursen interessiert, daher weitete ich das Konzept auf ein Yoga der Weiblichkeit aus und gab ihm den Namen ‚Venus-Yoga’“, sagt die zweifache Mutter. Die Sachsenheimerin unterrichtet ihren Yoga-Stil in Fortbildungen und Seminaren. „Ich habe für die Teilnehmerinnen immer Manuskripte erstellt.“ So entstand bereits vor sechs Jahren die Idee, ein Buch zu schreiben, berichtet die Yoga-Lehrerin. „Während meiner Ausbildung zur Heilkräuterpädagogin lag das Manuskript jedoch erst einmal in der Schublade.“ Dann jedoch setzte sie sich dran. Etwa ein Jahr habe sie geschrieben, gefeilt und formuliert, „am liebsten morgens direkt nach dem Aufstehen, da war meine Inspiration am größten.“

Im Trias-Verlag erschienen

Inzwischen ist das etwa 100-seitige Yoga-Buch „Venus Yoga – Kraft und Sinnlichkeit: Die besten Übungen für Ihren Beckenboden“ im Trias-Verlag erschienen. „Das war eine wunderbare Zusammenarbeit“, lobt von Witzleben. Vor allem die Arbeit mit der Lektorin sei intensiv gewesen. „Wir haben zusammen an Formulierungen gefeilt, jedoch wurde mein Stil beibehalten. Wenn das Schülerinnen von mir lesen, erkennen sie meine Sprache und meine Art zu sprechen wieder“, das ist der Sachsenheimerin wichtig.

In der Einleitung werden die Aufgaben des Beckenbodens erklärt, aber auch die Scham, die in der Vergangenheit mit dieser Körperstelle verbunden war. Es gab keine Rückbildungskurse für Frauen nach der Entbindung und auch die zentrale Rolle eines starken Beckenbodens während der Wechseljahre sei nicht in der Gesellschaft thematisiert worden. Daraus seien Probleme mit der Blase oder mit Organsenkungen entstanden.

„Alles rund um das Becken war anrüchig und mit Scham besetzt“, so von Witzleben. Die in ihrem Buch beschriebenen Übungen sollen Abhilfe schaffen und Frauen ermöglichen, wieder mit ihrer Körpermitte, dem Zentrum der Kraft, in Einklang zu kommen. Das Konzept von Venus-Yoga ruht auf vier Säulen, erklärt die Erfinderin des Yogas der Weiblichkeit: Den Asanas, also den körperlichen Yoga-Übungen und den Beckenboden-Übungen, die ein bewusstes Kräftigen dieser Körperstelle fokussieren.

Ebenso gehören bewusst wahrgenommene Atem- sowie Entspannungsübungen zum Venus-Yoga. Im Buch werden verschiedene Übungen gezeigt, die auch bebildert sind. „Venus-Yoga ist ein weicher und geschmeidiger Yoga-Stil“, erklärt die Autorin. Es werde durch die Dehnung des Körpers Stabilität und Leichtigkeit geschaffen, aber auch Energie und Vitalität geschöpft. „Ich möchte auch im Alltag ein Bewusstsein schaffen, wie man sich richtig hinsetzen und aufstehen sollte, aber auch für das richtige Tragen von Lasten“, so von Witzleben. Das Buch sei ihr „Herzensprojekt“ gewesen. „Ohne meinen Mann Lewin hätte ich das nicht geschafft. Er hat mir viel Arbeit abgenommen und den Rücken frei gehalten.“

www.yoga-spirit-nature.de

 
 
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