Sängerkranz Bietigheim-Bissingen Projektstart der Chorwerkstatt

Von Helga Spannhake
Die erste Probe der Chorwerkstatt„Der Himmel kann warten“ des Sängerkranzes hat im Enzpavillon stattgefunden. Foto: /Oliver Bürkle

Das Motto des Sängerkranzes lautet „Auf jede Stimme kommt es an“. Zur neuen Chorwerkstatt sind daher alle Interessierten eingeladen. 

Das Motto des Sängerkranzes Bietigheim lautet „Auf jede Stimme kommt es an“ und es soll deutlich machen, dass es keinerlei Bedingungen für das Mitsingen in diesem Chor gibt – außer gern zu singen. Zur neuen Chorwerkstatt sind daher alle Interessierten zum Mitmachen eingeladen.

Der Spaß steht beim Sängerkranz Bietigheim an erster Stelle. Das unbeschreibliche Gefühl mit vielen Gleichgesinnten auf einer Bühne zu stehen, großartige Lieder zu singen, die das Publikum mit viel Applaus honoriert, das sei Gänsehautgefühl pur und mache süchtig, ist auf der Homepage des gemischten Chores zu lesen.

„Hurra, wir leben noch!“

Bereits seit 1860 existiert der Sängerkranz Bietigheim und vor fünf Jahren noch zählte man 80 Singbegeisterte. Wie bei so vielen Vereinen in der Region, kam es jedoch zu einer Ausdünnung durch die Corona-Pandemie: „Vor allem Ältere haben aufgehört und jetzt sind wir nur noch gut 20“, sagt der Vorsitzende Karl-Heinz Menrath mit Wehmut in der Stimme. Daher ist der Verein stets bemüht, neue Menschen zum Singen zu verführen und das gelang ihm bereits im vergangenen Jahr mit dem Post-Corona-Schlachtruf „Hurra, wir leben noch!“ Für ein volles Haus und beseelte Konzertgäste habe diese Chorwerkstatt gesorgt. Nun soll mit der konsequenten Fortsetzung unter dem Titel „Der Himmel kann warten“ an diesen Erfolg angeknüpft werden.

Chorwerkstatt mit Gästen

Eine erste Probe gab es bereits, zu der aufgrund massiven Regens allerdings nur zwei Frauen zusätzlich zum Chor erschienen: „Aber ihnen hat es gut gefallen“, weiß Karl-Heinz Menrath und hofft, dass zur nächsten Probe der Chorwerkstatt am 10. April um 19 Uhr noch mehr neue Sängerinnen und Sänger in den Bietigheimer Enzpavillon kommen werden.

Ein fester Bestandteil der Chorwerkstatt ist die Einladung von Gästen. Waren es im letzten Jahr ein Gesangsduo sowie ein Perkussionist, ist diesmal die Bietigheimer Gruppe Garmonia mit von der Partie. Beim anderthalbstündigen Konzert am 13. Juli in der Pauluskirche in Buch, dass das Projekt abschließt, werden der Sängerkranz und Garmonia im 15 Minutentakt abwechselnd auf der Bühne stehen.

Zu Beginn und am Ende ist jeweils ein gemeinsames Lied geplant, was aber erst einmal geprobt werden muss: „Hey, da ist Musik für dich, denn Musik das ist nun mal international“ – so lautet der Refrain eines der Stücke, das gerade zusammen einstudiert wird: „Es gibt da einen Unterschied, denn wir haben vier Stimmgruppen im Chor, bei Garmonia gibt es zwei Altbereiche, also insgesamt fünf Gruppen und da müssen wir zusammenfinden“, erklärt Menrath kleine Tücken aus dem Probenalltag.

Da sich die Menschen im Publikum aufgrund des besseren Textverständnisses gern und vor allem deutsche Texte wünschen, singt der Sängerkranz vorwiegend in seiner Muttersprache: „Es gibt doch eine ziemliche Abneigung gegen fremdsprachige Texte und daher suchen wir englischsprachige Lieder heraus, zu denen es einen deutschen Text gibt“, berichtet Menrath.

Bei der letzten Chorwerkstatt erklang zum Beispiel der bekannte Louis-Armstrong-Song „What a Wonderful World“ in der deutschen Fassung „Wunderbar ist die Welt“.

Michael Jackson und Karel Gott

Ein Klassiker unter den Popsongs ist Michael Jacksons „Heal the World“ und hierzu dichtete der Sängerkranz sogar einmal selbst: „Diese Welt könnte viel besser sein für dich und für mich.“ Es wurde erstmals beim 150-jährigen Jubiläum 2010 dargeboten, von den Zuhörern bejubelt und ist im neuen Programm wieder dabei.

Erklingen wird außerdem „Schön ist der Morgen“ (im Original „Morning Has Brocken“) und Karel Gotts deutsche Version „Für immer jung“ des Alphaville Hits „Forever Young“. Versprochen wird insgesamt eine musikalische Zeitreise durch die letzten 60 Jahre mit schönen Liedern, die jeder kennt und die Spaß vermitteln – sowohl dem Chor als auch dem Publikum. 

 
 
- Anzeige -