Sandschule in Bietigheim-Bissingen Wasserschaden zwingt Schule zum Improvisieren

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Trocknungsarbeiten in einem der betroffenen Räume in der Sandschule. Foto: Sandschule

Aufgrund eines defekten Ventils sind in der Sandschule in den Sommerferien sechs Räume vollgelaufen. Die Reperaturen dauern an.

Schreck in den Sommerferien bei der Sandschule: Eine Lehrerin, die sich auf ihre Prüfung vorbereitete, stellte fest, dass Wasser in einigen Räumen stand. Wie sich herausstellte, war aufgrund eines defekten Eckventils im ersten Stock Wasser ausgelaufen, das insgesamt sechs Klassenräume und die angrenzenden Flure beschädigte. Inzwischen sind vier Wochen vergangen und die Trocknungsmaßnahmen werden voraussichtlich am Wochenende beendet. Doch bis alle Räume wieder nutzbar sind, wird es noch eine Weile dauern.

Für den Schulbetrieb nach den Ferien musste Schulleiterin Iso Steigelmann daher improvisieren. Weil die Raumsituation in der Sandschule ohnehin beengt ist, konnten nicht alle Klassen dort unterrichtet werden. Nach dem Eintreffen der Erstklässler am 20. September, eine Woche nach dem Schulstart, musste eine Klasse, die 3a, pendeln. Die Buchschule hatte „Asyl“ angeboten, so die Rektorin. Seitdem fährt die Klasse jeden Tag mit einem Spillmann-Bus dorthin. Der Bus holt sie morgens ab und bringt sie mittags wieder zurück.

Am ersten Tag habe es Probleme gegeben, weil eine Lehrerin in einen Linienbus einstieg, schildert die Schulleiterin. Doch mittlerweile habe sich das Ganze eingespielt.

Eltern wollen mehr Infos

Aus Elternsicht sieht man das indes anders. Wie zu hören ist, sei der Informationsfluss nicht frühzeitig und ausreichend gewesen, man habe immer wieder nachfragen müssen. Auch ein Infoabend habe man sich gewünscht. Bemängelt wird von Elternseite auch, dass durch das Pendeln an die Buchschule Unterrichtszeit verloren gehe. Die Schulleiterin hofft nun, dass das Provisorium maximal eineinhalb bis zwei Wochen dauern wird. Die betroffenen Räume sind unterschiedlich von dem Wasserschaden betroffen. In zwei Zimmern könne unterrichtet werden, so Iso Steigelmann. Die Elektronik habe man aber noch nicht überprüft.

Anette Hochmuth, die Sprecherin der Stadtverwaltung, geht davon aus, dass vier der Räume relativ schnell, das heißt nächste Woche, wieder hergerichtet sind. Bei zwei Räumen seien die Schäden größer, hier werde es etwas länger dauern. So müsse dort der ganze Fußboden neu aufgebaut werden.

Kosten: 30 000 bis 40 000 Euro

Der Fall erinnert an den Wasserschaden, der 2019 in der Realschule im Aurain zu verzeichnen war (siehe Infokasten). Allerdings belaufen sich die Kosten im Falle der Sandschule nur auf einen Bruchteil der Summe, die für die Aurainschule fällig wurde. Der Schadensumfang sei grob mit 30 bis 40 000 Euro beziffert worden,  berichtet Sprecherin Anette Hochmuth. Diese Summe sei der Versicherung gemeldet wurden, teilt. „Allerdings kann erst nach Abrechnung aller Kosten genau berechnet werden, was von der Versicherung übernommen wird.“ So sei zum Beispiel bei der Erneuerung der Fußbodenbeläge ein Eigenanteil von der Stadt zu tragen, da diese dann neuwertig sind. Schulleiterin Steigelmann weist auch darauf hin, dass nicht alles, was in den Räumen an Materialien und Mobiliar durch das Wasser beschädigt wurde, von der Versicherung abgedeckt sei.

 
 
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