Sanierung am Lichtenstern-Gymnasium Sachsenheim Sporthalle erhält einen neuen Sockel

Von Michaela Glemser
Die Sporthalle am Lichtenstern-Gymnasium benötigt einen neuen Sockel. Foto: Martin Kalb

Wegen der Schäden muss die Westfassade der Halle am Lichtenstern-Gymnasium saniert werden.

Die Westfassade der Sporthalle am Lichtenstern-Gymnasium zeigt im Sockelbereich deutliche Schäden durch Feuchtigkeit. Die Glasfassade, die auf einem Holzbalken gründet, droht einzustürzen, weshalb die dortige Tribünenseite seit 2019 für Besucher gesperrt ist. Eine provisorische Sicherungskonstruktion wurde angebracht.

Hohe Kosten

Die Westfassade, die im Jahr 2003 errichtet wurde, muss daher dringend erneuert werden. Die Fenster sollen ausgetauscht, ein Betonsockel erstellt und insgesamt eine Aluminium-Glas-Konstruktion aufgebaut werden. Das beauftragte Architekturbüro aus Ludwigsburg beziffert die Kosten für die Sanierung und die energetische Ertüchtigung der Anschlüsse auf rund 463 000 Euro. Hinzu kommen 50 000 Euro für neue Brandschutzklappen in den Lüftungskanälen zwischen dem Technikraum im Hallenuntergeschoss und den Umkleiden. Dieses Erneuerungsvorhaben war im Rahmen einer Brandschutzschau in der Sporthalle von den Fachleuten gefordert worden.

Da die dreiteilige Sporthalle in den Abendstunden und an Wochenenden auch von den Sachsenheimer Vereinen für den Trainings- und Wettkampfbetrieb genutzt wird und von den derzeit 666 Schülerinnen und Schülern des Lichtenstern Gymnasiums nur zu Unterrichtszeiten, wurde zwischen der Stadt und der Schulstiftung der Privatschule vertraglich vereinbart, dass sich die Stadt zu zwei Dritteln an den Kosten für Bauunterhaltung und Betrieb der Sporthalle beteiligt.

Dazu erklärten sich die Sachsenheimer Gemeinderäte in ihrer Sitzung auch beim Erneuerungsvorhaben bereit, das Schulleiter Reinhart Gronbach nochmals detailliert vorstellte. Gemeinderat Hugo Ulmer merkte an, dass die Sanierungskosten für ein Gebäude, das gerade einmal 18 Jahre alt sei, sehr hoch seien.

Folge eines Fehlers?

Sein Fraktionskollege Hans-Günther Neumann stellte sogar in Frage, ob es sich bei den Problemen im Sockelbereich nicht um die Folge eines Planungsfehlers handele und schon beim Bau ein Betonsockel hätte erstellt werden sollen. Schulleiter Gronbach erwiderte, dass bereits alle Haftungsansprüche geprüft worden seien.

Die Sanierung soll im Frühjahr 2022 beginnen und bis Ende 2022 fertiggestellt sein, wobei mit Hilfe einer Abschottung der Sportbetrieb in der Halle auch während der Bauarbeiten möglich sein soll. Mittel- bis langfristig sollen in besagter Sporthalle auch die Beleuchtung auf LED-Technik umgestellt, das Flachdach erneuert, die Raumakustik verbessert und die Energiestandards modernisiert werden.

 
 
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