Schäferlauf Markgröningen Lauf übers Stoppelfeld: Bekannte Siegerin, neuer Sieger

Von Helga Spannhake
Das Siegerpaars des Schäferlaufs übers Stoppelfeld: Jana Deufel aus Schwenningen und Kilian Gulde aus Salem gewannen ihn. Foto: /Oliver Bürkle

Beim Höhepunkt, dem Lauf der Schäferinnen und Schäfer, nach dem das Fest benannt wurde, fieberte das Publikum mit.

Mit dem Markgröninger Marsch, der Hymne und Liebeserklärung an die Schäferlaufstadt, gespielt vom Musikverein Stadtkapelle unter der Leitung von Komponist Georg ter Voert begann das Festgeschehen auf dem Stoppelfeld. Voller Inbrunst wurde der Text mitgesungen bevor Szenen aus dem Schauspiel „Der treue Bartel“ zu Buhrufen und Jubel führten. Denn wie gewohnt huldigte das Publikum den treuen Schäfer Bartholomäus, buhte aber seine Widersacher aus.

Beginn der Wettläufe

Bürgermeister Jens Hübner freute sich über die vollen Tribünen und obwohl es inzwischen sein vierter Schäferlauf ist, habe sich noch keine absolute Routine eingestellt, erzählte er: „Denn jedes Jahr gibt es neue Herausforderungen“. Das Wetter bildete diesmal zumindest keine – der Boden des Stoppelfelds war perfekt zum darüberrennen. Den Anfang der Wettläufe machten die Kinder beim Sacklaufen, gefolgt von den Wasserträgerinnen bevor der Höhepunkt und Namensgeber des Festes anstand: Der Lauf der Schäferinnen und Schäfer barfuß über das 300 Schritt lange Stoppelfeld. Festreiterin Lisa Linckh vermeldete dem Festkomitee neun Damen für den ersten Durchgang. Nach dem Startzeichen stürmten sie los, schnell setzte sich die amtierende Schäferkönigin Jana Deufel aus Schwenningen an die Spitze und war nicht mehr zu schlagen: „Ich spiele Fußball und dadurch trainiere ich ja quasi jede Woche“, verriet sie im Anschluss noch ganz außer Atem und sie freute sich über ihren erneuten Sieg.

Sieben Schäfer standen am Ende des Stoppelfelds im Anschluss bereit, um zu schauen, wer von ihnen gewinnt.

Neuer Sieger bei den Männern

War im letzten Jahr Jannick Belz aus Gundelsheim-Höchstberg der Schnellste, so musste er sich diesmal geschlagen geben und die Schäferkönigkrone ging an Kilian Gulde aus Salem: „Die Konkurrenz war da, hat sehr viel Spaß gemacht“, erklärte er und auch er hatte nicht extra für den Schäferlauf trainiert, aber das tägliche den Schafen hinterherrennen, reiche aus als Training, erklärte er. Nach der Krönungszeremonie führte die Markgröninger Schäfertanzgruppe ihren traditionellen Reigentanz zu Ehren des Königspaares auf, den das Publikum mit viel Applaus kommentierte.

 
 
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