Die Bönnigheimer identifizieren sich mit ihrem Schloss“, kommentiert Andreas Koschmieder vom Kulturfenster Bönnigheim die Tatsache, dass in der Ausstellung „Du – ich – unser Bönnigheim“ das Motiv auf fast der Hälfte der abgegebenen Fotos vorkommt – von vorne, von der Seite, als Hintergrund, im Winter, im Sommer, nachts. Wie passend, da die Ausstellung im Schloss stattfindet.
Schloss Bönnigheim Das meistfotografierte Motiv ist das Schloss
Die Fotoausstellung „Du – ich – unser Bönnigheim – Bilder einer Stadt“ ist ab Freitag zu sehen. 50 verschiedene Stadtansichten geben ein besonderes Bild.
Emotionale Einblicke
Das Kulturfenster Bönnigheim hatte vor zwei Jahren die Idee initiiert, dass Bürger und Bürgerinnen mit Fotos zeigen, wie sie ihre Stadt sehen, mit was sie sich identifizieren, was ihnen an Bönnigheim gefällt. Es ging nicht um die perfekte technische und künstlerische Umsetzung, sondern um „emotionale Einblicke und Identifikationen in und mit Bönnigheim“, so Koschmieder. „Getarnt“ wie er sagt, als Wettbewerb, sollte die Fotoausstellung zeigen, was an Bönnigheim aus ganz persönlicher Sicht attraktiv ist – und zusätzlich das Schloss beleben, zumindest für zwei Wochenenden.
Zeig mir dein Bönnigheim
Eingereicht wurden 50 Fotos. Darunter so typische Ansichten von Bönnigheim wie eben das Schloss, die Ganerbenburg, die Weinberge, die Innenstadt, der Michaelsberg, die Cyriakuskirche. Aber auch Streuobstwiesen, Straßen im Schnee versunken, ein Boulespieler vor dem Schloss, Ulrich Tukur lesend im Schloss, Bülent Ceylan im Kulturkeller am Burgplatz oder ein Vogel im Garten oder Kinderwagen schiebende Mutter und Tochter – die Blicke auf die Stadt sind individuell und persönlich. „So nach dem Motto, zeig mir dein Bönnigheim“, sagt Koschmieder. Alle zwei Jahre soll diese Ausstellung wiederholt werden.
Am kommenden Wochenende findet das Musik-Kultur-Wochenende vor dem Schloss statt, geeigneter Zeitpunkt laut Koschmieder, auch das Schloss selbst zu öffnen und die Fotos zu zeigen. „Das Schloss muss wieder mehr in den Mittelpunkt rücken für die Bürger und Bürgerinnen“, sagt Koschmieder.
Zehn Fotos wurden von einer Jury ausgewählt und auf große Leinwände gezogen, sie werden nach der Ausstellung in Geschäften und im Rathaus gezeigt. Dann bekommen die zehn Fotografen das große Bild als Gewinn. Gesponsert wurde die Ausstellung von fünf Bönnigheimer Betrieben.
