Derzeit bringt Rektorin Dagmar Nitsche in der Grundschule 99 Kinder unter einen Hut, sprich in sechs Klassenzimmer unter. Das ist schon knapp, sagt die Schulleiterin, sodass Musiksaal, Kunstraum und die Schönenberghalle als zusätzlicher Betreuungsraum herhalten müssten, zum Teil auch als Unterrichtsort.
Schule Freudental Ein Container als Klassenzimmer
In Freudental fehlt zum Schuljahr 2026/27 ein Unterrichtsraum, dafür soll ein Provisorium angeschafft werden.
Bis 2029 an die 50 Schülerinnen und Schüler mehr
Im kommenden Schuljahr werden aber schon 114 Kinder erwartet, bis zum Schuljahr 2029/30 seien es 146 Kinder. Da reiche, so Nitsche die Zahl an Unterrichtsräumen bei Weitem nicht. Zudem müssen wohl mehrere Jahrgänge geteilt werden. Ab 29 Schüler und Schülerinnen muss eine Klasse geteilt werden. So werden im kommenden Schuljahr drei Klassenstufen zweizügig sein, also sieben Klassen wird die Grundschule dann haben. Ein Klassenzimmer wird also nach den Sommerferien fehlen.
Deswegen wandte sie sich an Freudentals Bürgermeister Alexander Fleig, der das Thema sofort auf die Tagesordnung der Sitzung des Gemeinderats am vergangenen Mittwoch setzte. Er lud Nitsche ein, einen aktuellen Bericht zur Schulsituation zu geben. Im Anschluss stimmte der Gemeinderat darüber ab, ob man zur Schaffung eines zusätzlichen Klassenzimmers die Aufstellung eines Containers beauftragen könne. Dieser habe eine Fläche von 12,5 mal 6 Meter und gibt 20 Schülern Platz.
Nachdem Nitsche Raum-, Personal- und Betreuungssituation vorgestellt hatte, stimmte der Rat der Aufstellung eines Containers am Haupteingang der Grundschule einstimmig zu, sodass ein Baugesuch eingereicht werden kann. Der Verwaltung wurde zudem genauso einstimmig der Auftrag gegeben, mit Herstellerfirmen in Kontakt zu treten, Angebote einzuholen und eine mögliche Zeitschiene abzuklären. In der Juni-Sitzung des Gemeinderats soll dann eine Entscheidung getroffen werden.
Der Gemeinderat sah zwar die Notwendigkeit, durch einen Container einen Klassenraum zu gewinnen, war aber mit dem geplanten Standort zuerst nicht einverstanden. Doch der Bürgermeister und die Rektorin waren vorbereitet: Bei einem Rundgang mit einem Vertreter der Unfallkasse und dem Feuerwehrkommandanten wurde der mögliche Stellplatz auf dem Parkplatz der Schönenberghalle aus Sicherheitsgründen verworfen. Eine weitere Möglichkeit war die Rasenfläche unterhalb des Pausenhofs. Dann, so Nitsche, müssten die Kinder aus dem Container den Weg zum Haupteingang an der Schule entlanglaufen, wo es keinen Weg gibt, um zur Toilette zu kommen, was länger dauert und bei Regen unkomfortabel sei. Zudem werde, so Nitsche, die Rasenfläche als Spielbereich in der Pause genutzt. Also fiel die Entscheidung, den Container gegenüber des Eingangs zur Schule aufzustellen, sodass die Kinder schnell im Hauptgebäude sind. Zur Straße soll ein Bauzaun für Sicherheit sorgen.
Möblierung muss angeschafft werden
Ob der Container gekauft oder geliehen werde, so Fleig, stelle sich nach der Einholung von Angeboten heraus. Das Mobiliar, so Nitsche, müsse wohl gekauft werden, man habe keine Stühle und Tische übrig. Zudem seien die vorhandenen so alt, dass man auch für die anderen Klassenzimmer nach und nach neue Möblierung anschaffen müsse, warnte sie den Gemeinderat schon mal vor.
