Schulen in Bönnigheim 1,28 Millionen Euro für Digitalisierung

Von Birgit Riecker
Die Stadt Bönnigheim investiert in die Digitalisierung ihrer Schulen und koordiniert künftig auch IT-Service und Support, was bisher aufs Schulbudget ging.⇥ Foto: Friso Gentsch/dpa

Der Gemeinderat vergibt 1,28 Millionen Euro für die Ausstattungsaufträge für die Ganerben- und Spohie-La-Roche-Realschule sowie das Alfred-Amann-Gymnasium.

Große Ausgaben tätigt die Stadt für die Digitalisierung ihrer drei Schulen, der Ganerbenschule, der Sophie LaRoche-Realschule und das Alfred Amann-Gymnasium. Der Gemeinderat vergab in der jüngsten Sitzung Ausstattungsaufträge für rund 1,28 Millionen Euro.

Der Aufbau der Netzwerkinfrastrukturen war in zwei Lose unterteilt: Die Netzwerkertüchtigung und dessen Ausbau ging an die Firma Elektro Service Kunst GmbH in Neckarsulm für knapp 120 000 Euro. Die aktiven Netzwerkkomponenten liefert die Firma Innovative Datensysteme GmbH Indasys in Stuttgart für gut 98 000 Euro. Weiter vergeben wurde der Rahmenvertrag für den IT-Warenkorb. Endgeräte und Zubehör liefert demnach die Firma H&G Hansen & Gieraths in Bonn für knapp 631 000 Euro. Die Präsentationstechnik und das Zubehör kommen von der Firma Thies Bürotechnik in Stadtlohn für knapp 268 000 Euro.

Es gibt auch Leihgeräte

Nachträglich stimmte der Gemeinderat der Beschaffung von End- und Leihgeräten für die Lehrkräfte zum Preis von knapp 66 000 Euro (Hansen & Gieraths) sowie von Server und Software zum Preis von gut 97 000 Euro (Indasys) zu und ermächtigte die Verwaltung die noch laufende Ausschreibung für den IT-Service und Support an den günstigsten Bieter vorzunehmen.

Sobald die Gesamtkosten vorliegen, kann die Stadt auch sagen, wie viel sie davon selbst bezahlen muss. Denn es gibt hohe Förderungen aus verschiedenen Töpfen wie dem Digitalpakt von Bund und Land, der Verwaltungszusatzvereinbarung hierzu und der Corona-Soforthilfe/Zukunftsland Baden-Württemberg.

Fördermittel reichen nicht

Allerdings warnte Fachbereichsleiterin Alexandra Kindler bereits, dass die Fördermittel nicht ausreichen werden. Die gute Nachricht: Trotz Halbleitermangel gehe es gut voran. Zeitliche Verzögerungen blieben jedoch nicht ganz aus. Einige Komponenten sollen bereits in den Herbstferien installiert werden. Doch auch danach werden noch Arbeiten notwendig werden und sich bis ins Jahr 2022 ziehen. „Wir können noch nicht sagen, wann alles läuft“, sagte Bürgermeister Albrecht Dautel, der kurzfristig den erkrankten Fachmann und Ausschreibungsbetreuer Marc El-Damhougi von der Firma loesungenfinden.org vertreten musste. Dautel betonte, dass es künftig einen gemeinsamen Server für alle Schulen geben werde und alle Schulen eine gleichwertige Ausstattung erhalten sollen.

Für IT-Service und Support gibt es ebenfalls eine gemeinsame Lösung: Sie werden künftig von der städtischen IT koordiniert und sind damit nicht mehr Bestandteil des jeweiligen Schulbudgets.

 
 
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