Seniorengerechtes Wohnen in Ingersheim Wohnresidenz: Arbeiten im Zeitplan

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Der Rohbau der Wohnresidenz auf dem früheren Cramer-Wanner-Gelände. Ende des Monats beginnt die Heimstiftung mit dem Innenausbau. Alle Wohnungen werden vermietet.⇥ Foto: Martin Kalb

Auf dem ehemaligen Cramer-Wanner-Gelände entstehen 32 seniorengerechte Wohnungen. Sie dienen Menschen mit Pflegebedarf.

Viel Licht, großzügige Räume, freundliche Farben: Im Rohbau der „WohnenPlus Residenz“ an der Bietigheimer Straße auf dem ehemaligen Cramer-Wanner-Gelände in Ingersheim sind die Arbeiten zügig fortgeschritten. „Wir sind absolut im Zeitplan“, sagt Peter Hettig, Regionaldirektor der evangelischen Heimstiftung. „Ende des Monats werden wir mit der Innenausstattung beginnen können.“

Die 32 seniorengerechten Ein- bis Zwei-Zimmer-Appartments vermitteln jetzt schon eine freundliche Atmosphäre. Bodentiefe Fenster bieten einen Ausblick auf die Umgebung, jede Wohnung verfügt über einen Balkon. Bodenbeläge und sanitäre Anlagen sind bereits fertiggestellt, Elektroarbeiten werden noch ausgeführt.

Auch in den Räumen für die Tagespflege, in der bis zu 15 Personen täglich von 8 bis 18 Uhr, an sieben Tagen die Woche, betreut werden können, strahlen die Wände schon in freundlichen Pastellfarben. „Wir denken, die ruhigen Farben wirken sich auch auf die Gruppe aus“, sagt Peter Hettig. Man habe bei der Planung darauf geachtet, „Weite und Helligkeit ins Haus zu bringen“. Die Wohnungen selbst sind in neutralem Weiß gehalten, können aber farblich auch den Wünschen der Mieter angepasst werden.

Das Konzept der „WohnenPlus Residenz“ fasst Peter Hettig so zusammen: „Wir schaffen hier Möglichkeiten für Menschen mit Pflegebedarf, die auch hier wohnen bleiben können.“ Damit, so Kerstin Wulle, die als Hausdirektorin des Karl-Ehmer-Stifts auch die Hausleitung in der Residenz übernehmen wird, bestehe ein wesentlicher Unterschied zum betreuten Wohnen: „Die Residenz ist keine Alternative zum betreuten Wohnen, sondern ausschließlich für Bewohner mit Pflegebedarf gedacht.“

Alle Wohnungen werden vermietet, an Einzelpersonen oder auch Partner. „Für die Partner bieten sich hier viele Freiräume“, erklärt Kerstin Wulle. So könne der pflegebedürftige Partner ein paar Stunden in der Tagespflege im Haus mit professioneller Betreuung verbringen, während der andere Partner in Ruhe Besorgungen machen kann.

Ein öffentlicher Quartiersraum im Haus dient den Bewohnern der Residenz und den Ingersheimer Bürgern als Treffpunkt für Begegnungen wie Veranstaltungen oder Vorträge, kann aber auch für Feste genutzt werden.

Im Landkreis Ludwigsburg ist die „WohnenPlus Residenz“ die erste Einrichtung ihrer Art, deren Konzept von der evangelischen Heimstiftung darauf ausgelegt ist, dass durch „Selbstbestimmung, Teilhabe und geteilte Verantwortung“ Senioren mit unterschiedlichem Pflege- und Betreuungsbedarf möglichst lange in gewohnter Umgebung autonom leben können. „Die Bedürfnisse der zukünftigen Pflegebedürftigen ändern sich“, meint Kerstin Wulle.

Dazu gehöre, so viel wie möglich am Gemeindeleben teilzuhaben, selbstbestimmt zu wohnen und zu leben, eigenständige Aufgaben noch mit Hilfe der Angehörigen ausführen zu können, aber auch die Gewissheit, Dienstleistungen der in der Residenz tätigen mobilen Dienste in Anspruch nehmen zu können. Neben Serviceleistungen wie 24-Stunden-Service, sozialer Betreuung oder Organisation von Kultur- und Freizeitangeboten können außer der Tagespflege auch Alltagsbegleitung oder weitere Leistungen gewählt werden.

Auch in der Nacht steht ein Mitarbeiter der Residenz im Haus zur Verfügung. „Wir haben schon sehr viele Anfragen“, so Kerstin Wulle, in erster Linie von Ingersheimern, aber auch aus den umliegenden Gemeinden. Die Außenarbeiten schreiten ebenfalls voran. „Im Sommer können dann unsere Bewohner hier auf der Terrasse sitzen und miteinander das schöne Wetter genießen.“

 
 
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