Sersheim Es knatterte rund ums Schützenhaus

Von Markus Wirth
Ehrensache, dass bei einem Kreidlertreffen auch die legendäre Florett (vorn) nicht fehlen darf. Foto: /Oliver Bürkle

Beim großen Kreidler- und Mofatreffen wurde reichlich gefachsimpelt.

Am Sonntag roch es rund ums Schützenhaus recht würzig nach Zweitaktgemisch, denn es hatten sich einmal mehr Freunde von Kreidler-Mofas und -Mokicks zu ihrem munteren Jahrestreffen zusammengefunden, um ihr Hobby gemeinsam zu teilen, um zwei Ausfahrten zu machen und auch, um ordentlich „Benzin zu reden“.

Natürlich war nicht nur die Kornwestheimer Markenlegende präsent, sondern auch alle anderen Marken, die ab den 1950er-Jahren die bundesdeutsche Jugend mobil gemacht hatten.  So gab es knatternde Zweiräder von NSU, Solo, Puch, Zündapp, Herkules, Rixe, Dürkopp zu bestaunen, die meisten top-gepflegt und entweder in mühseliger Kleinarbeit restauriert oder aber im bestechenden Originalzustand.

Eines der wohl wertvollsten Exponate – welches allerdings kein Mofa, sondern eine ausgewachsene Rennmaschine war – stellte die äußerst rare SMZ (Schlögl-Mang-Zender mit 250 Kubik) dar, die 1975 von Sepp Schlögl und der Rennlegende Anton „Toni“ Mang zusammengebaut worden war, wie Organisator Achim Munz, der früher selbst Motorradrennen gefahren ist, erklärte.

Rarität von Toni Mang

Wie viele SMZ es gibt, darüber konnte Munz nur mutmaßen: „Von diesem Motorrad gibt es schätzungsweise fünf Stück auf der ganzen Welt.“ Eine andere Rarität war die Werkskreidler von Rolf Schmelzle, der nicht nur einer der bekanntesten Rennfahrer, sondern auch zu Gast am Sersheimer Schützenhaus war.

Beim jährlichen Treffen dabeizusein, ließ er sich trotz seiner mittlerweile 85 Jahre nicht nehmen. Allgemein war die Stimmung bei den Zweiradrittern einmal mehr bestens, auch die beiden Landpartien verliefen ohne Probleme. Das Sersheimer Schützenhaus erwies sich einmal mehr als perfekter Veranstaltungsort.

 
 
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