Über 2000 Unterschriften gibt es bereits unter der Petition, welche die Mitglieder der Bürgerinitiative „Windkraft ja! Aber anders!“ gestartet haben. „Wir setzen uns dafür ein, in Sersheim und Umgebung, Windkraftprojekte mit Rücksicht auf Menschen, Natur und Ortsbild zu realisieren“, sagt Peter Baumann, der gemeinsam mit dem Sersheimer Gemeinderat Bastian Zeeb die Bürgerinitiative federführend aus der Taufe gehoben hat.
Sersheim Mehr als 2000 Unterschriften gegen Windpark
250 Bürger zeigen reges Interesse am zweiten Stammtisch der Bürgerinitiative in Sersheim.
Kontakt zu Abgeordneten gesucht
Beim jüngsten Stammtisch der Bürgerinitiative im Sersheimer Schützenhaus waren rund 250 Besucher anwesend, um sich über den geplanten Energiepark „Weitfeld“ zwischen Sersheim, Oberriexingen und Kleinglattbach mit seinen insgesamt acht Windkraftanlagen zu informieren. „Wir haben inzwischen Kontakt zu den Abgeordneten des Landtags und des Regionalparlaments gesucht und auch zahlreiche Antworten erhalten. Daher planen wir mit deren Beteiligung eine Podiumsdiskussion“, berichtet Baumann. Gerne würde er auch das Gespräch mit den möglichen Betreibern des Energieparks, den Vertretern des Unternehmens Stromernte und den Stadtwerken Stuttgart als Hauptpartner, suchen, doch bisher gab es von dieser Seite her keine Kontaktaufnahme. Auf seiner Webseite, die inzwischen online geschaltet ist, informiert das Kernteam der Bürgerinitiative über unterschiedliche Aspekte des angedachten Energieparks und hat zudem Visualisierungen der Windkraftanlagen aus der Sicht Sersheims und Oberriexingens eingestellt.
„Die Verantwortlichen der Gemeinden von Oberriexingen und Sersheim wollen Anfang Dezember mit feststehenden Ballons die Höhe der Windkraftanlagen von jeweils rund 262 Metern veranschaulichen. Dazu werden wir von der Bürgerinitiative eine Wanderung veranstalten, um vor Ort auf dem möglichen Areal des Energieparks nochmals umfassend das Gespräch mit den Bürgern zu suchen“, betont Baumann. Die Vertreter der Bürgerinitiative stellten bei ihrem Stammtisch ausdrücklich klar, dass sie nicht gegen die nachhaltige Nutzung von Windenergie seien, nur müsse dies mit einer Wahrung der Lebensqualität der betroffenen Anwohner einhergehen und ausreichende Abstände zu den Wohngebieten einhalten.
Forderung: Offenlegung aller Parameter
Zudem müssten die Planungen eines solchen Energieparks transparent erfolgen und die Bürger frühzeitig beteiligen. „Daher fordern wir auch eine sofortige umfassende Bürgerinformation mit der vollumfänglichen Offenlegung aller Parameter“, unterstreicht Baumann, der sich in diesem Zusammenhang über ein Gesprächsangebot der möglichen Betreiber gefreut hätte.
Anfang Dezember wollen die Mitglieder des Regionalparlaments des Verbands Region Stuttgart über die Festlegung der Windvorranggebiete in der Region entscheiden.
Michaela Glemser
