Sersheim Porsche, Käfer und Cadillac

Von Jonathan Lung
Viele gut gepflegte Fahrzeuge gab es beim Oldtimer- und Youngtimer-Treffen in Sersheim zu bestaunen. Foto: /Oliver Bürkle

Zur 21. Veranstaltung des Motorsportclub RCO kamen über den Tag verteilt rund 400 Autos zum Vereinsheim. Etwa 50 davon nahmen auch an der einstündigen Stromberg-Ausfahrt teil.

Trotz des regenreichen Wetters war das 21. Old- und Youngtimer-Treffen des Motorsportclub RCO Sersheim ein Erfolg, sagt der erste Vorstand René Rentschler am Sonntagnachmittag: 400 Fahrzeuge konnten über den Tag verteilt konnten am Vereinsheim in Sersheim bestaunt werden. 50 davon nahmen an der einstündigen Stromberg-Ausfahrt teil, darunter ein 911er Porsche von 1976 und ein VW Käfer mit 34 PS. „Im Schwabenland hatten wir natürlich einen gewissen Mercedes- und Porsche-Überhang“, lacht Vorsitzender Rentschler, darunter war ein SL 82, eine Pagode, aber auch einen Cadillac und einen Chevrolet – „alles dabei.“ Die Gäste reisten aus Pforzheim, Vaihingen, Leonberg, Stuttgart, Karlsruhe und Nürtingen an. „Wir sind auf einem guten Niveau: wir haben sehr gepflegte Autos hier“, freut sich der Vorsitzende.

400 Fahrzeuge waren dabei

300 Fahrzeuge waren es im vergangenen Jahr, 400 in diesem – so kann es weitergehen, findet Rentschler. Denn das Treffem wächst schnell: Dadurch, dass sie es seit circa sechs Jahren jährlich veranstalten, sei es fest in den Terminkalendern der Besucher eingeplant, davor war es im zwei-Jahres-Rhythmus. „Das zahlt sich aus“, bestätigt der Vorsitzende: „In der Community hat es sich wirklich rumgesprochen.“ Das liegt auch an der vielen Werbung, die auch dieses Jahr wieder gemacht wurde.

„Wir legen viel Wert auf Sachen, die die anderen nicht haben“ – etwa die Ansagen und Interviews durch einen sachkundigen Sprecher, den ehemaligen Vorsitzenden persönlich: „Das gefällt den Leuten, das haben nicht viele.“ Bei der Bewirtung wird auch auf regionale Produkte geachtet, Qualität stehe im Fokus.

Dreieinhalb Tage sind die 35 Helfer mit dem Auf- und Abbau beschäftigt – die Vorbereitungen laufen dabei schon seit Monaten. Alles für die vielen Gäste: „Die Zelte waren voll“, bestätigt der Vorsitzende am frühen Nachmittag schon, und das nicht nur mit Gästen aus der Szene, sondern auch Interessierten. Der große Wachstum des Treffens habe nach Corona eingesetzt, so Rentschler, „da ging es richtig ab.“ Viele Jünger hätten sich damals auch einen Oldtimer gekauft. „Fast nur Oldtimer“, seien auch die Fahrzeuge bei dem Fest, im Gegensatz zu den auch eingeladenen Youngtimern, die statt 30 erst 20 Jahre alt sind. Vom prächtigen Straßenkreuzer bis zum ausklappbaren Fahrzeug der Fallschirmjäger der Bundeswehr fand man alles auf dem Platz.

Roland „Kante“ fuhr mit einem Pocket-Bike übers Festgelände: Sechs PS, 80 Stundenkilometer schafft die Yamaha PW 50, auch sie schon knapp 20 Jahre alt. Zur Begeisterung der jüngeren Besucher hatte er die mitgebracht.

Porsche in der Scheune gefunden

Einen Scheunenfund zeigte dagegen Hans-Peter: ein Jahr Arbeit steckte in seinem Porsche 911 G, den er in „desolatem Zustand, innen von Tieren zernagt“, entdeckte, erzählt er vor seinem Fahrzeug. Die Arbeit habe sich gelohnt inzwischen ist er „jedes Wochenende in Gebrauch“, auf dem Dach steht noch der Pokal von der Rally am Vortag. „Begeistert vom Club“ war er, als er letztes Jahr das erste Mal zu dem Treffen kam – und direkt Mitglied wurde. So war er im Frühjahr auch schon bei der internen Ausfahrt des Vereins dabei. „Eine unkomplizierte Veranstaltung“ ist das Treffen für ihn, das mache den Reiz aus.

Direkt daneben steht eine Fiat Kleinbus – restauriert von einem 25-Jährigen, der an diesem Tag erst Mitglied wurde. Die Autobegeisterung sei grundsätzlich auch in der jungen Generation vorhanden, weiß der Vorsitzende – trotzdem ist der Verein immer auf der Suche nach Nachwuchs nach weiterem Nachwuchs. Das Ziel für das Fest im nächsten Jahr stehe daher auch schon fest: Der Verein will weiter wachsen.

 
 
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