Die Grünanlage im zukünftigen Neubaugebiet „Bonlanden“ soll ein neues Schmuckstück der Mettertalgemeinde werden. Die beauftragte Planerin Anette Striegel hat die Konzeption für diese Grünanlage nochmals konkretisiert und in der jüngsten Gemeinderatssitzung vorgestellt. Es wird unter anderem ein Ninja-Parcours entstehen und es werden originelle Klettergeräte wie ein Turm mit Röhrenrutsche oder ein sogenannter „Play-Cube“ aufgebaut.
Sersheim Schmuckstück mit vielen Attraktionen
Grünanlage in der Talstraße soll Ninja-Parcours und Matschbereich erhalten.
Im Fokus steht auch ein großer Wasserspielbereich, wo die Kinder das Wasser anstauen, aber auch mit Naturmaterialien wie Hölzern und Matsch spielen können. An Sitzgelegenheiten mit Beschattung und einen Kleinkindbereich hat Planerin Striegel ebenfalls gedacht. Außerdem hat sie einen Bolzplatz mit Kunstrasen sowie eine Calisthenics-Anlage für Outdoor-Fitness vorgesehen.
Sorgen trotz bereits
bewilligter Fördermittel
Dies erzeugt natürlich Kosten und diese bereiten den Sersheimer Gemeinderäten Sorgen trotz eines bereits bewilligten Förderbescheids in Höhe von 718.000 Euro. Besonders die 600 Quadratmeter an hochwertigem, wartungsarmem Fallschutz, die Striegel angedacht hat, waren Anstoß für Diskussionen.
Bürgermeister Jürgen Scholz verwies auf das Hochwassergebiet, in welchem die neue Parkanlage liege, und warnte davor bei auftretendem Hochwasser die Kanäle mit Holzhackschnitzel zu verstopfen, weil diese eine kostengünstigere Fallschutzvariante darstellen. Gemeinderat Gerd Langer erklärte, dass nicht alle Bereiche gleich stark von einem möglichen Hochwasser betroffen sein würden. „Zumindest partiell könnten wir Holzhackschnitzel als Fallschutz einbringen“, machte Langer deutlich.
Diesem Vorschlag schlossen sich auch die anderen Gemeinderäte an. Teilweise wird es daher künftig Holzhackschnitzel im Spielbereich der neuen Grünanlage als Fallschutz geben. Im Ninja-Parcours wird aber die höherwertige Fallschutz-Variante eingebaut, um Rutschgefahr zu vermeiden.
Auch die naturnahe Gestaltung der Spielfläche war Thema der Beratungen im Sersheimer Gemeinderat. Gemeinderat Bastian Zeeb machte sich für eine Ausführung der Spielgeräte in Holz stark, während Planerin Striegel klarstellte, dass die gewählte Variante in Kunststoff robuster und wartungsärmer sei.
Gemeinderat Zeeb stellte auch infrage, ob zusätzlich zu den Bewegungsgeräten an der bestehenden Pumptrack-Anlage im Sportzentrum auch noch eine Calisthenics-Anlage notwendig sei.
Ruhe- und Naturbereich
findet keine Zustimmung
Doch die anderen Gemeinderäte befürworteten die Anschaffung dieser Fitnessanlage.
Keine Zustimmung fand allerdings der Vorschlag von Ratsmitglied Alexander Grau, im Bereich der Grünanlage in Richtung Reichstraße, die eher dem Naturgenuss und der Ruhe vorbehalten bleiben soll, Open-Air-Veranstaltungen stattfinden zu lassen. Für diese Events soll weiterhin der örtliche Festplatz vorbehalten sein. Zudem wird es ein umfangreiches Pflanzkonzept mit zahlreichen Bäumen für die Grünanlage geben.
Auch an die Aufstellung einer mobilen Toilettenanlage als Containermodell, das auch an anderen Standorten in Sersheim zum Einsatz kommen kann, hat Planerin Striegel gedacht. Im Herbst soll die Ausschreibung für die notwendigen Bauarbeiten erfolgen, deren Vergabe im Dezember dieses Jahres möglich scheint. Im Frühjahr übernächsten Jahres könnte dann der Baustart für die neue Grünanlage im Herzen Sersheims sein. Michaela Glemser
