Sersheim Von Socken bis zum VfB-Whisky

Von Michaela Glemser
Der Krämermarkt, hier der Stand der Fessler-Mühle, hat sich seit seiner Wiedereinführung wieder bestens etabliert. Foto:  

Der Sersheimer Krämermarkt genießt als Veranstaltung bei Besuchern und Marktbeschickern einen guten Ruf. 

Mit voll gefüllten Einkaufstaschen bummelte Gertrud Zeller durch die Schloßstraße in der Mettertalgemeinde. „Ich habe heute vor allem an den Ständen mit Kleidung eine gute Auswahl vorgefunden. Auch Gürtel habe ich gekauft. Es ist schön, dass es in Sersheim wieder zweimal im Jahr einen Krämermarkt gibt.“

Sie war mit dem Angebot an den unterschiedlichen Marktständen sehr zufrieden und wünschte sich für die Zukunft sogar noch eine Erweiterung der Anzahl an Marktbeschickern.

Dass dies durchaus möglich ist, machte Siegfried Klein aus Erligheim deutlich, der mit Gewürze- und Süßigkeitenständen auf dem Krämermarkt vertreten war und das Marktgeschehen hauptverantwortlich organisiert hatte. Ihm ist es auch zu verdanken, dass der Krämermarkt vor einem Jahr wieder reaktiviert wurde. „Wir haben uns von der Anzahl der Marktbeschicker immer mehr gesteigert, und die Nachfrage ist weiterhin groß. Die Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung ist reibungslos und sehr gut“, betonte Klein, dessen Gewürze für die mediterrane Küche gefragt waren.

Reges Kaufinteresse

Über mangelndes Kundeninteresse konnte sich auch Steffi Sacher aus Geislingen an der Steige nicht beklagen. „Bei meiner selbst genähten Kinderkleidung ziehen vor allem die bequemen und pflegeleichten Hosen mit den lustigen Einhörner- und Schmetterlingsstoffen für die Mädchen und den Dino- und Baggermustern für die Jungen die Aufmerksamkeit auf sich“, erläuterte Sacher, die erstmals beim Krämermarkt dabei war. Vor vier Jahren hat sie sich mit ihrem Handarbeitshobby selbstständig gemacht. „Die Idee kam mir, als ich Masken für die Pandemie genäht habe. Inzwischen bin ich drei- bis viermal pro Woche auf Krämermärkten in der Region unterwegs“, berichtete die junge Frau, die vor allem stolz auf ihre selbst entworfenen Kinderjacken war.

Am Stand nebenan bot Imker Roland Schäuffele seinen Honig an. „Ich bin als Wanderimker mit meinen Bienenstöcken unterwegs und muss sagen, es geht den Tieren nicht so schlecht wie oft behauptet wird“, macht der Mönsheimer deutlich, der ebenfalls zum ersten Mal beim Krämermarkt mit von der Partie war, da ihm eine Teilnahme von anderen Marktbeschickern empfohlen worden war. Auch die Mitarbeiterinnen der Bücherstube hatten vor dem Rathaus wieder ihren Stand aufgebaut.

„Alle fünf bis zehn Jahre werden die Bücher aussortiert. Heute haben wir besonders viele Kinderbücher dabei. Echte Raritäten sind unsere Comics mit Tim und Struppi, die uns gespendet wurden“, erläuterte Karin Oehler.

Jessica Fessler von der gleichnamigen Mühle empfahl den Besuchern die kulinarischen Leckereien wie Mehle, Backmischungen oder Schokoladen- und Schlehenlikör.

„Besonders beliebt ist heute der VfB-Whisky. Aber der Schokoladenlikör ist auch ein echter Publikumsrenner“, unterstrich sie.

 
 
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