Sersheimer Pumptrack-Anlage Ein „Wallride“ als Herausforderung

Von Michaela Glemser
Eröffnung der Pumptrack-Anlage am Freitag (im Hintergrund von links): Heinrich Mollenkopf (Firma Sievers), Thomas S. Bopp (Vorsitzender Verband Region Stuttgart), Bürgermeister Jürgen Scholz und Annette Striegel (Planungsbüro „zweiineins“). Foto: /Oliver Bürkle

Die Gemeinde hat für die am Freitag eröffnete Pumptrack-Anlage 150 000 Euro investiert. Der VRS schoss knapp die Hälfte zu.

„Es ist echt toll, dass es jetzt eine Pumptrack-Anlage im Sportzentrum in Sersheim gibt. Vorher musste ich immer nach Oberriexingen oder Bietigheim-Bissingen fahren. Besonders gefällt mir der Wallride aus Holz, denn wenn man die Kurve bei der Einfahrt richtig trifft, steht man richtig hoch mit dem Bike in der Wand“, erklärte Ruben Berner aus der Mettertalgemeinde, der sein Bike in den engen Kurven und Wellen wie ein echter Profi beherrscht. Darüber staunten auch Bürgermeister Jürgen Scholz und Thomas S. Bopp, Verbandsvorsitzender der Region Stuttgart (VRS), bei der offiziellen Einweihung der Sersheimer Pumptrack-Anlage am Freitagnachmittag.

150 000 Euro hat die neue Freizeiteinrichtung gekostet, für die im Mai dieses Jahres der Spatenstich erfolgte. „70 000 Euro hat die Region im Rahmen der Förderung von Landschaftsparkprojekte als Zuschuss beigesteuert. Ich gratuliere der Gemeinde zu dieser tollen Anlage, die es Kindern und Jugendlichen erlaubt, Fähigkeiten zu erlernen, die sie nicht zuhause vor dem Bildschirm erwerben können. Hier kommen sie in Kontakt mit der Natur, lernen Balancefähigkeit und bekommen ein Gefühl fürs Gelände“, so Bopp.

Jugendliche planten mit

Planerin Anette Striegel hat lange mit Jugendlichen aus der Gemeinde unter der Regie des örtlichen Jugendhausteams an der Bahn gefeilt. „Sehr viel haben wir erst vor Ort im Gelände entschieden“, erläuterte Striegel. Unterstützung bekam sie dabei nicht nur von den Jugendlichen, sondern auch von Florian Gert Radu vom BMX-Club Stuttgart, der Gemeinden bei der Verwirklichung solcher Pumptrack-Anlagen berät. „Den Mehrwert einer solchen Anlage, die vergleichsweise kostengünstig zu realisieren ist, schätze ich sehr hoch ein. Dies erkennen auch immer mehr Gemeinden. Wir haben in Sersheim einen Rundkurs mit vier parallelen Geraden und einer Holzwand, was es im Landkreis Ludwigsburg nicht noch einmal gibt. Die Kurven können von Skateboardfahrern wie eine Halfpipe befahren werden“, sagte Radu.

Heinrich Mollenkopf von der ausführenden Baufirma aus Bietigheim-Bissingen betonte, dass die Anlage von allen Altersklassen, ob mit dem Laufrad bis hin zum professionellen BMX-Rad, befahren werden könne. „Wir konnten die Anlage innerhalb kürzester Zeit umsetzen. Das macht mich nicht nur als Bürgermeister stolz, sondern auch als Präsident des Landessportverbandes. Als Hobbyfotograf hoffe ich darauf, auf der Bahn schöne Fotos machen zu können, wenn die Jungen um die Kurve flitzen“, schmunzelte Rathauschef Scholz. Aber Vorsicht ist beim Fahrspaß dennoch geboten, wie „Profifahrer“ Berner unterstrich. „Einen Helm zu tragen, ist auf der Pumptrack-Anlage sehr wichtig. Zudem empfehle ich Knie- und Handschoner“, so Berner, bevor er auf seinem Bike zu einem weiteren Sprung über die Asphaltwellen abhob.

Im Anschluss an die Anlage will die Gemeinde im Frühjahr Outdoor-Fitnessgeräte und einen Inklusionsspielplatz realisieren.

  Michaela Glemser

 
 
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