Seit vier Jahren trägt er das Rot-Blaue Trikot und ab dieser Saison führt er seine Mannschaft an. Fabian Wiederstein ist der neue Leader der SG BBM Bietigheim. Für die erste Saison als Kapitän sind die Ziele für Wiederstein klar: „Wir wollen Meister werden und aufsteigen, das ist ganz klar formuliert. Für uns gibt es kein Links und kein Rechts. Das motiviert uns auch in unseren täglichen Arbeit und pusht uns, über unsere Grenzen zu gehen“, so der 30-Jährige. Zudem sei es mit dem Kader, den die Enztäler zusammengestellt haben auch der klare qualitative Anspruch.
SG BBM Bietigheim Auf den Spuren von Paco Barthe
Fabian Wiederstein geht als neuer Kapitän der SG BBM Bietigheim in die Saison. Zu Beginn muss er allerdings eine Verletzung hinnehmen.
Neue Rolle, gleicher Ablauf
Für den Mann mit der Nummer 18 ist es eine große Auszeichnung, zum neuen Mannschaftskapitän ernannt geworden zu sein. „Das hat mich natürlich sehr gefreut. Für mich ist es eine große Ehre, dass ich eine so tolle Mannschaft, mit tollen Spielern und vor allem tollen Charakteren aufs Feld führen darf.“ Zudem führt er aus: „Ich gehe das mit ganz viel Respekt an und versuche, dem mit allem was ich habe, gerecht zu werden.“ Zwei Pflichtspiele sind in der Saison bereits absolviert für die Mannschaft von Chef-Trainer Iker Romero. Nachdem die Mannschaft bereits in der Vorbereitung alle der insgesamt elf bestrittenen Testspiele für sich entscheiden konnte, ging es im Pokal mit einem 25:24-Sieg über Potsdam und einem geglückten 28:24-Ligaauftakt gegen Dresden genauso erfolgreich weiter.
Für den neuen Kapitän waren die Spiele jedoch vom Ablauf und Gefühl nicht anders als sonst, trotz der neuen Rolle. „Ich habe daran gar nicht gedacht, ich war wie immer aufgeregt. Das wird sich auch nicht mehr ändern. An dem Tag, an dem ich nicht mehr aufgeregt bin, werde ich aufhören mit Handball. Ich bin immer nervös und ein bisschen aufgeregt und das muss man auch zulassen“, so Wiederstein nach dem ersten Spiel gegen Potsdam im Pokal. Auch in der Kommunikation mit Trainer Romero und dem Ansehen in der Mannschaft ändert sich für ihn wenig. Mit Iker sei es davor schon genau gleich im Austausch gewesen. Die Rolle als Kapitän werde, auch mannschaftsintern, vor allem in Phasen wichtiger, in denen es auch mal schlechter läuft.
Im zweiten Pflichtspiel dann direkt der Schock: Nach einem „Pferdekuss“ muss Fabian Wiederstein frühzeitig von der Bank aus zusehen, wie sein Team gegen Dresden den Sieg erringt. Seit vergangenem Montag steht nun auch die Diagnose fest. Ein Muskelfaserriss in den Hamstrings wird für einen Ausfall von zwei bis vier Wochen sorgen. „Ich glaube, es geht von der Verletzungsdauer in Ordnung. Es ist kein großer Riss und ich denke, dass wir es mit der Physiotherapie und dem ganzen Staff relativ schnell wieder in den Griff kriegen und dann schauen wir ab dem dritten Spiel“, erklärt die Nummer 18 über die Verletzung.
Tour de France statt Handball
Die Aufgaben, die neu hinzukommen, sind dem Kapitän bewusst. Die Kommunikation mit dem Verein und dem Trainerteam als Bindeglied zur Mannschaft seien die Hauptaufgaben. Auch wenn es zu unangenehmeren Gesprächen komme und auch manchmal etwas repariert werden muss. Mit seinem langjährigen Vorgänger Paco Barthe habe er bisher weniger über Handball gesprochen. Stattdessen ging es wohl viel um Radsport, Lipowitz und die Tour de France.
