SG BBM Bietigheim Bietigheimer Bollwerk als Prunkstück

Von Niklas Braiger
Kapitän Fabian Wiederstein (rechts) arbeitet unermüdlich in der Abwehr. Das ist auch der Fokus der SG BBM Bietigheim und des Kapitäns in der Saison und beim Testspiel gegen Basel. Foto: /Marco Wolf

Die SG BBM Bietigheim erwartet an diesem Samstag Basel im Rahmen des Stromberg-Cups in Bönnigheim. Der neue Kapitän Fabian Wiederstein weiß, worauf es künftig ankommt.

Iker Romero geht mit seinen Männern nicht zimperlich um. Der Trainer der SG BBM Bietigheim gibt dem Team in der Vorbereitung dennoch genug Pausen zur Regeneration, die an clever gewählten Zeitpunkten kommen. Am Mittwoch durften die Handballer aus dem Ellental durchschnaufen, diese Luft brauchen sie aber auch. Denn nach einem nicht öffentlichen Testspiel gegen den künftigen Zweitliga-Konkurrenten HC Oppenweiler/Backnang am Donnerstag (29:26) stand am Freitag eine kräftezehrende Trainingseinheit auf dem Plan. Doch damit nicht genug: An diesem Samstag geht es für die SG um 19 Uhr im Rahmen des Bönnigheimer Stromberg-Cups gegen den RTV 1879 Basel.

„Ich denke, es ist jetzt die Zeit, das zu machen. Es ist ein guter Mix aus Belastung im Training, im Spiel und einem Tag frei“, erklärt Romero. Auch am Sonntag gönnt er seinen Schützlingen einen freien Tag, danach geht es aber wieder weiter. „Ich denke, wir sind auf einem guten Weg. Das müssen wir machen.“

Kapitän ist positiv gestimmt

Auch sein neuer Kapitän Fabian Wiederstein ist sehr überzeugt von der aktuellen Entwicklung der Mannschaft. „Das System steht im Großen und Ganzen. Wir haben auch viel Kontinuität, was sehr wichtig ist. Wir haben in der Abwehr zwei, drei Detailthemen, die wir schnell korrigiert kriegen und wo ich mir keine Sorgen mache“, sagt der Kreisläufer. Das Grundgerüst im Kader ist zusammengeblieben, neben dem Kapitän sind auch seine beiden Stellvertreter Tom Wolf und Juan de la Pena weiterhin an Bord. Auch abseits davon sind viele bekannte Gesichter aus der vergangenen Bundesliga-Spielzeit wie Jonathan Fischer oder Dominik Claus mit dabei.

Ein paar Neue gibt es jedoch trotzdem im Ellental, doch die aufzunehmen, war kein Problem. „Sie bringen richtig Qualität mit, aber das wichtigste ist, dass sie gut integriert in der Kabine sind“, weiß Romero. Wie das Team das hinbekommen hat ist ganz einfach: „Wir hatten Mannschaftsabende, wir waren immer wieder miteinander Essen. Auch die Zeit gemeinsam in der Kabine ist ein entscheidender Punkt, der uns auch letztes Jahr über die Saison getragen hat. Es war egal, wie es lief“, berichtet Wiederstein, der diese Events allerdings nicht selbst plant: „Da haben wir einen neuen Eventmanager mit Jonathan Fischer, das passt wie die Faust aufs Auge.“

Für den 30-Jährigen selbst, gilt es nun als Spielführer in große Fußstapfen zu treten. Paco Barthe wurde unter Tränen nach dem letzten Saisonspiel im Juni in den handballerischen Ruhestand verabschiedet. „Es hat mich sehr gefreut, dass ich das Vertrauen bekommen habe von Iker und der Mannschaft. Klar, es bringt Verantwortung mit sich, da habe ich Respekt davor, aber ich werde mit allem, was ich habe, versuchen, das Amt auszufüllen, sodass wir die Fußstapfen so gut es geht ausfüllen können.“

Der Gegner ist kaum bekannt

Mit Basel kommt eine große Unbekannte in die Schulhalle nach Bönnigheim. Zweimal – 1960 und 1984 – wurde das Team Meister in der Schweiz, in der jüngeren Vergangenheit blieb der Erfolg meist aus. „Ehrlich gesagt keine Ahnung, was da auf uns zukommt. Aber das ist egal, wir schauen nur auf uns“, macht Wiederstein klar. Das Hauptaugenmerk liegt natürlich für den robusten Verteidiger auf der Defensive. „Die Abwehr in Kombination mit den Torhütern und dem Gegenstoß hat uns in die erste Liga gebracht, deswegen sollen wir so wieder in die erste Liga kommen“, zeigt er sich vor dem Saisonstart mutig.

Abseits des Spiels der SG BBM Bietigheim findet beim Stromberg-Cup am Samstag das Turnier der Männer statt, am Sonntag dann das Turnier der Frauen. Beginn ist jeweils um 11 Uhr, die Finals finden um 17 Uhr statt. Bei den Männern sind Teams von der Verbands- bis zur Regionalliga am Start, bei den Frauen gehen sogar Zweitligavereine wie unter anderem der VfL Waiblingen oder Titelverteidiger ESV Regensburg an den Start.

 
 
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