SG BBM Bietigheim Drei SG-Jugendmannschaften wollen in die Bundesliga

Von Niklas Braiger
Manuel Schmidt will die A-Jugend der SG BBM Bietigheim zurück in die Jugendbundesliga coachen. Im Gegensatz zu den anderen Jugendteams hat er noch Zeit bis zur Qualifikation. Foto: /Marco Wolf

Die Jugendarbeit der Bietigheimer floriert aktuell. Gleich drei Teams träumen von der höchsten Spielklasse im Juniorenbereich.

Kaum ein Handball-Verein kann von sich behaupten, gleich vier Mannschaften in der Qualifikation für die Jugend-Bundesliga in der nächsten Saison am Start zu haben. Die SG BBM Bietigheim jedoch schon. Die Ellentäler wollten vor der Qualifikationsrunde am vergangenen Wochenende mit der männlichen und weiblichen A- und B-Jugend in die höchste deutsche Junioren-Spielklasse, drei der vier Mannschaften haben dazu noch die Chance.

Lediglich die weibliche A-Jugend scheiterte und musste sich hinter der HBZ Altenstadt-Geislingen auf Rang zwei einordnen. Damit geht es für die Mannschaft nun noch um den Einzug in die Regionalliga. Die weibliche B-Jugend hingegen hat die erste Runde mit Bravour und ohne Punktverlust überstanden. „Sie dürfen jetzt am Wochenende nach Freiburg zur zweiten Runde“, erklärt Thomas Schwarz, Leiter der GbR in Bietigheim. Setzen sich die Nachwuchsspielerinnen dort gegen Freiburg, Waiblingen und die SG Kappelwindeck/Steinbach durch, geht es für sie in die JBL.

Jano zieht Spieler runter

Die männliche B-Jugend muss sich an diesem Wochenende derweil nur gegen die HSG Konstanz durchsetzen. Die Mannschaft, die von SG-Profispieler Fabian Wiederstein gecoacht wird, wurde vergangenen Sonntag Zweiter hinter Jano Filder 2 – was Schwarz allerdings kritisiert. „Damit sind wir nicht ganz einverstanden. Jano hat von der ersten Mannschaft zehn Spieler eingesetzt. Laut Regelwerk dürfen sie das, aber das ist trotzdem ärgerlich“, schildert er. Denn die Erstvertretung der Filder-Falken hat bereits einen Platz in der Jugendbundesliga sicher, daher kann die zweite Mannschaft gar nicht in der Spielklasse landen, hat sich aber trotzdem für diese Qualifikation angemeldet.

Für die männliche A-Jugend geht es derweil erst am 24. Mai los. „Sie spielen erst in der Qualirunde vier. Aktuell finden die ersten Runden statt“, macht Schwarz deutlich. Die A-Junioren der SG war nämlich in der vergangenen Saison bereits in der 2. Jugend-Bundesliga unterwegs, hatten so einen späteren Einstieg und damit auch einen leichteren Weg garantiert. Gecoacht werden die Talente weiterhin von Manuel Schmidt, dem Co-Trainer der Zweitliga-Profis.

Ziel ist das Jugendzertifikat

Mit damit noch drei verbleibenden Chancen auf die JBL blickt man im Ellental stolz auf die Juniorinnen und Junioren. Selbst in der C-Jugend hofft man auf eine Teilnahme in der Regionalliga, was auch dort das höchste der Gefühle wäre. „Klar ist man da stolz drauf“, lobt Schwarz: „Wir haben aktuell eine gute weibliche Jugend und im männlichen Bereich wollen wir uns das Jugendzertifikat erarbeiten.“ Dafür bräuchte man sowohl in der A- als auch der B-Jugend ein Bundesliga-Team.

Langfristig sollen dadurch nicht nur Spieler im Männerbereich in die erste Mannschaft integriert werden – so wie zuletzt Paul Krügele, Max Zoller oder Alen Hadzimuhamedovic. „Wir hoffen, dass die Spielerinnen den Schritt zu unseren Frauen machen und wir dort vielleicht noch eine Liga aufsteigen“, so Schwarz. Aktuell spielen die ersten SG-Frauen in der Oberliga, als Tabellenneunter hat die Mannschaft nichts mehr mit dem Abstieg zu tun und soll in den nächsten Jahren nach oben angreifen.

 
 
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