Vor über vier Jahren jubelte die SG BBM Bietigheim letztmals bei einem Auswärtsspiel beim VfL Lübeck-Schwartau. Im Dezember 2021 gab es einen 35:31-Sieg im hohen Norden, im Februar 2026 holt sich die Sieben von Iker Romero beim 37:34 endlich wieder zwei Punkte in der Hansehalle und sichert sich damit zwei wichtige Zähler im Meisterschaftskampf in der 2. Handball-Bundesliga.
SG BBM Bietigheim Erster Auswärtssieg in Lübeck seit 2021
Mit 37:34 gewinnt Bietigheim zwar am Ende knapp, aber letztendlich selten gefährdet. Damit bleiben die Ellentäler weiterhin Spitzenreiter.
Mit Nikola Vlahovic, Alexander Pfeifer, Jonathan Fischer, Juan de la Pena und Dominik Claus waren fünf heutige SG-Akteure bereits damals beim Sieg dabei, letzterer wurde 2021 mit sieben Toren zum Matchwinner, in der Gegenwart wird das Jonathan Fischer mit ebenso vielen Toren. Der Kreisläufer, der zudem noch vier Siebenmeter herausholt, markiert mit dem 8:9 nach 17 Minuten sein erstes Tor in einer ausgeglichenen Anfangsphase.
4:0-Lauf vor der Pause
Bis zum Seitenwechsel profitiert Bietigheim von einer starken Phase von Keeper Martin Tomovski, der zwischen 19. und 25. Minute ohne Gegentor bleibt und sich damit die SG von 8:10 auf 12:10 etwas absetzen kann. Dank eines Treffers in letzter Sekunde von Fabian Wiederstein geht es mit 17:14 in die Kabine. Der Kapitän verwertet einen Abpraller nach Fehlwurf von Maxim Orlov geistesgegenwärtig unmittelbar vor der Sirene.
Mit diesem Polster im Rücken gehen die Ellentäler in den zweiten Durchgang und lassen Lübeck von nun an nicht mehr herankommen. Den Hausherren gelingt es nie, den Abstand zu verringern und wieder auf zwei Tore zu verkürzen, dafür ist die SG inzwischen zu konsequent im Angriff und zu clever in der Defensive. Stattdessen baut die Romero-Sieben den Vorsprung weiter aus, Fischers Bude zum 30:24 mit noch etwas mehr als elf Minuten auf der Uhr ist bereits eine kleine Vorentscheidung, denn auch die Körpersprache des VfL spricht eine deutliche Sprache. In den Schlussminuten fahren die Bietigheimer so noch einmal einen Gang herunter, so wird nach dem 36:31 durch Orlov 25 Sekunden vor Schluss nochmal ein 36:34. Doch kommt diese Schlussoffensive zu spät, Nico Bacani macht drei Sekunden vor Schluss den Deckel drauf und erzielt das letzte Tor der Partie.
Damit bleibt Bietigheim weiterhin Spitzenreiter und profitiert davon, dass sich die Konkurrenz parallel selbst die Punkte klaut. Denn Balingen gewinnt ebenfalls am Samstagabend gegen den HC Elbflorenz Dresden und zwackt damit dem bisherigen engsten Verfolger einen Sieg ab. Da am Sonntag auch noch die HSG Nordhorn-Lingen gegen Hagen verliert, beträgt der Abstand der Schwaben (32 Punkte) nun vier Punkte auf den Rest der Liga, Balingen, Dresden und der 1. VfL Potsdam liegen jedoch alle mit 28 Zählern gleichauf dahinter.
