SG BBM Bietigheim „Es ist klasse, so tolle Sportler einmal abseits der Arenen zu erleben“

Von bzh
Xenia Smits, Danick Snelder, Trainer Markus Gaugisch und Geschäftsführerin Lena Backhaus (von links) von der SG BBM Bietigheim hatten am Sonntag sichtlich Spaß bei der Gala der Wahl zum „Sportler des Jahres“ in Baden-Baden. Foto: Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch

Eine Delegation der SG BBM mit Xenia Smits, Danick Snelder, Markus Gaugisch und Lena Backhaus nimmt an der Gala zur Wahl der „Sportler des Jahres“ teil.

Abendkleid statt Trikot, Make-up statt Ballharz: Unter den rund 500 Gästen des Gala-Abends der 76. Wahl der „Sportler des Jahres“ war am Sonntag in Baden-Baden auch eine Delegation der SG BBM Bietigheim. Die beiden Kapitäninnen Danick Snelder und Xenia Smits, Trainer Markus Gaugisch und Geschäftsführerin Lena Backhaus hatten die Einladung zum großen Fest des deutschen Sports gerne angenommen.

Im Bénazet-Saal des Kurhauses bejubelten sie die Wahlsieger Gina Lückenkemper und Niklas Kaul. Bei den Mannschaften – Europa-League-Gewinner Eintracht Frankfurt triumphierte – stand nach den vier 2022 errungenen Titeln auch die SG zur Wahl. Den erhofften Top-Ten-Platz verfehlten die Bietigheimerinnen allerdings als Elfte nur um 20 Stimmen. Immerhin ließ das Viadukt-Team so starke Gegner hinter sich wie die Olympiasieger Tobias Wendl/Tobias Arlt (Rodeln Doppelsitzer), die mit Olympia-Silber dekorierten Nordischen Kombinierer und die Tischtennis-Männer, die WM-Zweite wurden.

Niederlage ist schnell vergessen

Direkt nach der ernüchternden 24:27-Champions-League-Niederlage gegen Odense hatte sich das Bietigheimer Quartett fein gemacht und die Reise nach Baden-Baden angetreten. Das exquisite Menü vor Beginn der Sendung ließ den Frust des Spiels schnell vergessen. Als Vorspeise wurde Badisches Surf ’n’ Turf serviert: Carpaccio vom Kalb, Flusskrebscocktail auf Chiffonade und weiße Tomatenmousse. Der Hauptgang bestand aus im Burgunder gesottenes Rinderfilet, Schwarzkirsch-Malzjus, Kartoffel-Topinambur-Küchlein mit Schwarzwälder Schinken und Püree von gebackenem Kürbis. Das Dessert firmierte als „Schwarzwald-Tour“: Törtchen, Eis, Macaron und Stilkirsche. „Alles lecker“, freute sich Xenia Smits. Und Naschkatze Markus Gaugisch genehmigte sich bei den süßen Sachen eine Extraportion.

Am SG-Tisch schaute auch Jürgen Kessing vorbei. Bietigheim-Bissingens Oberbürgermeister war in seiner Eigenschaft als Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbands (DLV) vor Ort und hatte angesichts „seiner“ Wahlsieger Lückenkemper und Kaul viel zu Feiern. Er ließ es sich nicht nehmen, auch Lena Backhaus, dem Trainer und den Spielerinnen zum guten Abschneiden zu gratulieren.

„Mega, dass wir eingeladen wurden“, freute sich Xenia Smits. „Eine solche Gelegenheit hat man nicht oft im Leben. Es ist einfach klasse, so viele tolle Sportler persönlich zu treffen und zu sehen, wie sie abseits der Arenen sind.“ Danick Snelder durfte schon einmal eine „Mannschaft des Jahres“ anführen. In Holland wurden die Oranje-Handballerinnen nach ihrem WM-Sieg 2019 zum Top-Team gekürt. „Das war natürlich noch emotionaler, aber mir gefällt die Veranstaltung in Baden-Baden auch super gut“, sagte die nach einer Knieoperation noch in der Reha befindliche Kreisläuferin.

Glückwünsche von Heiner Brand

Ganz besonders freute sich das SG-Quartett über die Glückwünsche von Heiner Brand. Die Handball-Ikone, als Spieler und Trainer Weltmeister geworden, tauschte sich mit Markus Gaugisch aus und verriet: „Den ,Gaugi’ wollte ich schon mal als Trainer nach Gummersbach holen.“

Nach dem offiziellen Teil probierten die Bietigheimer die an vielen Stationen angebotenen Delikatessen. Markus Gaugisch stärkte sich mit einem doppelten Espresso für die Herausforderung der Nacht. Um 24 Uhr startete er zur fünfstündigen Fahrt nach Blomberg, wo er als Bundestrainer ab Montagmorgen einen DHB-Lehrgang leitete.

Xenia Smits und Danick Snelder mischten sich unters Partyvolk, ließen sich von heißen Rhythmen eines DJs antörnen. Auf der Sportivmeile mit ihren lustigen sportlichen Herausforderungen lieferten sich die beiden ein Duell. „Wir kommen gerne wieder“, meinte Lena Backhaus augenzwinkernd nach dem eindrucksvollen Abend im Kreis der deutschen Sportstars.  bzh

Der Fahrplan von Bundestrainer Markus Gaugisch bis Anfang 2023

Erst die Qualifikation
für die WM 2023, dann das Fernziel Paris 2024. Bundestrainer Markus Gaugisch träumt von der Teilnahme der deutschen Handballerinnen an den Olympischen Spielen. Durch das mittelprächtige Abschneiden bei der Europameisterschaft im November – die DHB-Auswahl wurde Siebter – ist die Qualifikationschance geringer geworden, aber der Bietigheimer will die Flinte nicht vorzeitig ins Korn werfen.

Zur Verstärkung
des Nationalteams sichtet Gaugisch am Montag und Dienstag dieser Woche bei einem Kurzlehrgang in Blomberg talentierte Spielerinnen, wie die kürzlich gegen Bietigheim großartig aufspielende 18-jährige Leverkusener Linkshänderin Viola Leuchter. „Ich kenne die Spielerinnen allesamt aus dem Bundesliga-Alltag, bin aber sehr neugierig darauf, sie im DHB-Umfeld zu erleben. Die Kurzlehrgänge sind ideale Möglichkeiten, um für uns Wissen zu gewinnen und bei den Spielerinnen Impulse zu setzen“, sagt Gaugisch.

Weitere Maßnahmen
sind im Januar und Februar geplant. Anfang März steht ein Drei-Länder-Turnier mit Ungarn und Polen im Mittelpunkt einer Lehrgangswoche. Dabei findet das Auftaktspiel Deutschland gegen Ungarn am 3. März (19.30 Uhr) in der Ludwigsburger MHP-Arena statt. Die beiden weiteren Partien zwischen Polen und Ungarn (4. März) sowie Deutschland und Polen (5. März) werden im Heidelberger SNP-Dome ausgetragen. Der Vorverkauf beginnt am Mittwoch.

 
 
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