SG BBM Bietigheim Gaugisch warnt vor Umschaltspiel

Von bzh
Bietigheims Kelly Dulfer wird von Lisa Frey von der HSG Blomberg-Lippe im Hinspiel in der Halle am Viadukt gestoppt. Foto: /Marco Wolf

Die größte Stärke des nächsten Bundesliga-Gegners der SG BBM Bietigheim, der HSG Blomberg-Lippe, ist die schnelle Mitte und der Tempogegenstoß.

Im Zweikampf um die deutsche Meisterschaft der Handballerinnen hat der Titel-Konkurrent der SG BBM Bietigheim, der Thüringer HC, bereits am Mittwoch mit dem 32:24-Sieg gegen Schlusslicht Waiblingen vorgelegt. Die SG will an diesem Samstag nachziehen, bekommt es aber bei der HSG Blomberg-Lippe (18 Uhr/Sportdeutschland.tv) mit einem ungleich stärkeren Gegner zu tun.

Junge Truppe mit viel Potenzial

„Dort ist es immer schwer. Um nicht in Schwierigkeiten zu geraten, ist gegen die HSG die größtmögliche Fokussierung nötig“, warnt Markus Gaugisch, der Trainer des Tabellenführers (34:0 Punkte), vor der Partie beim Vierten (21:13) im Lipperland und fügt lobend hinzu: „Blomberg hat eine junge Mannschaft mit viel Potenzial und guter Struktur.“ Neben den erfolgshungrigen Youngstern, beeindrucken ihn auch die Zuschauer: „In der umgebauten Halle sorgt eine große Fan-Power für maximale Unterstützung.“

Besonderes Augenmerk legte die SG in der Spielvorbereitung auf den schnellen Rückzug. Gaugisch: „Zu Blombergs größten Stärken zählen der Gegenstoß und die schnelle Mitte. Beides müssen wir effektiv bekämpfen. Daneben wird es vor allem darauf ankommen, die Kreise von Laura Rüffieux einzuengen.“ Die 27-jährige Kreisläuferin ist eine enorm wichtige Spielerin für Blomberg. „Sie ist körperlich nicht so stark, wie die meisten anderen Kreisspielerinnen der Bundesliga, aber sehr giftig, erkennt Lücken und reißt mit ihrer Spielweise das ganze Team mit“, sagt Gaugisch über die HSG-Kapitänin.

Im Rückraum wirbeln bei der HSG neben der früheren Bietigheimerin Ann Kynast (21) einige der größten deutschen Talente. Die 23-jährige Nele Franz, 2020/21 zur Spielerin der Saison gekürt, spielte genau wie Linkshänderin Laetitia Quist (21) und Malina Marie Michalczik (21) bereits im Nationalteam. Letztere, mit 91 Saisontreffern bislang beste HSG-Torjägerin, wurde von Gaugisch wie die drei Bietigheimerinnen Xenia Smits, Antje Döll und Julia Maidhof in den Kader der deutschen Auswahl für die WM-Playoff-Spiele im April gegen Griechenland berufen.

Besonderes Spiel für Xenia Smits

Für Smits hat die Partie in Blomberg besondere Bedeutung. Die gebürtige Belgierin wechselte 2010 als 16-Jährige ins Blomberger Handball-Internat, wurde dort zur Bundesliga- und nach ihrer Einbürgerung auch zur Nationalspielerin. „Ich freue mich unglaublich auf das Spiel. Seit ich 2015 von dort wegging, spiele ich erst zum zweiten Mal wieder in Blomberg. Das erste Spiel war aber wegen Corona ohne Zuschauer. Die sind jetzt dabei und es ist schön, viele Bekannte zu treffen. Lustig, dass sich bei der HSG seither nur wenig geändert hat. Man setzt weiterhin auf junge Spielerinnen und schnellen Handball. Was es für uns schwer macht: Kämpfen wird in Blomberg richtig großgeschrieben“, erklärt sie. bzh

 
 
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