SG BBM Bietigheim Gegen Debrecen auch international wieder zum Erfolg

Von Simon David
Karolina Kudlacz-Gloc hatte gegen Odense Grund zum Jubeln. Auch gegen Debrecen will sie mit der SG BBM punkten. Foto: /Marco Wolf

Nach der Niederlage in Brest geht es für die SG BBM Bietigheim am Sonntag darum, die Ausgangslage für die Play-Offs zu verbessern.

Im vorletzten Heimspiel der EHF Champions League-Gruppenphase empfängt die SG BBM Bietigheim an diesem Sonntag (14 Uhr) in der MHP Arena Ludwigsburg DVSC Schaeffler aus Debrecen. Nach vier Auswärtsspielen in Folge – je zwei in der Liga und der Champions League – hat der deutsche Double-Sieger endlich wieder ein Heimspiel.

Bereits für Play-Offs qualifiziert

Aktuell belegen die Bietigheimerinnen Platz fünf in ihrer Gruppe A. Für die nächste Runde sind sie bereits sicher qualifiziert, doch müssten sie aktuell erst in die Play-Offs. Der Rückstand auf Platz zwei, der die direkte Qualifikation für das Viertelfinale bedeutet, beträgt drei Punkte. Umso wichtiger wäre ein Sieg gegen Debrecen.

Der zweifache ungarische Meister belegt derzeit Platz sechs der Tabelle. Ebenso wie die SG verlor Debrecen das letzte Champions-League-Spiel. Während die Bietigheimerinnen bei Brest Bretagne 30:37 unterlagen, verlor Schaeffler gegen Odense klar mit 22:35. „Seit unserem ersten Aufeinandertreffen hat sich Schaeffler deutlich gesteigert. Wir sind davor gewarnt und werden uns wieder gezielt auf dieses Match vorbereiten, um mit der Unterstützung unserer tollen Fans zwei Punkte zu holen“, sagt SG-Cheftrainer Jakob Vestergaard. Verzichten muss er auf die Langzeitverletzte Melinda Szikora und die international weiterhin noch nicht für die SG-Frauen spielberechtigte Noémi Háfra. Die Bietigheimerinnen wollen an die Leistung des Hinspiels im September anknüpfen, welches sie deutlich mit 36:26 für sich entschieden. Auch in der Bundesliga gewann die SG unter der Woche klar. Vestergaards Forderung, viele Tore zu erzielen, setzte die Mannschaft beim HSV Solingen-Gräfrath um und siegte mit 35:22. Ein ähnlich hoher Sieg gegen Schaeffler ist möglich, wird aber nicht zwingend erwartet, auch wenn die Ungarinnen in der heimischen Liga gegen die beiden Top-Teams zuletzt verloren.

Offensivstarke Gäste

Besonders die Offensive der Gäste müssen die Bietigheimerinnen in den Griff bekommen. Mit den Rückraumspielerinnen Gréta Kácsor (55 Treffer) und Petra Vamos (42) sowie Rechtsaußen Alexandra Töpfner (46), die alle auch für die ungarische Nationalmannschaft spielen und mit Abstand die meisten Tore des Teams in dieser Europapokal-Saison geworfen haben, sind die Ungarinnen sehr offensivstark.

Dennoch wird die SG alles daran setzen, ihr Heimspiel zu gewinnen. Je besser die Bietigheimerinnen in der Abschlusstabelle dastehen, desto leichtere Aufgaben warten in den Play-Offs. Mit einem Erfolg vor eigenem Publikum würden sich die SG-Ladies zudem für die beiden verbleibenden Vorrundenspiele Selbstbewusstsein tanken.

 
 
- Anzeige -