SG BBM Bietigheim Hinspielniederlage sitzt wie ein Stachel im Fleisch

Von bzh
Auf die Leistung des SG-Torhüterinnen-Duos um Melinda Szikora (links) und die Abwehrarbeit wird es gegen Odense ankommen, ist sich Trainer Markus Gaugisch sicher. Foto: Marco Wolf/Marco Wolf

Die SG BBM Bietigheim sinnt auf Revanche nach der ersten Pleite nach 63 ungeschlagenen Spielen in Odense im Oktober.

Im letzten Champions-League-Spiel des Jahres 2022 empfangen die Handballerinnen der SG BBM Bietigheim an diesem Sonntag (14 Uhr) den Dänischen Meister Odense Håndbold in der Ludwigsburger MHP-Arena.

Ein Abend zum Vergessen

„Für Bietigheim war es definitiv ein unvergesslicher Abend“, war auf der Homepage der Königsklasse nach dem Hinspiel am 23. Oktober zu lesen. Aus Sicht der SG verhielt es sich genau umgekehrt: Es war ein Tag zum Vergessen! Nach 63 Spielen ohne Niederlage verlor das Viadukt-Team in Odense mit 24:31. Seither sind die Ellentälerinnen in Champions League nicht mehr richtig in Tritt gekommen. Gegen Brest Bretagne gab es ein Remis und eine Niederlage – die Tabellenführung ging verloren und mit 10:6 Zählern ist Bietigheim nun mit Odense punktgleich.

„Wir waren in Odense nicht so konsequent, wie es hätte sein sollen“, bedauert Markus Gaugisch rückblickend. Mie Højlund wurde zum Schreckgespenst der SG-Abwehr. „Sie hat eine unfassbare Power“, lobt der SG-Trainer die wieselflinke, trickreiche Rückraumspielerin. Zehn Treffer und mehrere Assists gingen auf das Konto der 25-Jährigen. Ihre Rückraumkolleginnen Tonje Løseth und Trine Pedersen steuerten zusammen elf Tore bei. Und da auch Bo van Wetering von Linksaußen fünfmal einnetzte, hatte dieses Quartett am Ende mit 26 Treffern zwei mehr auf dem Konto als das Bietigheimer Team zusammen.

Das Duell in der MHP-Arena dürfte noch mehr Arbeit für die SG-Abwehr bringen. Die im Hinspiel verletzt fehlenden Holländerinnen Lois Abbingh und Dionne Housheer sind wieder fit. Beeindruckt ist Gaugisch darüber hinaus von der Defensive der Gäste, in der Maren Nyland Aardahl die zentrale Rolle spielt. In der Saison 2019/20 stand Aardahl in Bietigheim unter Vertrag. „Die hätte ich nie gehen lassen“, sagt SG-Sportdirektor Gerit Winnen. „Aber gegen die Angebote, die sie erhielt, waren wir machtlos.“ Aardahl landete über eine Zwischenstation in Rumänien in Odense. Beim norwegischen EM-Sieg war sie vor wenigen Wochen die überragende Abwehrspielerin.

Entscheidenden Einfluss auf den Ausgang der Partie könnte das Duell der Torhüterinnen haben. Dänemarks Nationalkeeperin Althea Reinhardt wartete nicht nur bei der EM mit einer imposanten Fangquote von 36 Prozent auf, sondern gewann im Hinspiel gegen Bietigheim auch das Duell mit den SG-Torfrauen Melinda Szikora und Gabriela Moreschi klar. „Um zu gewinnen, müssen wir bei der Abwehrarbeit und Torhüterleistung auf Augenhöhe sein“, fordert Gaugisch.

Debüt von Kerstin Kündig

Bei der SG ist der Einsatz von Veronika Malá und Kelly Dulfer offen. Ihre Premiere wird Kerstin Kündig feiern. Die am Donnerstag verpflichtete Schweizerin soll für Entlastung sorgen. Gaugisch freut sich über den Zugang von Odenses Ligarivalen Viborg HK: „Mit ihr können wir unseren Rückraum qualitativ breiter aufstellen. Sie ist variabel, verfügt über einen guten Wurf und ist eine ausgezeichnete Anspielerin.“  bzh

 
 
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