SG BBM Bietigheim Männer Romero-Sieben will Negativserie brechen

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Der 1,99-Meter-Schlaks Nikola Vlahovic (links), hier im Pokalspiel gegen Leutershausen, ist zuversichtlich, den HC Elbflorenz Dresden nach längerer Zeit mal wieder zu schlagen. Foto: /Marco Wolf

Das Bietigheimer Zweitliga-Team feiert am Sonntag gegen den HC Elbflorenz Dresden seine Heimpremiere.

Viermal in Folge hat die SG BBM Bietigheim ihr Saisonauftaktspiel in der Zweiten Handball-Bundesliga der Männer verloren. Zuletzt gab es eine 23:27-Niederlage beim Aufsteiger 1. VfL Potsdam. Die Bilanz soll jetzt mit einem Heimsieg gegen den HC Elbflorenz Dresden korrigiert werden. Anwurf ist am Sonntag (17 Uhr) in der Viadukthalle.

Ein Fehlstart wie in der letzten Runde als Bietigheim erst im vierten Spiel zwei Punkte bejubeln durfte, soll vermieden werden. „Aus der Niederlage in Potsdam mache ich kein Drama“, bekundet SG-Trainer Iker Romero. „Die Siege werden kommen. Wir sind auf einem guten Weg und gehen positiv an die nächsten Aufgaben heran.“

Gästetrainer misst 2,07 Meter

Romeros Gegenüber Rico Göde ist der Größte. Mit 207 Zentimetern Körperlänge überragt der ehemalige Kreisläufer, der zwei Länderspiele absolvierte, alle Trainerkollegen. Auch gegen Bietigheim war der 40-jährige Elbflorenz-Coach meist obenauf. Die letzten vier Duelle hat Dresden alle gewonnen. Diese Negativserie will Bietigheim beenden.

„An den letzten Sieg kann ich mich fast schon gar nicht mehr erinnern“, gibt Nikola Vlahovic zu. „Aber diesmal packen wir sie.“ Der 23-jährige Rückraumspieler weiß um die Power der Gäste: „Dresden ist mannschaftlich geschlossen, verfügt über individuell und körperlich starke Spieler. Aber wenn wir weniger Fehler als in Potsdam machen und unser Konzept durchziehen, werden wir gewinnen.“

Zum Plan gehört es, die Kreise von Dresdens Spielmacher Sebastian Gress einzuschränken: „Er ist der Dreh- und Angelpunkt. Wir müssen ihn mit aggressiver Abwehrarbeit unter Druck setzen und zu Fehlentscheidungen zwingen“, fordert Vlahovic, der im Oktober an der Hochschule Ansbach ein Fernstudium im Bereich „International Management“ aufnimmt.

Topkeeper kam aus Würzburg

In Potsdam ging der 1,99-Meter-Schlaks leer aus. Ungewohnt für seine Verhältnisse. In der zurückliegenden Saison zählte der schon seit der Jugend an der Enz spielende Halblinke mit 75 Treffern zu den besten SG-Werfern.

Am Sonntag stellt sich ihm ein begnadeter Torhüter in den Weg: Marino Mallwitz, in der letzten Saison mit 347 Paraden und 32 Prozent gehaltener Bälle der beste Keeper der Zweiten Liga, wechselte von den Würzburger Wölfen an die Elbe. Mit seiner Verpflichtung wuchsen die Ansprüche der Sachsen, die einen Top-Fünf-Platz anstreben.

Das sieht auch Romero so: „Dresden gehört für mich zu den Favoriten der Liga. Eine Mannschaft mit hoher Individualqualität und klasse Torhüter. Es wird schwer, auch weil wir ein paar angeschlagene Spieler haben. Aber wir spielen zu Hause und werden alles geben.“ bzh

 
 
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