SG BBM Bietigheim Nach der Pause macht die SG BBM Ernst

Von Michael Nachreiner
Viel Arbeit in der Abwehr hatten (von rechts) Franziska Fischer, Vanessa Dierks und die Neustädterinnen mit Karolina Kudlacz-Gloc und den Bietigheimerinnen. Foto: Objektfoto/Ballasch

Bietigheim hat im Bundesliga-Spiel beim SV Union Halle-Neustadt Anlaufschwierigkeiten, fährt aber letztlich einen souveränen 35:24-Sieg ein.

Die Handballerinnen der SG BBM Bietigheim haben am Mittwochabend ihre Bundesliga-Pflichtaufgabe beim SV Union Halle-Neustadt nach ein paar Anlaufschwierigkeiten souverän erledigt. Mit dem 35:24 (16:14)-Auswärtssieg verabschiedete sich die Mannschaft von Trainer Markus Gaugisch in einen dreitägigen Weihnachtsurlaub. Am ersten Feiertag trifft sich das Team aus dem Ellental wieder, um sich auf den Bundesliga-Kracher gegen Borussia Dortmund am 26. Dezember vorzubereiten.

Mit Veronika Malá stand den Bietigheimerinnen nach Wochen wieder eine gelernte Linksaußen zur Verfügung. „Mit der Rückkehr von Veronika kommen wir hoffentlich wieder zurück zu unseren gewohnten Abläufen“, erklärt Gaugisch. Anfangs war aber noch viel Sand im Getriebe der Gäste. Sie leisteten sich einige Unkonzentriertheiten – Inger Smits und Xenia Smits vergaben freie Würfe, und Julia Maidhof scheiterte mit einem Siebenmeter an Union-Torhüterin Anica Gudelj.

Erst, als die Bietigheimerinnen in der Abwehr einen Gang höher schalteten und zu Tempogegenstößen kamen, setzten sie sich von 5:5 (13.) auf 14:9 (22.) ab. Zur Pause führten sie aber nur mit 16:14. „Wir haben in der ersten Halbzeit zehn technische Fehler gehabt. Dadurch haben wir einige leichte Gegentore kassiert“, bemängelt Gaugisch.

Der SG-Trainer ging erst nach minutenlanger Rücksprache mit seinen Assistenten in die Kabine. Dort hat er aber an den richtigen Stellschrauben bei seinem Team gedreht. Denn die Bietigheimerinnen machten direkt nach Wiederanpfiff Ernst. Über 20:15 (35.) und 27:18 (45.) bauten sie ihren Vorsprung auf 32:21 (54.) aus.

Dennoch war Union-Trainerin Katrin „Kate“ Schneider zufrieden mit ihrem Team: „Wir haben eine gute Leistung gezeigt. Zwischendurch waren ein bisschen ängstlich. Aber ich bin stolz, dass wir in der ersten Halbzeit immer wieder rangekommen sind und nach dem Seitenwechsel Gas gegeben haben.“  Michael Nachreiner

 
 
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