SG BBM Bietigheim Parallelen zwischen Romero-Team und Coburg

Von bz
Paco Barthe hat seinen Vertrag bei der SG BBM Bietigheim um eine Saison bis Sommer 2925 verlängert. Seit 2021 führt der Deutsch-Franzose die Ellentäler als Kapitän aufs Feld. Foto: /Oliver Bürkle

Bietigheim und der HSC bieten in dieser Saison eingespielte Teams auf, was sich vor allem in der Abwehr bemerkbar und Tempospiel möglich macht. Die Franken schwächeln auswärts aber etwas.

Für die Handballer der SG BBM Bietigheim steht nach den beiden Duellen gegen die Kellerkinder der Zweiten Bundesliga, den TuS Vinnhorst und beim EHV Aue, das nächste Spitzenspiel an. Die Mannschaft von Trainer Iker Romero empfängt an diesem Freitag (19 Uhr) in der Ege-Trans-Arena den aktuellen Tabellenvierten HSC Coburg.

Zwischen beiden Teams gibt es einige Parallelen. So setzten sowohl die Verantwortlichen des Klubs aus dem Ellental als auch die der Oberfranken auf Kontinuität. Jan Gorr, Coach und Geschäftsführer in Personalunion beim HSC, musste im Sommer nur drei neue Spieler integrieren – im Rückraum den Kroaten Andrej Obranovic, der vom Drittligisten HSG Krefeld Niederrhein nach Coburg wechselte, zuvor aber auch beim ThSV Eisenach in der Zweiten Bundesliga spielte, Torwart Glenn-Louis Eggert, der schon zum erweiterten Kader des Erstligisten MT Melsungen gehörte, sowie Eigengewächs Janis Pavels Valkovskis.

Zweitwenigsten Gegentore

Dass der Kader der Vorsaison weitestgehend zusammengeblieben ist macht sich in Coburg wie auch bei der SG BBM vor allem in der Defensive bemerkbar. Nur Tusem Essen mit 378 Gegentoren rührt mehr Beton an als die Oberfranken. Der HSC folgt auf Rang zwei in diesem Klassement mit 394 Gegentreffern. Nur in zwei der bislang 15 Ligaspielen mussten die Coburger mehr als 30 Buden hinnehmen. Die Abwehr in Verbindung mit den Torhütern, vor allem dem Dänen Kristian van der Merwe, funktioniert.

Dies führt zur zweiten Parallelen mit Bietigheim: Die Coburger forcieren das Tempospiel. Die Flügelzange mit Florian Billek (85/39 Saisontore) und Kapitän Max Jaeger (63) ist das offensive Aushängeschild des HSC. Bietigheims Regisseur Juan de la Peña macht das allerdings kein Kopfzerbrechen. „Unsere Abwehr ist jetzt seit anderthalb Jahren sehr stabil. Wir provozieren beim Gegner viele technische Fehler, haben Ballgewinne, kommen in unser Tempospiel“, erklärt der 27-jährige Spanier.

Erst eine Heimniederlage für SG

Die Coburger werden mit viel Selbstvertrauen ins Ellental reisen, haben sie doch ihre vergangenen sechs Ligapartien gewonnen. Allerdings ging es bis auf die Spiele gegen den TuS N-Lübbecke und Tusem Essen gegen Teams aus dem unteren Tabellendrittel. Außerdem spricht die Auswärtsbilanz nicht gerade für die Coburger. In fremder Halle haben sie mit der HSG Nordhorn-Lingen erst eine Mannschaft geschlagen, die eine positive Punktebilanz hat. Und die Bietigheimer sind heimstark. In sieben Begegnungen im Ellental mussten sie sich nur Spitzenreiter 1. VfL Potsdam geschlagen geben.

Paco Barthe bleibt der SG BBM bis 2025 treu

Erst der Trainer, jetzt der Kapitän: Nach Iker Romero hat auch Paco Barthe seinen Vertrag beim Zweitligisten SG BBM Bietigheim verlängert – bis Sommer 2025. „Paco ist eines der Gesichter der SG. Mit seinem tollen Charakter nimmt er auf und neben dem Feld eine wichtige Rolle ein. Ich freue mich, dass er sich nach seiner schweren Verletzung wieder zurückgekämpft hat und dem Team in der Abwehr und im Angriff viel gibt“, erklärt Geschäftsführer Bastian Spahlinger. Barthe kam 2012 zur SG BBM. Über die U23 schaffte der in Stuttgart geborene und in Hendaye aufgewachsene Deutsch-Franzose den Sprung ins Bundesligateam und war 2014 ein wichtiger Faktor beim ersten Aufstieg in die Erste Liga. 2018 führte er Bietigheim erneut in die Beletage des deutschen Handballs. Anschließend wechselte er zum spanischen Erstligisten Bidasoa Irun. Mit den Basken sammelte Barthe in der Liga Asobal und in der Champions League Erfahrungen auf Topniveau. 2020 kehrte er in die schwäbische Heimat zurück und führt die SG seit 2021 als Kapitän aufs Feld.

 
 
- Anzeige -