SG BBM Bietigheim Radicevic’ Hattrick schockt SG

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Bietigheim musste in Ljubljana über weite Strecken in der zweiten Hälfte auf Karolina Kudlacz-Gloc (rechts) verzichten, die einen Ellbogen gegen den Hals bekommen hatte. Foto: /Archiv/Marco Wolf

Drei frühe Treffer der Rekordtorschützin in der Champions League bringt Bietigheim in Ljubljana aus dem Tritt. Das Team von Trainer Markus Gaugisch verliert mit 28:35 (14:19), hat die K.o.-Runde aber weiter im Blick. 

Der Negativlauf der Handballerinnen der SG BBM Bietigheim in der Champions League setzte sich auch bei Krim Mercator Ljubljana fort. Bei der 28:35-Niederlage in Slowenien blieb die SG zum fünften Mal in Serie ohne Sieg. Der sechste Platz und damit das Weiterkommen ist bei nun 10:10 Punkten aber dennoch möglich,

Vor der Abfahrt nach Ljubljana hatte Melinda Szikora noch darauf hingewiesen, wie wichtig die mehrere Wochen verwaiste Linksaußenposition für ihr Team ist. „Nach Veros Rückkehr sind wir auf Linksaußen wieder gut besetzt – und ich denke, dass wir in Ljubljana an die Leistungen von vor der EM anknüpfen können“, sagte die SG-Keeperin nach dem Comeback von Veronika Malá. Die fiel aber in der slowenischen Hauptstadt wegen Krankheit aus, genau wie ihre Vertreterin Roos Daleman. Das Viadukt-Team war auf dem linken Flügel wieder blank und die Statik im Angriff damit nicht gegeben.

Der Auftakt verlief dennoch vielversprechend. Karolina Kudlacz-Gloc mit einer starken Körpertäuschung, Inger Smits per Gegenstoß und Julia Maidhof vom Siebenmeterstrich brachten die SG mit 3:1 in Führung. Innerhalb von nur 34 Sekunden kassierten die Bietigheimerinnen aber drei Gegentore. Jovanka Radicevic, die erfolgreichste Werferin aller Zeiten in der Champions League, erzielte ihre Treffer Nummer 1026, 1027 und 1028 in der Königsklasse. Symptomatisch das Tor zum 4:3. Die Montenegrinerin war zum Gegenstoß gestartet, als die Gäste noch auf einen Siebenmeterpfiff nach einem vermeintlichen Foul an Kaba Gassama warteten.

Radicevic’ Hattrick schockte die SG. Im Angriff gab es kaum mehr klare Aktionen, aber viele Fehlwürfe. Die Abwehr fand keinen Zugriff auf Krims starken Rückraum. Die Russin Daria Dmitrieva und die Polin Alexandra Rosiak, die zusammen 18 Buden machten, brachten nahezu jeden Wurf im SG-Gehäuse unter. Bietigheim fiel auf 8:17 zurück.

Mit der Einwechslung von Kerstin Kündig kam mehr Zielstrebigkeit ins Spiel der SG. Die Bietigheimerinnen verkürzten bis zum Seitenwechsel auf 14:19 und nahmen so noch einen Funken Hoffnung mit in die zweite Halbzeit.

Statt einer Aufholjagd gab es aber einen Schock. Krims Barbara Lazovic traf die in der Abwehr stehende Kudlacz-Gloc mit dem Ellbogen am Kehlkopf. Die Bietigheimerin ging zu Boden und wurde minutenlang behandelt. Mit Hilfe der Betreuer konnte sie dann aber das Feld verlassen.

Der Rückstand wuchs nach dieser dramatischen Szene auf 19:28 an. Die Gäste kamen aber nochmals zurück. Jenny Behrend traf in fünf Minuten fünfmal und brachte ihr Team auf 25:30 heran. In Überzahl schien noch mehr möglich, doch diese Chance nutzte die SG nicht. „Das war der schlechteste Auftritt meines Teams in den letzten Jahren – ohne Selbstvertrauen, Feuer und harte Verteidigung. Wir konnten keinen Druck auf den Gegner aufbauen“, ärgert sich SG-Trainer Markus Gaugisch.

Fanbus nach Bad Wildungen

Zum DHB-Pokal-Viertelfinale
der SG BBM Bietigheim am Samstag, 28. Januar (19 Uhr), bei den HSG Bad Wildungen Vipers fährt ein Fanbus. Abfahrt ist um 13 Uhr am Parkplatz Ellental-Gymnasium in Bietigheim-Bissingen. Anmeldung bis zum 20. Januar bei Jürgen Pfeiffer, E-Mail ju.pfeiffer@t-online.de oder mobil/Whatsapp 0151-42  34 26 77.

 
 
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