SG BBM Bietigheim Selbstbewusste Coburger fordern den Tabellenführer

Von Simon David
Mit seinen zahlreichen Paraden hat SG-Keeper Martin Tomovski nicht unwesentlichen Anteil am Erfolg seiner Mannschaft, die defensiv ligaweit Spitze ist. Foto: /Marco Wolf

Die Oberfranken waren zuletzt sehr erfolgreich und zeigten sich den Bietigheimern bereits im Hinspiel ebenbürtig.

Trotz der ersten Heimniederlage in dieser Saison ist die SG BBM Bietigheim weiterhin Tabellenführer in der Zweiten Handball-Bundesliga (die BZ berichtete). Allerdings sind die Verfolger aus Balingen-Weilstetten und Elbflorenz nun noch näher an den Spitzenreiter herangerückt. Nur noch zwei Punkte Vorsprung hat das Team von Iker Romero auf die Plätze zwei und drei. Am Mittwoch (20 Uhr) steht nun das Auswärtsspiel beim HSC 2000 Coburg an. Der Tabellen-Siebte hat zuletzt reichlich Selbstvertrauen getankt, nicht zuletzt durch den deutlichen 36:29-Erfolg in Dessau-Roßlau. Es war bereits der zweite klare Sieg nacheinander für die Oberfranken.

Knapper SG-Heimsieg in der Vorrunde

Im Hinspiel waren sich beide Mannschaften bereits auf Augenhöhe begegnet. Ende September hatten die Bietigheimer die beiden Punkte nur Dank eines knappen 34:33-Sieges zu Hause behalten. Auch am Mittwoch ist von einem interessanten Spiel auszugehen, bei dem dem die Effektivität entscheidend sein wird.  „In Coburg wird es nun darauf ankommen, die bekannte Kompaktheit wieder konsequent über 60 Minuten auf die Platte zu bringen und im Angriff die notwendige Effizienz zu zeigen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins vom Dienstagnachmittag.

Das Team, welches mehr Zugriff auf das Spiel erhält und sich sowohl in der Defensive wie auch bei den Angriffen effizienter durchsetzen wird, hat gute Chancen, die Begegnung für sich zu entscheiden. Offensiv verfügen beide Mannschaften über Qualitäten. Die Coburger haben mit 619 Toren sogar schon 16-mal häufiger getroffen als die Bietigheimer.

Starke Offensivteams treffen aufeinander

Mit Mikael Helmersson, der bislang 94 Tore erzielte, haben die Coburger einen sehr erfolgreichen Angreifer in ihren Reihen, den die SG erst einmal in den Griff bekommen muss. Andererseits hat sich auch das Romero-Team mit seinen bislang 603 Treffern sehr torhungrig präsentiert. Jonathan Fischer ist mit 99 erfolgreichen Abschlüssen bester Werfer beim Tabellenführer.

Mit gerade einmal 541 Gegentreffern stellt die SG die mit Abstand beste Defensive der Zweiten Bundesliga. Diese Stabilität in der Abwehr war der Grundstein vieler Siege, auch und gerade gegen direkte Verfolger wie die HC Elbflorenz. Nicht zuletzt die 168 Paraden von SG-Keeper Martin Tomovski, die einer Quote von mehr als 33 Prozent gehaltener Würfe entspricht, zeugen von der Abwehrstärke der Ellentäler. Gleichwohl haben auch Tomovskis Vorderleute durch Ballgewinne vor dem eigenen Tor zu der geringen Zahl an Gegentoren beigetragen. Interessant wird auch der Vergleich Tomovskis mit seinem Gegenüber Petrous Boukovinas.

Coburgs Keeper hat bereits mit 197 Paraden

Der Coburger Torhüter, der bislang auch in allen 20 Punktspielen zwischen den Pfosten stand, parierte bislang 197 Würfe, was einer Quote von etwas mehr als 31 Prozent entspricht. Somit verspricht die Begegnung am Mittwochabend sehr spannend zu werden. Übertragen wird das Spiel auf Dyn.

 
 
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