Es ist die erste Runde des DHB Pokals. SG BBM Bietigheim und der VfL Potsdam duellieren sich um den Einzug in Runde zwei. Die Ellentäler empfangen die Zweitligakonkurrenz vor 680 Zuschauern in der Sporthalle am Viadukt und ringen sich letztendlich mit 25:24 in Runde zwei. Im Tor der Bietigheimer steht der Neuzugang vom VfL Martin Tomovski, dieser pariert dann auch direkt den ersten Wurf gegen seinen Ex-Klub, doch auch auf der Gegenseite scheitert der erste Angriff der Ellentäler, die das erste mal unter Neukapitän Fabian Wiederstein auflaufen.
SG BBM Bietigheim SG BBM Bietigheim bezwingt Potsdam im Pokalkrimi
Handball
Die Ellentäler liefern sich am Sonntagabend einen knappen Pokalfight gegen den VfL Potsdam, zieht jedoch am Ende in Runde zwei ein.
Wettparieren der Torhüter
Tim Hildenbrand erzielt im zweiten Anlauf den ersten Treffer des Spiels. Zunächst scheint die SG BBM noch nicht wach zu sein, denn nach drei gespielten Minuten steht es bereits 0:3. Doch dann lässt der neue Spielführer Wiederstein seine Mannschaft zum ersten mal aufatmen und erzielt in der vierten Minute den ersten Treffer für die Bietigheimer. Im Gegenzug pariert Tomovski und Till Hermann kann für die Bietigheimer zum 2:3-Anschluss treffen.
Bereits früh im Spiel kristallisiert sich heraus, dass es ein Torwartduell wird zwischen Ex-Potsdamer Tomovski und Tomovski-Ersatz Frederik Höler. Zwölf Minuten lang laufen die Ellentäler einem Rückstand hinterher bis innerhalb von wenigen Sekunden Wiederstein mit einem sehenswerten Treffer nach 180-Grad-Drehung auf 5:6 anschließt und Fynn-Luca Nicolaus 15 Sekunden später auf 6:6 egalisiert. Das Spiel ist nun ausgeglichen, auf beiden Seiten zeigen die Torhüter auf ganzer Linie ihr können und so steht es nach 14 Minuten 8:8. Das sollte auf einer Seite auch so bleiben, denn Tomovski mutiert mit einer Weltklasse-Leistung zum Spieler der ersten Halbzeit.
Jonathan Fischer stellt in Minute 9:8 auf die erste Führung für sein Team. Danach überrollt Bietigheim kurzzeitig Potsdam und mit einem Treffer durch Nikola Vlahovic und drei weiteren durch Fischer, führt die SG mit fünf Treffern, Dazwischen pariert Tomovski Ball für Ball und jede Parade wird auf den Rängen wie das nächste Tor gefeiert, so geht es mit 13:8 in die Kabinen.
Auf den Rängen eingefunden haben sich auch der ehemalige Kapitän der SG BBM Paco Barthe und Daniel Rebmann, die vorherige Nummer eins der Ellentäler. Zu Beginn der zweiten Halbzeit macht Tomovski zunächst da weiter, wo er in der ersten Halbzeit aufgehört hat. Doch in der 33. Minute und somit 18 Minuten ohne hinter sich greifen zu müssen, trifft Potsdam wieder. Die Partie geht nun Schlag auf Schlag und die Potsdamer die gut aus der Kabine kommen, rücken immer näher an die SG ran. Und auch Tomovski-Nachfolger Höler zeigt einmal umso mehr, warum er ein würdiger Ersatz im Tor des VfL ist. Gerade einmal drei Treffer kann Bietigheim über die Linie in den ersten zehn Minuten nach Wiederanpfiff über die Linie drücken und somit geht es mit einer 17:14-Führung ins letzte Drittel.
Doch die Potsdamer sind hier noch nicht fertig, und so zieht Iker Romero in der 42. Minute eine Auszeit beim Stand von 17:16. Es ist inzwischen ein hin und her am Viadukt. Nach einem Paraden-Feuerwerk auf beiden Seiten, und vier Minuten ohne Treffer auf beiden Seiten, der Potsdamer Ausgleich auf 20:20.
Krimi zum Schluss
Mit allem wieder auf Null gesetzt beginnt die Nervenschlacht am Viadukt so richtig. Tomovski zeigt den Bietigheimer Fans einmal mehr, worauf sie sich in der kommenden Saison freuen dürfen. Mit noch 120 Sekunden auf der Uhr steht es 25:22 für die SG, Marco Mengon verkürzt zum 25:24 und in der Halle sitzt nun wirklich keiner mehr. Es laufen die letzten Szenen des Pokalfights und Potsdam nun mit der Chance zur Verlängerung, doch Markus Mahr ist zu stürmisch und so endet das Spiel 25:24 nach einem Offensivfoul fünf Sekunden vor Schluss. Somit zieht die SG in Runde zwei ein.
