SG BBM Bietigheim Tom Wolf trifft beim Debüt fünfmal

Von bzh
Tom Wolf nimmt bei einem Freiwurf Maß. Seine SG-Mitspieler versuchen, für ihn Löcher in die Coburger Mauer zu reißen. Foto: / Uwe Gick

Die SG BBM Bietigheim siegt beim HSC Coburg und Ex-Trainer Ankersen 30:28. Ihr Neuzugang überzeugt dabei auf Anhieb.

Den zweiten Sieg in Folge feierte die SG BBM Bietigheim beim 30:28 (16:13) beim HSC 2000 Coburg. Die Bietigheimer stellten in der spannenden Partie das abgezocktere Team – und mit Konstantin Poltrum einen in der Schlussphase nahezu unbezwingbaren Torhüter.

Personell gab es beim Viadukt-Team leichte Entwarnung. Zwar fehlten Tim Kaulitz, Alexander Pfeifer, Paco Barthe und Christian Schäfer, dafür verstärkte der unter der Woche verpflichtete Tom Wolf den Rückraum. Jan Asmuth wurde noch geschont, saß aber auf der Bank und bejubelte von dort den Führungstreffer seines Vertreters Max Öhler. SG-Tor Nummer zwei steuerte Rechtsaußen Antonio López bei. Der 19-jährige Spanier zeigte sein großes Talent, brachte drei von vier Würfen unter.

Die nächsten Akzente setzten Fabian Wiederstein und Nikola Vlahovic. Sie machten in der Abwehr die Mitte dicht. Vorne beschäftigte Wiederstein am Kreis meist drei Verteidiger. Dadurch hatte der Rückraum mehr Platz, und Vlahovic netzte dreimal in Folge ein. Coburg hielt dagegen, Kreisläufer Jan Schäffer entwischte der SG mehrfach. Nach elf Minuten stand es 5:5.

Es folgte die Premiere von Tom Wolf. Weil zuvor Alexander Velz einen Siebenmeter gegen die Latte gehämmert hatte, wechselte Iker Romero den aus N-Lübbecke gekommenen 28-Jährigen ein. Der vollstreckte vom Punkt sicher zum 6:5 und nagelte auch die beiden folgenden Strafwürfe zum 7:5 und 11:9 rechts oben ins Eck.

Wolf war nicht der einzige Glücksgriff des SG-Trainers. Romero brachte nach Coburgs Anschlusstreffer zum 10:11 Jonathan Fischer. Dem glückten vom Kreis vier der fünf folgenden Bietigheimer Tore. Beim Seitenwechsel führte das Viadukt-Team 16:13.

Die Oberfranken kamen besser in die zweite Hälfte. Nach einem sehenswerten Treffer von Merlin Fuß, der die Bietigheimer Abwehr austanzte, lagen sie 20:19 vorn. Romero bewies wieder ein glückliches Händchen. Er beorderte Fredrik Genz ins Gehäuse, der direkt zwei klare Coburger Chancen zunichtemachte. Zudem zahlte sich aus, dass er frühzeitig damit begonnen hatte, Juan de la Peña und Dominik Claus in der Abwehr auszuwechseln. Deren Power wurde im Angriff benötigt. Drei Buden der beiden und ein Tor von Wolf, der ein starkes Debüt feierte, brachten die Ellentäler bis zur 45. Minute 23:20 in Führung.

Torhüter Poltrum als Ass im Ärmel

Nach einer Auszeit des Coburger Trainers Brian Ankersen kippte die Partie und nach 54 Minuten lag Bietigheim 26:27 zurück. Romero stoppte den HSC-Lauf. Er legte die Grüne Karte, redete sein Team stark: „Ruhig bleiben. Wir gewinnen das Ding.“ Mit „Konsti“ Poltrum zog er ein Ass aus dem Ärmel. Der wieder eingewechselte Keeper wehrte die nächsten drei Coburger Würfe großartig ab. Vorne ließen es erneut de la Peña, Claus und Wolf krachen. Zwei Minuten vor dem Abpfiff führte die SG dadurch 29:27. Weil Poltrum auch die nächste Coburger Großchance vereitelte, kamen die Gastgeber erst 20 Sekunden vor dem Abpfiff zum 28:29-Anschlusstreffer. Im Gegenzug machte Öhler von Linksaußen den Deckel drauf, ließ die SG über einen 30:28-Sieg jubeln.

„Bietigheim hat sehr gut verteidigt“, konstatierte der frühere SG-Coach Brian Ankersen. „Wir hatten in der Schlussphase eine gute Siegchance, es aber nicht geschafft, unseren Vorsprung auf zwei Tore zu vergrößern.“ SG-Neuzugang Wolf zeigte sich derweil nach seinem Debüt glücklich: „Das hat sich auf Anhieb gut angefühlt und einfach großen Spaß gemacht. Das Beste: Wir haben gewonnen.“  bzh

 
 
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