SG BBM Bietigheim Unglückliche Niederlage an der Ostsee

Von bzh
Fabian Wiederstein wird zum tragischen Helden beim VfL Lübeck-Schwartau. Foto: /Marco Wolf

Die Mannschaft von Trainer Iker Romero verliert das Zweitligaduell beim VfL Lübeck-Schwartau mit 28:29 (14:14). Der entscheidende Treffer fällt von der Siebenmeterlinie 13 Sekunden vor dem Ende.

Lübeck ist für sein Marzipan bekannt, Bad Schwartau als Marmeladenstadt. Zwei Tage nach Halloween gab es für die Handballer der SG BBM Bietigheim an der Ostsee aber Saures statt Süßem. Gegen den Lieblingsgegner VfL Lübeck-Schwartau, der zuvor fünfmal in Serie bezwungen wurde, setzte es für die Mannschaft von Trainer Iker Romero in der Zweiten Bundesliga eine unglückliche 28:29 (14:14)-Niederlage.

Die Partie in der Hansehalle begann zäh. Bereits nach 58 Sekunden sorgten Schwierigkeiten am Zeitnehmertisch für eine fünfminütige Unterbrechung. Die Zwangspause tat den Teams nicht gut. Beide hatten Probleme damit, in Schwung zu kommen. Nach zehn Minuten stand es nur 2:2-unentschieden. Dann fielen die Treffer plötzlich Schlag auf Schlag. Weil SG-Trainer Romero als Grund dafür das schwache Rückzugsverhalten ausgemacht hatte, bat er sein Team bei 6:8-Rückstand zur Auszeit (17.).

Zwei Tore lagen die Bietigheimer allerdings auch noch beim 8:10 zurück. Geglückte Paraden von Torhüter Fredrik Genz und Treffer von Juan de la Peña brachten dem Viadukt-Team dann jedoch einen 11:10-Vorteil, der aber nicht lange Bestand hatte.

Weil Maximilian Hejny, der als Vertreter des wie Jan Asmuth fehlenden Dominik Claus ein gutes Spiel machte, einen nach dem Halbzeitpfiff direkt auszuführenden Freiwurf sehenswert über den Block ins Dreieck nagelte, stand die spannende Partie zur Pause 14:14.

Auch nach dem Seitenwechsel begegneten sich die Norddeutschen und die Schwaben absolut auf Augenhöhe. Beim 22:22 nach 48 Minuten wurde bereits der 17. Gleichstand notiert. Drei Treffer durch die Torjäger Max Horner und Jan-Eric Speckmann brachten den Gastgebern beim 25:22 die erste Drei-Tore-Führung der Begegnung.

Christian Schäfer hielt die SG im Spiel. Ein Dreierpack des Linkshänders ließ die Bietigheimer bei 26:27-Rückstand wieder hoffen. Vier Minuten blieben den Ellentälern noch, um die Partie zu drehen. Weil der agile Alexander Velz nach dem 28:26 von Horner auf 27:28 verkürzte und der eingewechselte Konstantin Poltrum eine Minute vor dem Abpfiff einen freien VfL-Wurf abwehrte, schien zumindest ein Punkt in Reichweite.

22 Sekunden vor dem Schlusssignal schweißte De la Peña die Harzkugel auch zum 28:28 ins Gehäuse. Doch das reichte nicht. Fabian Wiederstein konnte den finalen Angriff des VfL nur auf Kosten eines Strafwurfes stoppen. Und Speckmann entschied 14 Sekunden vor dem Ende der Partie vom Siebenmeterpunkt mit dem 29:28 das Match. Da waren die Bietigheimer mal wieder in Unterzahl. De la Peña hatte sich 17 Sekunden vor der Schlusssirene eine Zwei-Minuten-Strafe eingefangen.   bzh

 
 
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